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Home›Düsseldorf›Frühjahrsputz in Düsseldorf: Die “Stadtsauberkeitsoffensive 2025”

Frühjahrsputz in Düsseldorf: Die “Stadtsauberkeitsoffensive 2025”

Von Ute Neubauer
4. April 2025
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An den Fahrzeugen der Awista ist die neue Kampagne plakatiert

Mit dem neuen Partner Awista Kommunal will die Stadt Düsseldorf ein großen Schritt für mehr Sauberkeit tun. Bereits in dieser Woche begann die wöchentliche Leerung von Altpapier- und Biomülltonnen. Dazu kommen neue und größere Müllbehälter, GPS-Tracking bei der Stadtreinigung, verbesserte Altkleidercontainer, Beseitigung von Schrottfahrrädern im großen Stil und vieles mehr. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller stellte die “Stadtsauberkeitsoffensive 2025” am Mittwoch (2.4.) gemeinsam mit Stefan Ferber, Leiter des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz, und Dr. Ulrike Diederichs, Mitglied der Geschäftsführung der AWISTA Kommunal GmbH vor. Unter dem Slogan “Wir ‘lieben’ Düsseldorf” wird über die Kampagne informiert und bei Bürger*innen und Besucher*innen dafür geworben.

Solche Bilder an den Papiercontainer sollen bald der Vergangenheit angehören

“Stadtsauberkeit geht uns alle etwas an”, betont Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: “Eine saubere Stadt steigert nicht nur den Wohlfühlfaktor, sondern auch das Sicherheitsempfinden und somit die Lebensqualität aller. Ich habe Stadtsauberkeit daher von Anfang an zur Chefsache erklärt und dieses Thema seit 2020 mit der Erstauflage der Stadtsauberkeitsoffensive prioritär behandelt. Wir ruhen uns aber nicht aus: Wir haben die einzelnen Maßnahmen weiterentwickelt und um eine Vielzahl sinnvoller Punkte ergänzt. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Gründung der AWISTA Kommunal, wodurch wir unseren Einfluss auf die Reinigung Düsseldorfs noch einmal gefestigt haben.”

Die Aufsätze der Abfalltonnen sollen an bestimmten Standorte andere Deckel bekommen, in die dann auch Pizzakartons problemlos passen

An der Königsallee wurde der Frühjahrsputz bereits durchgeführt. Die Beete wurden frisch bepflanzt, die Bänke wurden in den vergangenen Monaten generalüberholt, Graffitis entfernt und die Mülleimer gereinigt und bei Bedarf neu lackiert. Alle Stromkästen wurden gestrichen. Fortgesetzt wird der Frühjahrsputz unter anderem in der Altstadt. Bereits im März wurden die 120-Liter-Saison-Tonnen wieder an beliebten Orten am Rheinufer (260 Stück) und in Parks (110 Stück) aufgestellt. Sie tragen Slogans wie “Jeder Treffer ein Gewinn” oder “R(h)einheitsgebot”. Über die rund 400 Saisontonnen werden jährlich rund 300 Tonnen Müll entsorgt. Ab Juni, vor allem während der Sommerferien, informieren erneut Promotionteams zur Stadtsauberkeit, geben Tipps zur Freizeitmüllbeseitigung und verteilen Mülltüten.

“Wir haben bereits angefangen, alte Standbehälter in Parks und auf Grünflächen gegen neue, deutlich größere zu tauschen. Rund 20 Standbehälter – insbesondere in der Altstadt – werden neue Deckel erhalten, bei denen auch der Einwurf von Pizzakartons möglich ist. Neben der künftig wöchentlichen Leerung von Altpapier- und Biotonne erhöhen wir auch das Intervall bei Altpapier- und Altkleidercontainern sowie bei Mülltonnen im Stadtgebiet. Diese werden zudem regelmäßig gereinigt. Eine Schwerpunktaktion werden wir zudem bei der Entfernung von Schrotträdern durchführen”, erklärte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. In einer ersten Aktion wurden bereits 100 Schrotträder eingesammelt, weitere 300 sollen folgen. Damit werden auch wieder zahlreiche Stellplätze für Fahrräder frei.

