Düsseldorf Unterrath – Derendort: Erster Spatenstich für das neue Schwimmbad

Mit dem Spatenstich für den Neubau des Hallenbades in Unterrath, das nun knapp auf Derendorfer Gebiet entsteht, ist das Finale des Düsseldorfer Bäderkonzepts 2020 eingeläutet. Das Konzept entstand bereits im Jahr 2015 noch unter OB Geisel und sah erste Neubauten bis 2020 vor. Bisher wurden bereits erfolgreich die Standorte Rheinbad und Niederheid modernisiert sowie in Flingern (Februar 2020), Oberkassel (Aufgust 2021) und Benrath (September 2023) neue Bäder eröffnet.
Am Freitag (17.7.) nahmen Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Peter Schwabe, als Aufsichtsratsvorsitzender der Bädergesellschaft, Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Christoph Schlupkothen als Geschäftsführer der Bädergesellschaft mbH gemeinsam mit den Bezirksbürgermeisterinnen Birgit Schentek und Annette Klinke die Spaten in die Hände und starteten damit symbolisch den Neubau an der Ulmenstraße/Ecke An der Piwipp.
2028 soll das Bad dann den Schulen, den Vereinen und der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Das moderne Hallenbad erhält ein 25-Meter-Schwimmerbecken mit fünf Bahnen und eine Sprunganlage mit Ein- und Drei-Meter-Plattform, ein separates Lehrschwimm- und Kursbecken mit Hubboden sowie ein Kleinkinderbecken. Als besonderes Highlight für Kinder ist eine fünf Meter hohe Rutsche im Kinderbereich vorgesehen. Darüber hinaus sind ein Whirlpool, ein Dampfbad und eine Infrarotkabine geplant.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Mit dem Spatenstich für das neue Schwimmbad in Unterrath setzen wir ein wichtiges Zeichen für den Sport in Düsseldorf, für die Familienfreundlichkeit unserer Stadt und für die Kraft, auch in wirtschaftlich schweren Zeiten in die Lebensqualität und Attraktivität Düsseldorfs zu investieren. Mit dem Neubau des Hallenbades Unterrath geht das hochambitionierte Bäderkonzept 2020 in die finale Runde. Profitiert haben davon ganz gezielt die Stadtbezirke und Stadtteile. Denn Schwimmen gehen und Schwimmen lernen können direkt vor Ort, ist elementar für die Daseins- und Gesundheitsvorsorge in unserer Stadt.“

So soll der Standort einmal aussehen, neben dem Bad der Neubau des Supermarkt, Animation: Baues Architekten
Dem Neubau liegt ein Energiekonzept zugrunde, das konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Auf einer Fläche von 867 Quadratmetern werden über 400 Photovoltaikmodule installiert, die eine Leistung von rund 200 kWp erbringen sollen. Ergänzt wird das durch ein Heizkonzept, das eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe mit Luft-Wasser-Wärmepumpen kombiniert und zusätzlich Wärmerückgewinnung aus dem Abwasser von Duschen und Badewasser sowie aus der Lüftungsanlage nutzt. Der Betrieb der Wärmepumpen wird dabei zu großen Teilen durch den Strom aus der Photovoltaikanlage gedeckt. Der zusätzlich bezogene Strom soll zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen. Damit wird das Bad durch seinen Energiebezug keinen CO2-Ausstoß verursachen – als erstes Bad in Düsseldorf und als eines der wenigen in ganz Deutschland. Darüber hinaus ist eine Dachbegrünung vorgesehen, die das Mikroklima verbessert, Regenwasser zurückhält und einen Beitrag zur ökologischen Qualität des Standorts leistet.
Das bestehende Schwimmbad an der Mettlacher Straße im Stadtteil Unterrath wurde 1967 als klassisches Zweckbad eröffnet und entspricht nach fast sechs Jahrzehnten Betrieb in wesentlichen Bereichen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Außerdem sind der Energieaufwand und der Reparaturbedarf hoch, so dass ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb einen erheblichem Aufwand bedeutet. Im Bäderkonzept 2020 war zunächst ein Neubau auf dem bestehenden Gelände vorgesehen. Nach Abschluss eines Workshopverfahrens sprach sich der Stadtrat aber bereits 2019 mehrheitlich für einen neuen Standort an der Ulmenstraße aus. Dieser hat den Vorteil, dass der Bäderbetrieb voraussichtlich ohne längere Unterbrechung an anderer Stelle fortgeführt werden kann. Davon profitieren insbesondere die Schulen, die das Bad in großem Umfang für den Schwimmunterricht nutzen. Aber auch Vereine, Sportgruppen und die Öffentlichkeit müssen bis zur Eröffnung des neuen Hallenbads nicht auf andere Standorte ausweichen – wenn alles nach Plan läuft. Darüber hinaus ist der Neubau an der Ulmenstraße für Schulbusse und mit dem ÖPNV sehr gut zu erreichen.