Ddorf-Aktuell – Internetzeitung Düsseldorf

Hauptmenü

  • Düsseldorf
    • Aktuelles
    • Blaulicht
    • Verkehr
    • Karneval
    • Schützen
  • Service
    • Gesundheit
    • Events
    • Termine
    • Shopping
    • Essen & Trinken
    • Motor
    • Reise
  • Politik
    • Stadtrat
    • Stadtteile
    • Parteien
    • Bauen & Wohnen
  • Wirtschaft
    • Unternehmen
    • Gewerkschaften
    • Verbände
    • Messen
    • Karriere
    • Bildung
  • Kultur
    • Kunstfakten
    • Kunstkritik
    • Theater
    • Film
    • Musik
    • Literatur
    • Malerei
    • Fotografie
    • Tanz
    • Ausstellungen
  • Sport
    • Tischtennis
    • Eishockey
    • Fußball
    • Laufen
    • Basketball
    • Handball
    • Football
    • Lokalsport
  • Am Rand(e) notiert

logo

Ddorf-Aktuell – Internetzeitung Düsseldorf

  • Düsseldorf
    • Aktuelles
    • Blaulicht
    • Verkehr
    • Karneval
    • Schützen
  • Service
    • Gesundheit
    • Events
    • Termine
    • Shopping
    • Essen & Trinken
    • Motor
    • Reise
  • Politik
    • Stadtrat
    • Stadtteile
    • Parteien
    • Bauen & Wohnen
  • Wirtschaft
    • Unternehmen
    • Gewerkschaften
    • Verbände
    • Messen
    • Karriere
    • Bildung
  • Kultur
    • Kunstfakten
    • Kunstkritik
    • Theater
    • Film
    • Musik
    • Literatur
    • Malerei
    • Fotografie
    • Tanz
    • Ausstellungen
  • Sport
    • Tischtennis
    • Eishockey
    • Fußball
    • Laufen
    • Basketball
    • Handball
    • Football
    • Lokalsport
  • Am Rand(e) notiert
  • Düsseldorf: „Gen Z“ mobilisiert rund 2500 Demonstrierende, die friedlich ihre Forderungen verdeutlichten

  • Düsseldorf: Martinszüge 2026 in den Stadtteilen

  • Düsseldorf: Protest gegen Entmietung und Gruselinvestoren am Freitagabend

  • Düsseldorf: Nordfriedhof an Allerheiligen im Kerzenschein

  • Digitale Karte zeigt Orte ehrenamtlichen Engagements in Düsseldorf

DüsseldorfAktuellesKulturTop News
Home›Düsseldorf›Kunst bis zuletzt: Günther Uecker stirbt mit 95 Jahren in Düsseldorf

Kunst bis zuletzt: Günther Uecker stirbt mit 95 Jahren in Düsseldorf

Von Birgit Koelgen
11. Juni 2025
Teilen:
Günther Uecker starb am 10. Juni 2025 in Düsseldorf, Foto: biko

Wer diesen vitalen, strahlenden Künstler erlebt hat, kann es kaum glauben. Die Kraft des Günther Uecker kam aus dem Grauen. 1930 an der pommerschen Ostseeküste geboren, erlebte er am Ende des Zweiten Weltkriegs entsetzliche Dinge. Er musste mit anderen Jungen die angeschwemmten Leichen des versenkten Flüchtlingsschiffs „Cap Arcona“ verscharren. Durch beherzte Entscheidungen und künstlerische Handlungen verwandelte er die Traumata in ein Lebenswerk, das ihn weltberühmt machte. Der Nagel war so etwas wie Ueckers Wahrzeichen, aber keineswegs seine einzige Idee. Gerade hat er noch an Aquarellen gearbeitet, jetzt ist er mit 95 Jahren in seiner Wahlheimat Düsseldorf gestorben.

Er war durchsichtig geworden in letzter Zeit. Das Alter setzte ihm zu. Aber davon ließ er sich nicht abhalten, aufzustehen und selbst für sich und die Kunst zu sprechen, zum Beispiel, als er letztes Jahr im Goethe-Museum die blauen Lichtbögen vorstellte, die er für die Fenster des Schweriner Doms entworfen hatte. Die gestischen Bögen sah er als „einen Augenblick der Gefühlsverdichtung“, als einen „Schrei“ angesichts der anhaltenden „Gefährdung des Menschen durch den Menschen“.

