Düsseldorf: 4. Auflage des Kettenkinos war eine recht nasse Veranstaltung

Ab dem dritten Mal ist es Tradition – so startete am Samstagabend (11.4.) bereits die vierte Kettenkino-Tour durch Düsseldorf. Das Kettenkino ist eine Radtour, bei der an verschiedenen Stationen Filme gezeigt werden. Meist unter Brücken oder an Hauswänden, während die Zuschauer*innen nicht auf Getränke und Popcorn verzichten müssen. War die Tour im vergangenen Jahr bei besten Wetterbedingungen und fast 80 Radler*innen ab Fürstenplatz gestartet, war das Wetterglück am Samstagabend nicht dabei.

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung, da waren sich die Radler*innen beim Kettenkinoabend einig, Foto: Dirk Schmidt
Als sich diesmal rund 40 radelnde Kinoliebhaber*innen auf den Weg machten, drehte der Himmel seine Schleusen immer mehr auf. Deshalb war die erste Station unter der Eisenbahnbrücke an der Emmastraße und Volksgarten genau richtig, denn dort konnte der erste Film im Trockenen genossen werden. Die Technik für die Filmvorführen, der Beamer und die Soundanlage, waren auf einem Lastenrad verstaut. Gezeigt wurden Fahrrad-Kurzfilme, die vom Internationalen Cycling Film Festivals (ICFF) aus Herne zur Verfügung gestellt wurden.
Allerdings wurde der weitere Verlauf des Abends nach Prüfung diverser Wetter-Apps geändert. Alle fuhren nur noch zur nächsten Station am Wasserwerk Flehe, schauten dort die restlichen Filme ab und beendeten dann vorzeitig den Kettenkino-Abend.

Wetterbedingt wurde die Tour gekürzt, Foto: Dirk Schmidt
Trotz der widrigen Wetterbedingungen war die Stimmung großartig und alle drücken die Daumen, dass es beim nächsten radelnden Kinoabend 2027 deutlich trockener ist. Unter den mitradelnden Gästen am Samstagabend waren sogar Radfahrende aus Neuss, Duisburg, Wuppertal, Bonn, Bochum und Seligenstadt. Den Namen Kettenkino haben die Organisatoren von der VeloKitchen Dortmund übernommen. Geplant und durchgeführt wurde der Abend von den Lastenhelfern Düsseldorf.
Die Lastenhelfer
Die Lastenhelfer sind eine Gruppe Radbegeisterten, die rein ehrenamtlich handeln und keinen kommerziellen Zweck verfolgen. Ihr Ziel ist es zu zeigen, dass emissionsfreier Transport möglich ist. Jeder kann mitfahren, egal ob einfaches Fahrrad, Pedelec oder Lastenrad.
Die Gruppe engagiert sich regelmäßig bei den Schokofahrten, hat eine Friedensfahrt für die Ukraine organisiert, hat Gemüse für die Tafel geerntet und weitere Aktionen wie das Kettenkino oder Lastenrad-Polo. Aktuelle Informationen über die Lastenhelfer gibt es hier.