Düsseldorf: Polizei kontrollierte über 130 Fahrzeuge am “Car-Freitag” und erwischte fast 1500 Raser

Der Karfreitag wird in der Tuner- und Poser-Szene gerne zum „Car-Friday“, an dem die Fahrzeuge von ihren Besitzer*innen in ihrer ganzen Pracht ausgefahren werden. Daher richtet die Polizei traditionell Kontrollen ein, um ein “Stop” für Raser, Poser und illegales Tuning zu signalisieren. So wurden am Freitag (3.4.) von 13 bis 19 Uhr über 130 Fahrzeuge und ihre Fahrzeugführer*innen kontrolliert. Rund um den Corneliusplatz an der Königsallee prüften mehrere Dutzend Einsatzkräfte mit geschulten Blick die Fahrzeuge, die zum Teil von Motorradpolizisten zum Corneliusplatz geleitet worden waren. Damit schloss sich Düsseldorf der landesweiten Aktion an, zu der Innenminister Herbert Reul auch in diesem Jahr aufgerufen hatte.

Für einige Fahrzeugführer hieß es anschließend, sich ein anderes Transportmittel zu suchen, Foto: Polizei Düsseldorf
Bei bestem Wetter waren zahlreiche Angehörige der “Tuning”- und “Poserszene” unterwegs. Die Kontrollen am Corneliusplatz zogen aber auch interessierte Bürger*innen an, die den Einsatz der Polizei gespannt beobachteten.

Im Einsatz waren zahlreiche Experten der Polizei, Foto: Polizei Düsseldorf
Bis 19 Uhr fertigten die Polizist*innen fünf Strafanzeigen und ordneten zwei Blutproben durch einen Arzt an, da der Verdachts des Fahrens unter dem Einfluss von Drogen vorlag. Fünf Pkw wurden sichergestellt, um anschließend von einem Sachverständigen begutachtet zu werden. Außerdem wurden 39 Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt sowie in 43 Fällen Verwarnungsgelder erhoben.
Bei den Geschwindigkeitskontrollen im gesamten Stadtgebiet ergaben sich 1.462 Verstöße, die in Ordnungswidrigkeitenanzeigen und Verwarnungsgeldern für die Raser*innen mündeten. Die überwiegende Zahl der kontrollierten Verkehrsteilnehmer*innen reagierte gelassen auf ihre Kontrolle und begrüßten die Arbeit der Polizei.

Die Polizei wollte auch Aufklären, Foto: Polizei Düsseldorf
Auf dem Corneliusplatz war ein Unfallfahrzeug ausgestellt, mit dem eindringlich vermittelt werden sollte, was die Folgen von überhöhter Geschwindigkeit sind. „Verantwortung stoppt Vollgas“ war das Motto und „Verantwortungsloses Fahren verdient weder Respekt noch Applaus“. Innenminister Herbert Reul: „Ich habe nichts gegen glänzende Felgen und tiefergelegte Autos, solange alles legal und verkehrssicher ist. Aber wer unsere Straßen zum Spielplatz für PS-Spielchen macht, überschreitet eine klare Grenze. Car-Friday ist ein Feiertag und kein Renntag. Also: Zeigt eure Autos, aber lasst es beim Showfahren und lasst das Showrasen sein. Mir ist wichtig, dass alle sicher nach Hause kommen.“ 2025 hat die Polizei 656.030 Verkehrsunfälle auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen registriert. Darunter fallen auch 2.384 registrierte verbotene Kraftfahrzeugrennen. In 663 Fällen kam es infolge solcher Rennen zu Verkehrsunfällen, bei denen 19 Menschen ihr Leben verloren. Das sind so viele wie noch nie seit Einführung des Straftatbestands in § 315d Strafgesetzbuch im Jahr 2017.