Düsseldorf: Aaron Malinsky mit Martin-Buber-Plakette geehrt

Am Freitag (5.6.) war ein ganz besonderer Tag für Aaron Malinsky, dem Kantor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Denn er hatte eine Einladung nach Kerkrade zum Internationalen Festivals des Dialogs EURIADE. Dort war er nicht nur Gast, sondern Programmpunkt. Die Stichting Euriade, ein niederländischer Verein, verlieh die Martin-Buber-Plakette für besondere Verdienste um die Menschlichkeit und um den Einsatz für Miteinander und Dialog.
Die Verleihung fand zum 25. Mal statt und es wurden gleich drei Persönlichkeiten ausgezeichnet:
- der Kantor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Aaron Malinsky
- den Imam und Religionswissenschaftler Mustafa Cimşit aus Ingelheim
- den OSB em. Abt der Abtei Sankt Benedictusberg in Vaals, Dom Adriaan J.M. Lenglet
Die Laudatio für die drei Vertreter der Weltreligionen hielt Femke Halsema, Oberbürgermeisterin der Stadt Amsterdam. Zur Ehrung hatte Aaron Malinsky treue Wegbegleiter an seiner Seite: Düsseldorfs Bürgermeister Josef Hinkel, Redouan Aoulad-Ali vom Rat der Religionen, Dr. Peter Krawczack als Leiter des Maxhauses und den Düsseldorfer Antisemitismusbeauftragten Wolfgang Rolshoven.
Die Martin-Buber-Plakette
Die Plakette geht zurück auf den Philosophen Martin Buber (1878-1965). Er setzte sich für die Denkweise ein, dass man versucht, im Umgang und im Gespräch miteinander den jeweils anderen wirklich wahrzunehmen, ihm zuzuhören, und ihm Worte und Antworten „schenkt“. Während der EURIADE wird die Martin Buber-Plakette an Persönlichkeiten verliehen, die in dieser dialogisch-verantwortungsvollen Weise dem jeweils anderen begegnen, ihm zuhörend entgegentreten und helfen. Zu den bisherigen Geehrten gehören beispielsweise Armin Laschet, Almaz Böhm, Iris Berben, Auma Obama, Königin Silvia von Schweden, Hans-Dietrich Genscher, Peter Maffay, Michael Gorbatschow, Klaus Maria Brandauer, Herman van Veen, Karlheinz Böhm, Dr. Richard von Weizsäcker und Helmut Schmidt.