Düsseldorf: Grandioser Start der Rheinkirmes – auch wenn einiges noch klemmt

Bei bestem Wetter strömten seit Freitagnachmittag (17.7.) die Besucher*innen auf die Rheinkirmes und eroberten den Platz. Rund 300 Schausteller*innen haben ihre Fahrgeschäfte, Losbuden, Attraktionen und Gastronomie aufgebaut.

Die neue Verkehrsführung auf der Rheinkniebrücke führte zu langen Staus und hat sicher noch Optimierungspotential
Die Anreise zur Kirmes hakte bei allen, die nicht auf Fußmarsch, Rad oder ÖPNV gesetzt hatten. Denn sowohl auf der Oberkasseler- wie auf der Rheinkniebrücke gab es lange Staus. Auf der Rheinkniebrücke war die rechte Spur für die Fahrzeuge reserviert, die eine Berechtigung zur Zufahrt nach Oberkassel oder auf den Kirmesplatz hatten. Leider wurde das auf der Brücke nicht weiter erläutert, so dass viele Fahrer*innen sich doch rechts einordneten und erst von den Verkehrsberatern aufgeklärt wurden. Die Maßnahme soll verhindern, dass Oberkassel vom Parkplatzsuchverkehr belastet wird und ist in diesem Jahr neu.

Am Freitag konnte die Fähre noch nicht fahren – der Wasserstand im Rhein ließ es nicht zu

Sven Gerling dokumentiert die Ankunft des Baggers
Wer mit der angekündigten Fähre vom Altstadtufer zur Festwiese übersetzen wollte, muss sich noch etwas gedulden. Denn das Niedrigwasser im Rhein macht dem Fährmann Probleme. Diese wurden am Freitag noch versucht mit einem Bagger zu beseitigen. Ob es geklappt hat, wird sich zeigen. Die Rheinbahn rechnet nach aktuellem Stand damit, dass der Fährbetrieb Anfang der kommenden Woche aufgenommen werden kann.

Der Bagger will versuchen die Untiefen zu beseitigen, damit die Fähre problemblos anlegen kann

Testfahrt der Fähre, während der Bagger noch arbeitet
Der Platz füllte sich bereits am frühen Abend sichtlich und die Menschen genossen den Besuch. Die Fahrgeschäfte wurden getestet und das Juchzen schallte über den Platz. Noch nicht in Betrieb ging die Weltneuheit Invader. Der Schausteller war erst am Donnerstag mit seinem Fahrgeschäft angekommen und es zügig aufgebaut. Viele Interessierte standen am Freitag davor, doch es drehte sich noch nicht.

Der Invader ist eine Weltneuheit, die auf der Rheinkirmes aufgebaut wurde. Bis zur Eröffnung der Kirmes war der Betrieb aber noch nicht aufgenommen.
Eine weitere Neuheit auf der Kirmes funktionierte bestens, denn zum ersten Mal gibt es einen Stand mit frisch zubereitetem Kaiserschmarrn, der zahlreiche Liebhaber fand.

Neu im gastronomischen Angebot ist in diesem Jahr der Kaiserschmarrn

Polizei und Security sind auf der Kirmes im Einsatz
Während sich die Gäste auf der Kirmes amüsierten, ging es für die Schützen von 1316 daran ihr Schützenfest offiziell zu eröffnen. Am Haupteingang fanden sich dazu der Vorstand, die amtierenden Majestäten und zahlreiche Ehrengäste ein. In Begleitung des Stadt Tambourkoprs St. Maximilian und der Kapelle Stadtwerke Krefeld ging es nach dem traditionellen Durchschneiden des Bandes zum Festzelt.

Mit dem Durchschneiden des Bandes ist das Schützenfest offiziell eröffnet

Im Festzelt zogen die Fahnen der Gesellschaften und der Schausteller ein
Dort stand in diesem Jahr nicht nur der Fassanstich im Mittelpunkt, sondern die neue Kette des Schützenchefs. Denn die alte Kette war beim Schützenfest vor zwei Jahren gestohlen worden. Nachdem Schützenchef Andreas Paul Stieber im vergangenen Jahr ohne Chefkette feiern musste, legte ihm Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller am Freitagabend die neue Kette um. Diese war im Rahmen eines Gestaltungswettbewerbs unter Goldschmieden aus mehr als ein Dutzend Entwürfen ausgewählt und in den vergangenen Wochen angefertigt worden. Angeliefert wurde die Kette am Freitagabend von Vorstandsmitglied Michèle Locker – ihres Zeichens Polizistin – und dem stellvertretenden Oberst Jonas Abs. Mit Handschellen war der Koffer an Abs Hand gesichert.

Bestens gesichert wurde der Koffer mit der neuen Chef-Kette auf die Bühne gebracht

(v.l.) Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller legte Andreas Paul Stieber die neue Chef-Kette um, rechts Oberst Torsten Peters
Am Schießstand lief parallel seit dem Nachmittag die Ermittlung des neuen Jungschützenkönigs. Großen Jubel gab es beim Stadt Tambourkoprs St. Maximilian. Denn ihr Mitglied Annalena Bosch putzte die Platte und ist neue Jungschützenkönigin. Die 19-Jährige ist Zeugwartin beim Tambourkorps und hat immer einen Knopf oder Nähzeug zur Hand, um ihren Kamerad*innen zum korrekten Aussehen zu verhelfen. In ihrem Jahr als Majestät wird sie eine Adjutantur zur Seite haben und statt mit der Musik zu ziehen, beim Festzug 2027 in der Kutsche Platz nehmen.

2. Chef Wolfgang Gehlfuß (links) und der 1. Chef Andreas Paul Stieber mit der neuen Jungschützenkönigin von 1316, Annalena Bosch

Nach einer Runde über die Festwiese ging es für die neue Jungschützenkönigin Annalena Bosch zur Vorstellung auf die Bühne, gekrönt wird sie am Montagabend
Eine weitere Neuerung konnten die Besucher*innen beim Verlassen des Platzes entdecken. Denn den Schützen ist bewusst, dass ihr Schützenfest mit der Rheinkirmes eine große Belastung für den Stadtteil Oberkassel darstellt, da der Kirmeslärm oft bis nach Mitternacht geht. Mit Plakaten wird versucht die Besucher*innen zu sensibilisieren, dass sie Rücksicht nehmen und möglichst leise ihren Heimweg antreten.

Schilder an der Ausgängen bitten die Besucher*innen um Rücksichtnahme