Der NHL Hockey Day feiert Deutschland-Premiere in Düsseldorf

Die Saison für die Eishockey-Spieler der DEG endete früh. Der EV Landshut gewann zwei Spiele in den Pre-Playoffs der zweiten Bundesliga und schickte die DEG-Akteure am Freitag (13.3.) in den frühen Sommer-Urlaub. Und doch wurde das pfeilschnelle Spiel auf dem gefrorenen Untergrund in der Innenstadt gefeiert. Allerdings war die DEG auf dem Gustaf-Gründgens-Platz nicht Gastgeber, sondern lediglich Teil des Programms.

Trotz Regenwetter war das Interesse der Besucher*innen groß
Die beste Eishockey-Liga der Welt, die nord-amerikanische National Hockey League, hatte zum ersten NHL Hockey Day in Deutschland geladen und auch die heimischen Protagonisten dazu eingeladen. So waren die beiden aktuellen DEG-Geschäftsführer Rick Amann, viermal Deutscher Meister in den 1990er Jahren, und Andreas Niederberger, fünfmal Deutscher Meister, Gäste bei der Talkrunde auf dem Podium im riesigen Veranstaltungszelt.

(v.l.) Rick Amann, Andreas Niederberger und Christian Ehrhoff beim NHL Hockey Day-Talk
Sie erzählten von der gerade vergangenen Saison, von ihrer eigenen aktiven Zeit und bewiesen ihre Eishockey-Expertise. Talk-Moderator Michael Leopold fragte: „Wer war der erste deutsche Spieler in der National Hockey League?“ Amann wusste es: „Udo Kießling, 1982.“ Kießling, der 1979 bis 1982 für die DEG auflief, damit keine gleichzeitige Vereinszugehörigkeit mit Amann und Niederberger besitzt, spielte einmal für die Minnesota North Stars. Trotz eines Vertragsangebots des damaligen NHL-Clubs blieb Kießling dem deutschen Eishockey treu.

Eishockey konnte in den verschiedensten Varianten ausprobiert werden
Die deutschen Legenden wie Amann, Niederberger, Olympia-Silbermedaillengewinner 2018 Christian Ehrhoff sowie der sechsmalige Weltmeisterschaftsteilnehmer Christoph Schubert, die die Talkrunde bildeten, standen allerdings nicht im Zentrum des NHL Hockey Days. „Es geht uns in erster Linie ums Eishockey und nicht um die NHL. Wir möchten allen Menschen den Kontakt zum Eishockey ermöglichen. Deshalb haben wir alle Angebote beim NHL Hockey Day kostenlos gestaltet“, erklärte NHL- Vice-President International Operations Marc Black.

Marc Black, NHL- Vice-President International Operations
„Das deutsche Eishockey hat viel Potential. Einmal sportlich, wie man aktuell an der Vielzahl deutscher Spieler in den NHL-Vereinen sieht. Von denen zählen so einige zu den Top-Stars. Und auch das Fan-Potenzial ist lange nicht ausgeschöpft. Wir sehen noch so einige Möglichkeiten für die NHL in Deutschland.“

Der Nachwuchs griff ebenfalls zum Schläger
Auch für den Nachwuchs, denn nahezu alle der 20 verschiedenen Angebote konnten auch von Kindern durchgeführt werden. „Dabei nehmen wir auch die Mädchen in den Blick. Bei unseren Schulprogrammen, die wir auch in Düsseldorf mit 500 Schulkindern veranstaltet haben, sagen wir allen: ‘Dream Big’“, betonte Black. „In Nordamerika gibt es nicht nur die NHL, sondern auch die Professional Women’s Hockey League.“ Die Nordamerikaner wollen nicht nur neue Fans gewinnen, sondern auch neue Spieler*innen rekrutieren. „Wir wollen, dass Eishockey auch außerhalb der Fan-Szenen wahrgenommen wird. Die Clubs in der unmittelbaren Gegend sollen davon profitieren“, so Black. „Wir schauen erst in fünf oder zehn Jahren, was das alles für die NHL gebracht hat.“

Auch den Original-Stanley Cup (Trophäe für den Meister der NHL) gab es zu bewundern
Um das einmal geweckte Interesse am Eishockey zu festigen, werden am 18. und 20. Dezember die beiden NHL-Teams der Ottawa Senators und der Chicago Blackhawks zwei reguläre NHL-Spiele im PSD Bank Dome austragen.