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Home›Düsseldorf›Düsseldorf: Eine Kreuzweg-Botschaft aus Liebe und Frieden

Düsseldorf: Eine Kreuzweg-Botschaft aus Liebe und Frieden

Von Ingo Siemes
3. April 2026
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Der Kreuzweg führte durch die Stadt und wurde von so manchem beäugt

Der Düsseldorfer ökumenische Kreuzweg am Karfreitag (3.4.), stellt symbolisch die Leidensstationen Jesus Christus an seinem Kreuzigungstag nach. Dabei sorgte er am Straßenrand für unterschiedliche Reaktionen. Einige Passanten hatten ein spöttisches Lächeln auf dem Gesicht, andere fragte sich, was das soll und wieder andere kamen aus einem Restaurant und verneigten sich. Die Spötter waren überwiegend in der Altstadt anzutreffen. In der Nähe der Immermannstraße waren es einige Japaner, denen das Ritual fremd war. Während derjenige mit der Respektbezeugung für die Teilnehmenden des Kreuzwegs dafür ein koreanische Restaurant verließ.

Heinrich Fucks und Frank Heidkamp trugen das Kreuz zur zweiten Station

Über 200 Mitglieder der beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland hatten sich in der Kirche St. Mariä-Empfängnis an der Oststraße getroffen. Nach der ersten Lesung, Meditation, Andacht und einem gemeinsamen Lied machten sie sich gemeinsam auf den Weg, um an vier weiteren Stationen der Leiden Christi zu gedenken und die davon ausgehende Botschaft zu empfangen.

Die evangelische Johanneskirche war die zweite Station

„Die alljährliche Botschaft ist, dass das Leben über den Tod hinausweist, dass wir eine Gemeinschaft sind, in der niemand alleine steht“, erläuterte Stadtdechant Frank Heidkamp. „Jeder hat sein Kreuz zu tragen. Da ist es wichtig zu wissen, dass Jesus, als er sein Kreuz trug, auch unser aller Kreuz getragen hat.“ Damit verwies der oberste katholische Geistlich in der Düsseldorf darauf, dass die Christen eine große Gemeinschaft sind, in der man sich gegenseitig unterstützt. „Einer trage des anderen Last. So erfüllt sich das Gesetz Jesu“, betonte Heidkamp.

Über 200 Menschen beteiligten sich am ökumenischen Kreuzweg

Die große thematische Klammer, unter denen sich die Christen beim Kreuzweg versammelten, waren Liebe und Frieden. Angesichts der aktuellen Weltlage nur allzu verständlich. „Es war eine bewusste Entscheidung Liebe und Friede in den Mittelpunkt zu stellen“, erklärte Pfarrerin Antje Brunotte, die federführend für die Textauswahl war.

Ziel des Kreuzwegs war St. Lambertus

Sie hatte Texte aus dem Johannes-Evangelium, die sich mit der Angst der Menschen, der dreifachen Verleugnung Christus durch Petrus, der menschlichen Gemeinschaft, der Geißelung Jesu und seinem Sterben als Andachten gewählt und diese mit Meditationen und Lieder verbunden, die sich mit Liebe und Frieden befassten. So hieß es an Station eins des Kreuzweges: „Was für eine Welt. Spannungen überall. Zwischen Ländern und Menschen. Und zu oft entlädt sie sich“. Bomben fallen. Worte werden zu scharfen Waffen. Menschen wenden sich voneinander ab statt aufeinander zu.“ An der St. Lambertus-Basilika, zum Ende des gut 90-minütigen religiösen Weges durch die Innenstadt wurde „Bewahre uns Gott“ gesungen. Darin heißt es: „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott, sei mit uns vor allem Bösen. Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft.“ Zwischen den fünf Andachtsstationen, zu denen auch die Johannes-, Neander- und Andreaskirche sowie die St. Lambertus-Basilika zählten, sangen die Kreuzweg-Pilger „Gott ist nur Liebe. Wagt für die Liebe alles zu geben. Gott ist nur Liebe, gebt euch ohne Furcht.“ Beim Tragen des Kreuzes wechselten sich einige Gläubige ab.

StichworteKreuzwegÖkumeneOstern
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