Düsseldorf Lierenfeld: Lager von Fahrraddieben mit Hilfe von GPS-Sender ausgehoben

In der Polizeiwache Wersten meldete sich am Sonntag (26.4.) um 20:40 Uhr ein Mann, dessen Fahrrad gestohlen worden war. Da das Rad mit einem GPS-Tracker versehen war, hatte er die Ortung aktiviert und es in Lierenfeld am Kempgensweg ausgemacht.
Einsatzkräfte der Polizei rückten zu besagten Adresse aus. Da das Signal keinen exakten Standpunkt übermittelte, gingen die Beamten zuerst auf den öffentlich zugänglichen Hinterhof des Gebäudes. Dort entdeckten sie mehrere Fahrräder, die zum Teil gemeinsam mit einem Schloss gesichert waren. Bei einer ersten Überprüfung der zum Teil kodierten Räder kam heraus, dass einige als gestohlen gemeldet waren. Der Verdacht lag daher nah, dass alle Räder möglicherweise aus Diebstählen stammten.
Das Fahrrad des Mannes, der die Polizei gerufen hatte, war nicht dabei. Da der GPS-Sender seines Rades zweifelsfrei in dem Haus am Kempgensweg funkte, löste er den akustischen Alarm des Trackers aus. Der Signalton schien aus einer Wohnung im Erdgeschoss zu kommen. Auf Klingeln und Klopfen reagierte niemand, obwohl sich offenbar dort jemand aufhielt.
Die Polizeibeamten beantragten kurzfristig bei der Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss und verschafften sich Zutritt zur Wohnung. Diese erwies sich als reinstes Warenlager. Bereits im Wohnungsflur standen Fahrräder und lag Fahrradzubehör – insgesamt zehn Räder in der gesamten Wohnung.
Im Gäste-WC war der Wasserhahn voll aufgedreht, damit wollte man das Signal-Geräusch des Trackers überdecken. Den GPS-Sender hatte man versucht mit Alufolie und Blechen abzuschirmen.
Die Polizei traf in der Wohnung zwei Tatverdächtige an, einen 52-jährigen Mann und eine 22-jährige Frau. Gegen sie wurde eine Strafanzeige wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Diebstahls von Fahrrädern gefertigt.