Düsseldorf: Nordfriedhof an Allerheiligen im Kerzenschein

Auf Düsseldorfs größten Friedhof lädt das Garten-, Friedhofs- und Forstamt zu Allerheiligen am Sonntag (1.11.) ein. Bereits seit 2014 gehört diese Veranstaltung auf dem Nordfriedhof an Allerheiligen zum festen Programm in der Stadt. Die Lindenallee am Haupteingang des Friedhofs, die Kapelle und ausgewählte Grabmale werden in verschiedenen Farben angestrahlt. Darüber hinaus gibt es ein Veranstaltungsprogramm, bei dem die Besucher*innen den Friedhof als Kulturstätte und Ort der Natur in der Stadt erleben können, das durch private und gewerbliche Spenden unterstützt wird.
Das Programm
Um 13 Uhr beginnt das Programm mit einer ökumenische Andacht mit Orgelkonzert. Unter dem Titel “Hallo und auf Wiedersehen. Frauen in Grenzgängen des Lebens” lädt die Fotografin, Journalistin und Autorin Annika Eliane Krause um 14 Uhr zur Bilderausstellung mit Lesung ein.
Jazz und Pop spielt das Duo Müller (Gesang) und Michalke (Piano) um 16 Uhr.
Grabsegen
An zwei Standorten – am Haupteingang und am östlichen Eingang Ulmenstraße – stehen Seelsorger*innen sowie Ehrenamtliche beider Kirchen für Gespräche bereit. Auf Wunsch begleiten sie Besucher*innen zu einem Grab oder zum Hochkreuz. Dort können Kerzen für Verstorbene aufgestellt werden.
Die ökumenischen Teams bieten außerdem einen „Grabsegen to go“ an: eine Karte mit Gebeten und Anregungen für das persönliche Gedenken am Grab. Wer möchte, erhält ein Fläschchen Weihwasser für eine Gräbersegnung. Auch Informationen zu kirchlichen Angeboten für Trauernde liegen bereit. Am Eingang Ulmenstraße ist zudem „Evie“, das mobile Diakonie- und Kirchencafé der Evangelischen Kirche, mit Kaffee vor Ort. Von 10 bis 17 Uhr stehen am Haupteingang und am Eingang Ulmenstraße Fahrrad-Rikschas bereit, die Menschen mit eingeschränkter Mobilität zu Gräbern oder zur Friedhofskapelle bringen. Das Angebot organisiert die Pfarrei St. Suitbertus.
Aktionen für Kinder
Für Kinder wird in diesem Jahr mit “Der kleine Abschiedsweg” eine neue Aktion angeboten. Statt einer klassischen Kinderführung können Mädchen und Jungen von 13 bis 15 Uhr an den Ständen der Friedhofswerke am Haupteingang selbst aktiv werden und sich mit verschiedenen Aspekten des Abschiednehmens beschäftigen. Dabei kann auf kindgerechte Weise entdeckt werden, was zu einer Beerdigung gehört und wie Menschen Abschied gestalten. An verschiedenen Stationen lernen sie spielerisch die unterschiedlichen Aufgaben von Friedhofsgärtnern, Bestattern, Steinmetzen und der Kirche kennen: Bei den Friedhofsgärtnern gestalten sie eine Blume aus Holz oder einen Holzstecker. Gemeinsam mit den Bestattern wird ein kleiner Sarg angefertigt, bei den Steinmetzen entstehen Namens- und Erinnerungssteine. An der Trostwort-Station der Kirche geht es um Worte, die Menschen in Trauer guttun können. Um 15 Uhr kommen alle Akteure zu einer kleinen symbolischen Beerdigung zusammen.
Illumination und Führungen
Die Illumination des Friedhofs beginnt bei einbrechende Dunkelheit um 17.15 Uhr. Der Eingangsbereich und die Kapelle werden bis 22 Uhr angestrahlt sowie einige Grabmale bis 20.30 Uhr. An ausgewählten Standorten tragen Schüler*innen der Clara-Schumann-Musikschule zum Gelingen der Veranstaltung bei.
Ab 17.30 Uhr starten mehrere Taschenlampenführungen in Gruppen. Die Teilnehmer*innen gehen dabei über den historischen Teil des Friedhofs und erfahren mehr über kunstvoll gestaltete Grabstätten und berühmte Persönlichkeiten. Interessierte werden gebeten eine Taschenlampe mitzubringen. Ebenfalls um 17.30 Uhr gibt es in der Kapelle Raum für Stille und Gebete. Um 19.45 Uhr gibt es zum Abschluss einen musikalischen Ausklang mit Abendsegen.
Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren sich neben dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt die Düsseldorfer Bestatter und Friedhofsgewerbe wie Steinmetze, Gärtnereien und Floristen sowie Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche an Infoständen im Eingangsbereich. Das Informations- und Beratungsangebot rund um Friedhofs- und Bestattungsthemen steht von 11 bis 18 Uhr zur Verfügung.
Anreise
Die Stadt empfiehlt die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da am Haupteingang des Nordfriedhofs nur begrenzte Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen.