Demonstration am Samstag in Düsseldorf: „Kein Schritt zurück! Gegen AfD und rechte Hetze!“

Seit Januar 2026 finden in Düsseldorf an jedem zweiten Samstag im Monat die Prüf!-Demonstration statt. Die „Prüf!“-Initiative wurde von Menschen aus der Kulturbranche gegründet und setzt sich dafür ein, dass sich die Länder in formalen Beschlüssen für eine ordentliche Prüfung der Rechtsstaatlichkeit der AfD aussprechen und der Bundesrat aktiv für ein Prüfverfahren beim Bundesverfassungsgericht stimmt.
Für Samstag (12.9.) steht die nächste Prüf!-Demo an, doch die Wahlergebnisse ist Sachsen-Anhalt geben dem Thema verstärkte Brisanz. Deshalb haben sich „Düsseldorf stellte sich quer“ und der „Düsseldorfer Appel“ mit Prüf! zusammengetan und rufen gemeinsam zur Teilnahme an der Demo unter dem Motto „Kein Schritt zurück! Gegen AfD und rechte Hetze!“ auf. Start ist um 14 Uhr im Bereich des Immermannhofs/DGB-Haus. Von dort zieht die Demo durch die Stadt bis zum Rheinpark Golzheim. Dort wird eine Bühne aufgebaut und bei der folgenden Kundegebung gibt es nicht nur Redebeiträge, sondern auch viel Musik.

Christine Brinkmann (Prüf NRW), Oliver Ongaro (Düsseldorf stellt sich quer) und Heinrich Fucks (Düsseldorfer Appell) hoffen auf die Beteiligung vieler Bürger*innen, um ein deutliches Zeichen für Demokratie zu setzen.
Bei den Prüf!-Demos nehmen in Düsseldorf im Durchschnitt 2000 Menschen teil. Für Samstag wünschen sich alle eine deutliche höhere Beteiligung. Die Organisator*innen haben bei der Polizei 10.000 Teilnehmer*innen angemeldet. Das hohe Wahlergebnis für die extrem rechte Partei AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt ist alarmierend. Und auch bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin am 20. September erwartet die AfD für sich gute Ergebnisse, will im Meck-Pomm auch stärkste Partei werden. Umso wichtiger sei es deutlich zu machen, dass die breite demokratische Bürgerschaft immer noch deutlich in der Überzahl ist, appellieren die Demo-Veranstalter*innen.
„Wir stehen ein für eine offene, solidarische Gesellschaft, in der alle Menschen sicher und frei leben können. Wir stehen solidarisch an der Seite der Menschen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, die die Demokratie vor Ort verteidigen und wir lassen nicht zu, dass Hass, Spaltung und rechtsextreme Ideologien die Oberhand gewinnen“, erklärt Christine Brinkmann.

Die Teilnehmer*innen der Prüf-Demos kommen aus ganz NRW, Foto: Dirk Schmidt
„Die AfD ist gefährlich. Sie plant den schrittweisen Umbau der Institutionen des demokratischen Staates. Gleichzeitig müssen wir mit mehr Straßengewalt durch Neonazis und Wutbürgern auf missliebige Gruppen rechnen“, betont Oliver Ongaro.
Heinrich Fucks: „Wichtig ist, dass wir mit allen Bündnispartnern auf die Straße gehen und ein deutliches Signal setzen. Auch wenn wir Unterschiede in der Handhabung haben, trennt uns das auf keinen Fall. Es gehören alle gleichberechtigt dazu“.
Im Düsseldorfer Appel sind fünf Ratsfraktionen der Stadt Düsseldorf, die Evangelische und Katholische Kirche in Düsseldorf sowie die Jüdische Gemeinde, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die AWO Düsseldorf sowie der Jugendring Düsseldorf Mitglieder. Sie alle werben für die Teilnahme an der Demonstration.

Kreative Menschen handarbeiten bereits für Samstag
Demo-Start ist am Samstag (12.9.) am DGB-Haus, Ziel sind die Rheinwiesen in Golzheim.