Düsseldorf soll beim Kirchentag 2027 zur Du-Stadt werden

Dass der Kirchentag 2027 in Düsseldorf eine Veranstaltung für alle werden soll, machten die Generalsekretärin Kristin Jahn, Präses Thorsten Latzel und Kirchentagspräsident Torsten Zugehör am Mittwoch (22.4.) deutlich. Nachdem sie bereits beim Rosenmontagszug in Düsseldorf Bürgernähe zeigten, hatten sie sich auch einen besonderen Ort für die Präsentation des Kampagnenmotivs ausgesucht: das Fortuna-Büdchen und die Frühlingskirmes am Rheinufer.
Gemeinsam präsentierten Stadt, Landeskirche und Kirchentag das Konzept des Kirchentags mit der Losung „Du bist kostbar“ (Jes 43,4), die ab sofort in Düsseldorf, online und an vielen weiteren Orten sichtbar sein wird. Sie soll dazu einladen den Kirchentag als Ort der Begegnung, des Dialogs und der Gemeinschaft zu erleben.
Im Mittelpunkt der Kampagne steht das „Du“, quasi die rheinische Antwort auf die Losung, wie Benjamin Arndt, Geschäftsführer der Agentur Arndtteunissen, betont. Im Rheinland begegne man sich auf Augenhöhe, direkt und ohne Umschweife, und genau diese Nahbarkeit habe man gestalterisch übersetzen wollen. In verschiedensten Varianten und so vielfältig wie die Gäste des Kirchentages wird das „Du“ im Stadtbild auftauchen.
„Der Kirchentag baut Brücken – zwischen Generationen, Meinungen und Lebenswelten. Und er bringt Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie begegnen würden. Genau dazu lädt auch unsere Kampagne ein: Sie spricht den anderen direkt an und lädt ein, den ersten Schritt zu machen. Aus einem Gegenüber wird ein Miteinander. So entsteht eine starke Gemeinschaft, die sich für demokratische Werte einsetzt – nicht abstrakt, sondern ganz konkret von Mensch zu Mensch,“ erklärt Kirchentagspräsident Torsten Zugehör.
Präses Thorsten Latzel unterstreicht die christliche Dimension der Losung: „‚Du bist kostbar‘ ist ein Zuspruch Gottes, der jedem Menschen unverlierbare Würde und Wert verleiht. Das prägt den Glauben und die Haltung zueinander: Ich sehe dich, nehm‘ dich ernst, du bist wertvoll für mich. Das ist ein starker Gegenakzent zu einer Zeit, in der oft vor allem über andere geredet wird. Der Kirchentag lädt dazu ein, das DU großzuschreiben – Düsseldorf wird DU-Dorf – und die Würde der anderen neu zu sehen. Dazu braucht es echte Gespräche, Begegnung, Offenheit – alles, was der Kirchentag beispielhaft bietet.“
„Der Kirchentag ist ein Ort des Gesprächs – und das beginnt mit dem Mut, den anderen anzusprechen“, sagt Generalsekretärin Kristin Jahn. „Vom Ich zum Du: Der Zuspruch in der Losung öffnet genau diesen Raum, in dem Menschen aufeinander zugehen können – auch über Unterschiede hinweg. Die Losung lädt ein, zuzuhören, zu widersprechen, weiterzudenken. Gerade weil unsere Welt von Krisen und Konflikten geprägt ist, braucht es solche Orte wie den Kirchentag. Orte, an denen nicht die Trennung wächst, sondern die Verbindung.“
Vom 5. bis zum 9. Mai 2027 findet der Kirchentag in Düsseldorf statt. Es ist die 40. Auflage und ein Jahr vor dem Beginn ist auch die regionale Geschäftsstelle des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Düsseldorf eröffnet worden. Sie ist die zentrale Anlaufstelle vor Ort für Planung, Koordination und Kommunikation rund um den Kirchentag. Das Team arbeitet eng mit den landeskirchlichen Mitarbeitenden, dem Präsidialbüro sowie dem Kirchenkreis Düsseldorf zusammen.