Dritte Niederlage in Folge für Fortuna Düsseldorf: 0:3 (0:0) beim 1. FC Kaiserslautern

Bei Fortuna Düsseldorf kehrt die Abstiegsangst zurück: Nach der dritten Niederlage unter dem Kölner Trainer Markus Anfang schmilzt der Vorsprung auf den Relegationsplatz zur dritten Liga auf magere zwei Punkte zusammen. Am 28. Spieltag der 2. Bundesliga musste die Fortuna eine 0:3-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern hinnehmen. Sima Suso sah in der 21. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte. Das erstickte nahezu sämtliche Düsseldorfer Offensivbemühungen. Jacob Rasmussen, Semih Sahin und Daniel Hanslik schossen die Fortuna ins Tal der Tränen. Es ist keine Chance auf Besserung in Sicht.
Im Vergleich zur 2:5-Heimniederlage gegen Hertha BSC tauschte der von vielen Fans angezweifelte Cheftrainer Markus Anfang zwei Mal: Christian Rasmussen und Luca Raimund rückten für Moritz Heyer und Jordi Paulina (beide Bank) in die Startformation. Außerdem auf dem Platz: Florian Kastenmeier, Tim Oberdorf, Elias Egouli, Sima Suso, Anouar El Azzouzi, Satoshi Tanaka, Shinta Appelkamp, Florent Muslija und Cedric Itten.
Lahme Gastgeber und eine frühe rote Karte für Düsseldorf
In der ersten Halbzeit überlebte die Fortuna in Kaiserslautern, weil die Gäste nicht wirklich in Tritt kamen und vor dem Düsseldorf Tor mehrheitlich harmlos auftraten. Der Volleyschuss von FCK-Angreifer Bassette in der 6. Minute muss vielleicht erwähnt werden – als erste Prüfung für den mit Maske spielten Florian Kastenmeier. Doch letztlich war der Volleyschuss zu zentral platziert und bereitete dem Düsseldorfer Keeper keine Probleme. Der hat mit dem zu zentralen Versuch aber keine Probleme. In der 22. Minute kamen die Gastgeber über die rechte Seite und spielten einen Steilpass in Richtung Düsseldorfer Strafraum. Suso vereitelte die sichere Torchance dadurch, dass er seinen Gegenspieler festhielt. Rote Karte. Düsseldorf musste deutlich mehr als eine Stunde lang in Unterzahl spielen. Der Freistoß brachte Kaiserslautern nichts ein.
Fortuna stellt Offensivbemühungen ein
Mit dem Platzverweis änderte sich die Düsseldorfer Spielanlage. Bis dahin hatte die Mannschaft – in Maßen – mitgehalten. Nun konzentrierte sie sich auf das Verteidigen und überließ Cedric Itten als Solo-Darsteller die komplette Offensivbühne. Immerhin hielt das 0:0 bis zur 62. Minute. Doch dann war es geschehen. Zwar konnte die Düsseldorfer Defensive einen Eckball der Gastgeber klären. Allerdings nicht weiter genug. Ritter flankte den Ball erneut in den Strafraum, Rasmussen nickte ihn zum 1:0 für Kaiserslautern ein. Nur 14 Minuten später bereitete Sahin allen Düsseldorfer Punkteträumen ein Ende. Kaiserslautern kam mit Haas über die linke Ecke. Der konnte bis zur Grundlinie durchlaufen und in den Rückraum für Sahin ablegen. Der traf mit einem flachen Schuss ins Düsseldorfer Netz. Danach sah es düster aus um Düsseldorf. Florian Kastenmeier gewann zwar eindrucksvoll ein Duell gegen zwei rote Stürmer. Doch in der sechsten Minute der Nachspielzeit hatte die Defensive keine Lust mehr auf verteidigen, was der am Fünf-Meter-Raum frei stehende Hanslik zum 3:0-Endstand ausnutzte.
Am Freitag, 10. April, heißt es wieder: Fortuna für alle! Beim fünften und letzten Freispiel der Saison empfängt die Fortuna Holstein Kiel. Anstoß in der Merkur Spiel-Arena ist um 18.30 Uhr. Angesichts der extrem dünnen Punkte-Decke ist ab jetzt Gewinnen für die Fortuna Pflicht.