Er war selbst der beste Redner für seine Kunst: Günther Uecker 2024 bei einer Pressekonferenz im Goethe-Museum. Foto: bikö

Rettende Nägel

Das hatte er schon früh zu spüren bekommen, als der Krieg die Ostseeinsel Wustrow erreichte. Günther Uecker war 14, der Vater fern, da kamen die Russen und ließen ihre ganze Wut an den Frauen aus. Viele sollen damals aus Angst ins Wasser gegangen sein. Der Junge schloss sich mit der Mutter, den Schwestern und Kindern von der Insel im Haus ein und nagelte Türen und Fenster von innen mit Holzplatten und Brettern zu – während die Rotarmisten von außen mit Balken dagegen schlugen. Die Festung hielt. „Ich war sehr stolz“, verriet er später in einem Interview.

Nägel zur Rettung, Nägel in der Kunst. Zehn Jahre später, 1955, probierte Uecker das zum ersten Mal aus. Nicht als Kunststudent in der aufstrebenden DDR, wo der Hurra-Realismus verlangt wurde, sondern als armer Schlucker im Westen. Nach Düsseldorf war er geflohen, weil er bei Otto Pankok lernen wollte, dem alten Expressionisten, der so viel vom Schmerz verstand. Doch das Figurative war nichts für Uecker, der zitierte, was Majakowski schrieb: „Die Poesie wird mit dem Hammer gemacht.“

Versuch mit Zero

Und er schwang den Hammer, setzte Nagel an Nagel, energisch und sorgfältig. Seine Reliefs, heute in aller Welt gefeiert, konnten wie Wind in einem Kornfeld aussehen, wie ein Wirbel, wie ein Sog. Ein kraftvolles Zeichen. Es war, als hätte die Zeit darauf gewartet. Berühmt-berüchtigt wurde Uecker, als er seine Nägel 1964 bei einer Vernissage in ein Klavier schlug. Im selben Jahr reüssierte er bei der Documenta III, wo er und seine Kollegen Heinz Mack und Otto Piene den legendären Zero-Raum mit beweglichen weiß-silbernen Objekten einrichteten. Das war allerdings schon der Abgesang für die legendäre Clique, der sich Uecker 1958 angeschlossen hatte: „Zero ist die Stille. Zero ist der Anfang.“

Mack, Piene, Uecker blieben einander verbunden, gründeten 2008 die Zero-Foundation. Aber jeder machte ab den 1960er-Jahren sein eigenes Ding. Während Mack den Sternenglanz feierte und Piene mit Feuer und Luft experimentierte, blieb Uecker bei seinen Nägeln. Er arbeitete jedoch auch mit Schnüren und Asche, Holz und Sand, schuf Schriftbilder und zarte Aquarelle. Die Spuren der Nägel blieben immer da. Man sieht sie als Prägedruck, wie sie ihre Schatten werfen im Weiß des Papiers.

Auch “geschriebene Bilder” gehörten zu Ueckers Lebenswerk. In der Corona-Zeit präsentierte er im Goethe-Museum poetische Arbeiten zu Goethe und dem altpersischen Dichter Hafis. Foto: bikö

Auf der Suche

Bei allem ging es Uecker um das Leiden, das Ringen um Frieden und um eine Harmonie, die der Künstler dem ewigen Scheitern der Menschheit entgegensetzte. 1988 entstand ein Steinmal für das KZ Buchenwald, 1999 gestaltete Uecker den Andachtsraum des neuen Berliner Reichstags. In der Schweiz und auf Wustrow hatte er Refugien. Doch die meiste Zeit lebte er mit seiner Frau Christine und Sohn Jacob in Düsseldorf, wo er von 1974 bis 1995 Professor an der Akademie war. Und für jeden Spaß zu haben. Mit seiner Klasse zeigte er Kunst im winzigen Oberkasseler Friseursalon von Hans Georg Ruckes. Für die Lokalredaktion der NRZ malte er Ostereier an.

