Düsseldorf: Fünfter bundesweiter Warntag am Donnerstag ab 11 Uhr

Am Donnerstag (10.9.) heulen ab 11 Uhr in ganz Deutschland die Sirenen zur Probe. Es ist der sechste bundesweite Warntag. Dabei überprüft die Feuerwehr Düsseldorf die Warneinrichtungen in der Landeshauptstadt und wird die Wahrnehmung der Sirenen zum ersten Mal mit einem Onlinetools aufnehmen.
Start ist um 11 Uhr, dann wird über das modulare Warnsystem (MoWaS) durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die Warnung ausgelöst. Parallel informieren Stadt und Feuerwehr auf den Facebook- und X-Kanälen, die Warn-App NINA wird ausgelöst sowie digitale Anzeigetafeln, Cell Broadcast und die Warnmultiplikatoren, wie beispielsweise Rundfunkanstalten, aktiviert. Die Feuerwehr bittet darum, die Notrufnummer 112 nur für das Anzeigen von tatsächlichen Notfällen und nicht für Nachfragen zum Sirenenprobealarm zu nutzen. Für Rückfragen dazu wird das Gefahrentelefon der Stadt Düsseldorf besetzt, das in der Zeit von 10.45 Uhr bis 12 Uhr unter der Rufnummer 0211-3889889 erreichbar ist.
Ablauf des Probealarms
Beginnen wird der Probealarm um 11 Uhr mit dem Signal “Entwarnung”. Hierzu wird ein Dauerton von einer Minute ertönen. Das bedeutet, dass die Gefahr vorüber ist. Fünf Minuten später erfolgt das Sirenensignal “Warnung”, welches durch einen auf- und abschwellenden Ton von etwa einer Minute Dauer zu erkennen ist. Mit dem Warnsignal verbunden ist die Aufforderung Ruhe zu bewahren und sich über das Radio (WDR 2 und Antenne Düsseldorf), Fernsehen, Internet und auf den sozialen Medien von Stadt und Feuerwehr zu informieren. Zum Abschluss des Probealarms ertönt gegen 11.12 Uhr erneut das Signal “Entwarnung”.
Verhaltensweise bei Sirenenalarm
- Ruhe bewahren!
- Informieren Sie sich kontinuierlich über Radio, Fernsehen, Internet und auf den sozialen Netzwerken von Stadt und Feuerwehr sowie über das Gefahrentelefon – hier erhalten Sie konkrete Handlungsempfehlungen.
- Informieren Sie, falls nötig, Ihre Familie, Freunde und Nachbarn.
- Notrufe (112 oder 110) nicht blockieren! Nur im Notfall anrufen.
- Mehr Informationen gibt es am Gefahrentelefon 0211-3889889 und auf den Facebook-Seiten der Landeshauptstadt und der Feuerwehr
“Im Ernstfall kommt es darauf an, möglichst alle Menschen zu erreichen. Deshalb setzen wir bewusst auf eine Kombination verschiedener Warnmittel”, erläutert David von der Lieth, Leiter der Feuerwehr Düsseldorf. “Durch die regelmäßigen Tests überprüfen wir deren zuverlässige Funktionsfähigkeit und tragen gleichzeitig dazu bei, die Bevölkerung für das richtige Verhalten im Ereignisfall zu sensibilisieren.”
Wahrnehmung der Sirenen
Bei der Überprüfung zur Effektivität der Warnmittel ist die Feuerwehr Düsseldorf auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen. “Die Rückmeldungen der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sind für uns von großer Bedeutung”, betont Alexander Vieten, Pressesprecher der Feuerwehr Düsseldorf. “Sie geben uns wertvolle Hinweise darauf, wie unsere Warnmittel in der Praxis wahrgenommen werden und unterstützen uns dabei, unsere Warnstrategie kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern.”
Rückmeldungen können über die Social-Media-Kanäle der Stadt und der Feuerwehr Düsseldorf gegeben werden. Darüber hinaus ist an diesem Tag das Gefahrentelefon unter der Rufnummer 0211-3889889 von 10.45 bis 12 Uhr besetzt. Besonders hilfreich ist dabei eine möglichst präzise Angabe des eigenen Standortes sowie die Information, ob die Sirene im Gebäude oder außerhalb wahrgenommen wurde. Die Feuerwehr bittet darum, die Notrufnummer 112 nur für das Anzeigen von tatsächlichen Notfällen und nicht für Nachfragen zum Probealarm der Sirenen zu nutzen.
Warnmittelmix
Das bestehende Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) wird kontinuierlich um Warnmittel erweitert. Eine gute und schnelle Warnung der Bevölkerung kann nur mit mehreren verschiedenen Warnmedien erfolgen, sodass schnell viele Menschen erreicht werden. “Das Thema ‘Warnung’ muss bei den Menschen präsenter sein”, sagt der Leiter der Feuerwehr Düsseldorf, David von der Lieth. “Nur wer die Bedeutung der einzelnen Warnmedien kennt, die entsprechende Verhaltensregeln beachtet und im Ernstfall besonnen reagiert, kann sich und seine Mitmenschen schützen.”
Seit Februar 2023 ergänzt das System Cell Broadcast den Warnmittelmix und wird auch in diesem Jahr zusammen mit der Warn-App NINA zentral vom Bund ausgelöst. Technisch wird das System über das modulare Warnsystem (MoWaS) angesteuert und ergänzt dadurch die bereits bestehenden Warnkanäle. Das BBK informiert hier über die technischen Voraussetzungen für den Empfang von Cell Broadcast.
Nachdem im September 2020 beim ersten bundesweiten Warntag erstmalig die 680 digitalen Anzeigetafeln der Rheinbahn an den Haltestellen sowie die städtischen Verkehrsinformationstafeln des Amtes für Verkehrsmanagement mit Hinweisen zum Sirenenprobealarm bespielt wurden, werden beide Partner auch dieses Mal wieder mit dabei sein. Ab dem Morgen des 10. Septembers werden die Tafeln mit Hinweisen zum Warntag gespickt. Zudem erfolgt in der Warnphase des Probealarms die Information, dass keine Gefahr für die Bevölkerung besteht. Somit werden nicht nur die Düsseldorfer*innen, die im öffentlichen Personennahverkehr unterwegs sind, auf dem Laufenden gehalten, sondern auch die Pendler*innen, die über die verschiedenen Verkehrswege in die Landeshauptstadt morgens mit dem Pkw einfahren.
Die Feuerwehr Düsseldorf nutzt das modulare Warnsystem mit der angeschlossenen Warn-App NINA vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bereits seit elf Jahren. Damit wird die Bevölkerung nicht nur über bevorstehende Gefahren mit einer sogenannten Push-Benachrichtigung informiert, sondern es werden wichtige Handlungsempfehlungen und allgemeine Notfalltipps herausgegeben. Die Warn-App ist kostenlos für Android und IOS erhältlich.