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Home›Kultur›Düsseldorf Kunstpalast: "Der kleine Urwald“ als große Schenkung

Düsseldorf Kunstpalast: "Der kleine Urwald“ als große Schenkung

Von Dirk Neubauer
23. Januar 2019
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Generaldirektor Felix Krämer, der Leiter Moderne Sammlung Kay Heymer, OB Thomas Geisel, Kulturdezernent Hans-Georg Lohe freuen sich über die Schenkung von Fritz Bagel (vorn), der dem Kunstpalast das Lichtrelief "Der kleine Urwald" von Heinz Mack (rechts) übergab.

Hat der Chef des Düsseldorfer Kunstpalasts, Felix Krämer, einen guten Cognac für alle Fälle in der untersten Schreibtischschublade? Das bleibt sein Geheimnis. Als er am Mittwoch (23.1.) von diesem einen Anruf erzählte, da war der Pulsschlag hinterher noch spürbar. Das Telefon klingelte. Am anderen Ende war Fritz Bagel aus der Henkel-Familie und fragte gerade heraus: „Wollen Sie den ‚Kleinen Urwald‘ von Heinz Mack als Geschenk annehmen?“ „Ja, ich will“, sagte der Museumschef. Krämer gestand heute gegenüber Journalisten: „Ich war sprachlos.“

Streng nachrichtlich: Der „Kleine Urwald ist ein großformatiger Objektkasten mit den Maßen 2,04 m x 3,04 m x7 cm. Der Zero-Künstler Heinz Mack hat ihn 1966 geschaffen. Dank einer Schenkung des 86 Jahre alten Düsseldorfer Kunstsammlers Fritz Bagel gehört dieses Werk nun dem Düsseldorfer Kunstpalast. Zur feierlichen Übergabe kam auch der Künstler selbst, Zero-Gründer Heinz Mack. Der 87-Jährige stellte schon ein wenig stolz fest, dass sein Kunstwerk nicht gealtert ist. Es werde uns alle überleben.

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Ist es wichtig, dass diese sechs Quadratmeter „Kleiner Urwald“, eine Assemblage reflektierender Aluminiumgitter, die glitzern und an Pflanzenformen erinnern, im Dezember von Fritz Bagel beim Kölner Auktionshaus Van Ham ersteigert worden war? Für alle  Zeitungen bis hin zum Greenpeace-Magazin war damals der Preis die Nachricht: Erstmals musste für eine Zero-Arbeit nach dem entscheidenden Holzhammerschlag mehr als eine Million Euro gezahlt werden. Wer den Objektkasten nun sein eigen nenne –das sei – Top Secret – streng geheim.

"Licht und Dunkel"

Spätestens seit heute ist klar: Fritz Bagel war‘s. Ein Mann im Rollstuhl, der von sich nüchtern sagt: „Ich bin am Ende meiner Tage.“ Und: „Dass ich dazu beitragen konnte, dass dieses herausragende Werk der Zero-Kunst von Heinz Mack aus den sechziger Jahren in Deutschland bleibt und in meiner Heimatstadt im Kunstpalast der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann, erfüllt mich mit Freude. Meine Familie und ich sind seit Jahren mit Heinz Mack befreundet und nach wie vor von seiner Licht und Dunkel, Statik und Dynamik verbindenden Kunst fasziniert. Ich wünsche mir sehr, dass die Besucher des Kunstpalastes diese Faszination teilen.“

Zero-Kunst

Artig verbeugten sich Oberbürgermeister Thomas Geisel und Kunstdezernent Hans-Georg Lohe. Geisel sagte: „Ich danke Fritz Bagel herzlich für diesen spektakulären Zuwachs zu der im Kunstpalast bereits auf hohem Niveau gesammelten Zero-Kunst. Und vor allem dafür, dass durch diese großzügige Gabe das Werk einem breiten Publikum zugänglich gemacht wird.“

Fotos: Kunstpalast, Anne Orthen und Stefan Arendt

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