Günther Uecker genoss die rheinisch-lockere Lebensart, solange er mit tiefem Ernst seiner Kunst folgen konnte. Dass er im hohen Alter noch die Glasfenster für den Schweriner Dom verwirklichen konnte, war für ihn eine Suche nach Gottesnähe. In Blau, denn: „Wir stürzen uns in den Himmel.“

StichworteGünther UeckerNachruf
Vorheriger Artikel

Düsseldorf Stadtmitte: Brutaler Überfall auf Restaurantmitarbeiter

Nächster Artikel

Düsseldorf Königsallee: Zigarren im Wert von 60.000 ...

0
Anteile
  • 0
  • 0
  • 0

  • Neueste Beiträge

  • Düsseldorf: „Gen Z“ mobilisiert rund 2500 Demonstrierende, die friedlich ihre Forderungen verdeutlichten

    Von Ute Neubauer
    31. Oktober 2026
  • Düsseldorf: Martinszüge 2026 in den Stadtteilen

    Von Ute Neubauer
    31. Oktober 2026
  • Düsseldorf: Protest gegen Entmietung und Gruselinvestoren am Freitagabend

    Von Ute Neubauer
    31. Oktober 2026
  • Düsseldorf: Nordfriedhof an Allerheiligen im Kerzenschein

    Von Ute Neubauer
    31. Oktober 2026
  • Digitale Karte zeigt Orte ehrenamtlichen Engagements in Düsseldorf

    Von Ute Neubauer
    31. Oktober 2026
  • Fortuna Düsseldorf gibt Aufsteiger SV Meppen einen Punkt ab: 0:0 im Heimspiel

    Von Anne Vogel
    30. Oktober 2026
  • Düsseldorf: Vorbereitungen für Demos und Halloween laufen

    Von Ute Neubauer
    30. Oktober 2026
  • Leidenschaftlich denken: Ruth Noack und die Düsseldorfer Akademie

    Von Birgit Koelgen
    30. Oktober 2026

Textanzeige

  • ServiceAnzeigenReise

    Düsseldorf zu Fuß entdecken, mit Rätseln statt Reiseführer

    Wer Düsseldorf kennt, geht meist dieselben Wege: Altstadt, Rheinuferpromenade oder Kö. Die kostenlose App CuriFox macht aus dem nächsten Spaziergang ein Spiel. Man tippt auf der Karte einen Start und ...
  • ServiceAnzeigenGesundheit

    Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungen im Alltag?

    Vitaminpräparate, Mineralstoffkapseln und Proteinpulver füllen mittlerweile ganze Supermarktregale, wobei die Auswahl so groß geworden ist, dass Kunden oft den Überblick verlieren und zwischen zahllosen bunten Verpackungen kaum noch eine bewusste ...
  • WirtschaftAnzeigenUnternehmen

    Lokale Suche in Düsseldorf: Wie Betriebe in ihrem Viertel sichtbar bleiben

    Die Frage nach dem nächsten Elektriker, der Steuerberatung in Bilk oder dem Blumenladen mit Sonntagsöffnung wird selten am Schreibtisch gestellt. Sie entsteht unterwegs, am Handy, häufig innerhalb weniger Minuten vor ...
  • DüsseldorfAnzeigenKarneval

    Karneval und Rosenmontag: Warum die Traditionen in Düsseldorf bis heute lebendig bleiben

    Mehr als 700.000 Menschen verfolgten laut Angaben des Comitee Düsseldorfer Carneval auch 2026 wieder den Rosenmontagszug in Düsseldorf. Trotz wechselnder Trends, moderner Eventkultur und steigender Sicherheitsanforderungen bleibt der Karneval damit ...
  • ServiceAnzeigenShopping

    Beauty-Innovationen, die den Markt aktuell prägen

    Die Beauty-Branche entwickelt sich rasant. Und neue Kosmetik spielt eine zentrale Rolle bei der Veränderung der Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten. Bereits in den ersten Phasen der Kaufentscheidung achten Käufer ...
  • AnzeigenGesundheitService

    Pflege und Beruf: Wie Arbeitgeber pflegende Angehörige entlasten können (Praxis-Tipps und Anlaufstellen)

    Wenn ein Elternteil stürzt, der Partner nach einer OP plötzlich Hilfe braucht oder eine Demenzdiagnose den Alltag auf den Kopf stellt, geraten viele Berufstätige in ein Dilemma. Termine koordinieren, Pflege ...
Facebook    RSS Feed
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Kontakt
  • Mediadaten
RSS-Feed - 2026 Ddorf-aktuell