Düsseldorf: Horst Eckert präsentiert seinen neuesten Thriller „Die Praktikantin“

Es war die Premierenlesung, die Horst Eckert am Mittwochabend (11.3.) in der Thalia-Buchhandlung an der Kö hielt. Frisch gedruckt lagen zahlreiche Expemplare seines neuesten Werks für die über 100 Gäste bereit. Moderiert wurde die Lesung von Literaturkritiker Mike Altwicker und musikalisch begleitet von Donja Djember mit ihrem Cello.

Die Praktikantin, 484 Seiten, Heyne Verlag, ISBN 978-3-453-44325-9, Paperback, 17 Euro
Der Abend war weit mehr als eine reine Lesung. Denn Altwicker verstand es hervorragend im Gespräch mit Eckert nicht nur grobe Züge des Inhalts der „Praktikantin“ vorzustellen, sondern dem Autor auch Ansichten und Ansätze zu entlocken.
Mutter Eckert war extra zur Lesung aus Bayern angereist und seine Ehefrau war zwar verhindert, aber die Besucher*innen erfuhren, dass sie das Cover zum Buch entworfen hat. Seit 31 Jahren schreibt Horst Eckert Krimis und er ist fleißig, denn „Die Praktikantin“ ist bereits der 21. Roman.

(v.l.) Mike Altwicker, Horst Eckert und Donja Djember bei der Lesung
Waren es in der Vergangenheit die Fälle der Protagonisten Vincent Che Veih und Melia Khalid von der Polizei, ist es diesmal Carla Bergmann, eine Praktikantin bei einer Düsseldorfer Lokalzeitung, die eher zufällig auf Ungereimtheiten in einem Polizeibericht stößt. Den Journalismus hat Eckert, der seine Karriere als Journalist begann, als reizvolles Thema gewählt. Denn durch den ökonomischen Druck der Verleger und die KI verändere sich die Arbeit in den Redaktionen, was Praktikantin Bergmann als junge Frau mit vielen Idealen erkennen muss.
Die Praktikantin recherchiert und entdeckt, dass hinter dem Einbruch bei regimekritischen Exilrussen offenbar der russische Geheimdienst steckt. Die deutschen Behörden versuchen dies zu vertuschen. Dann wird ein Informant vor Carlas Augen ermordet und auch Vincent und Melia treten in Aktion. Unterstützung bekommt Carla von Jan Koller, dem Hauptstadtkorrespondenten der Morgenpost. Die Spuren führen nach Kiew. Ein deutscher Rüstungskonzern spielt eine Rolle und dann geraten auch Carla und Jan in Lebensgefahr …
Große Teile des Buchs spielen in Düsseldorf und viele heimische Leser*innen können sich die Orte gut vorstellen. Erneut faszinierend ist, wie Eckert es versteht, aktuelle Begebenheiten in seine Story einfließen zu lassen. Dabei versteht er es, die Realität mit seinen Phantasien so zu verschmelzen, so dass man sich fragt „ist es wirklich so gewesen?“.

Viele nutzten die Gelegenheit und ließen sich ein Expemplar von Horst Eckert signieren
Moderator Mike Altwicker prophezeit, dass das Buch so spannend ist, dass man es nicht mehr weglegt. Hat man es dann zu Ende gelesen, will man sofort mehr. Und Horst Eckert verspricht, dass es mit Carla Bergmann eine Fortsetzung geben wird – aber frühestens im nächsten Jahr.