Die Kampagne der Stadt hat das Ziel rund 400 Schrotträder aus dem Straßenraum zu entfernen, Foto: Symbolbild Pixabay

Stefan Ferber, Leiter des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz, ergänzt: “Für die Hängebehälter im Stadtgebiet ist ein sukzessiver Farbwechsel von Grün auf ein dezenteres Grau, verbunden mit einem größeren Fassungsvermögen, vorgesehen. Ab Ende Mai werden mehr als 400 neue Behälter verteilt, rund 100 Stück in der Altstadt, die restlichen sind für die Innenstadt und Stadtteilzentren wie beispielsweise in Oberbilk, Kaiserswerth, Eller und Garath vorgesehen.” Dabei testet die Stadt eine neue Deckelvariante für die rund 5.500 Hängebehälter im Stadtgebiet. Eine gewölbte Form soll das Ablegen von Müll auf den Deckeln sowie die “Plünderung” der Hängebehälter durch Vögel verhindern. Alle Behältermodelle haben eine Zigarettenvorrichtung. Wie bereits in der Vergangenheit werden Aufkleber mit Slogans die Aufmerksamkeit erhöhen. Hierzu wird es eine Bürgerbeteiligung geben: Wer Lust hat, sich kreativ einzubringen, kann einen Slogan an stadtsauberkeit@duesseldorf.de per E-Mail schicken.

Die Stand-Abfallbehälter mit 40 oder 50 Litern Fassungsvermögen werden ab Mai gegen größere Behälter – Modell “TARA” – mit 100 Liter Volumen ausgetauscht. Seit März 2025 läuft an rund 100 Standorten der Austausch der grünen Hängebehälter mit zwei Stück direkt nebeneinander durch einen größeren grauen Hängebehälter oder einen großen Standbehälter. Dies ist auch für rund 50 Rheinbahn-Haltestellen geplant. Seitens der Rheinbahn werden in Zusammenarbeit mit der Firma Wall seit Anfang März rund 80 Haltestellenhäuschen geschliffen, neu gestrichen und die Fensterscheiben gereinigt. Im Laufe des Jahres ist außerdem die Erneuerung von ca. 400-500 Sitzschalen vorgesehen sowie das Abschleifen von rund 100 Holzsitzbänken und die Reinigung der Glasdächer.

Die keleineren grünen Tonnen an Straßen und Haltestellen sollen in größe Modelle (rechts) ausgetauscht werden

Die Qualität der Straßenreinigung wird neuerdings durch ein elektronisches Überwachungssystem in der Kehrmaschienen gemessen. In den nächsten Monaten sollen auch große Kehrmaschinen mit einem GPS-Tracking ausgerüstet werden, um so nachzuweisen, dass die vereinbarte Reinigungsleistung auch tatsächlich erfolgt sind. Mit der Awista Kommunal wurde vertraglich eine häufigere Leerung bei einer Vielzahl von Depotcontainern sowie die Reinigung von Altpapier- und Altkleidercontainern vereinbart. Aktuell betreibt die AWISTA Kommunal im Auftrag der Stadt 426 Standorte mit 519 Altkleidercontainern. Da die Container häufig geplündert werden und herumfliegende Altkleider die angrenzenden Bereiche verschandeln, soll es auch hier eine Optimierung geben. An Standorten, die durch Vermüllung besonders aufgefallen sind, wurden die Altkleidercontainer abgezogen. Die verbliebenen Altkleidercontainer sollen zukünftig häufiger geleert werden. Außerdem ist vorgesehen, ältere Container sukzessive durch neuere, besser gesicherte Modelle, sogenannte “Panzercontainer”, auszutauschen.

Seit 2020 ermittelt in der Landeshauptstadt das “Ermittlungsteam Abfallablagerungen” (die sogenannten “Mülldetektive”) für ein sauberes Düsseldorf. Auch im vergangenen Jahr waren die Mülldetektive sehr erfolgreich: In 2099 Fällen illegaler Abfallablagerungen wurden Verursacher ermittelt und Ordnungswidrigkeitenverfahren eröffnet. Insgesamt sind Verwarn- und Bußgelder in Höhe von 165.000 Euro festgesetzt und zusätzlich Entsorgungskosten auferlegt worden.

Sauberkeit in den Stadtteilen

Vielfach haben die Bürger*innen das Gefühl, dass im Zentrum auf die Stadtsauberkeit geachtet wird, da sich dort auch Touristen und Messebesucher*innen aufhalten. In den Stadtteilen gibt es oft Verschmutzungen, für die sich niemand zuständig fühlt. So stelle der Bürgerverein Hellerhof bei seinem Frühjahrsputz am 29. März fest, dass sich auf dem großen Parkplatz an der S-Bahnstation niemand wirklich zuständig fühlt. Die Stadt weist darauf hin, dass alle Bürger*innen gebeten sind Dreck-Ecken zu melden, damit diese beseitigt werden können. Informationen rund um das Thema Stadtsauberkeit gibt es im Internet unter www.duesseldorf.de/stadtsauberkeit, über das Servicetelefon unter 0211-8925050, per E-Mail unter stadtsauberkeit@duesseldorf.de oder über die App “Düsseldorf bleibt sauber” für Android- und Apple (iOS)-Geräte.

StichworteAwistaMüllabfuhrSauberkeit
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