Düsseldorf: Das „Werstener Herz“ geht an Emma Haker

Die Stiftung “Mit Herz und Hand für Wersten” verleiht das „Werstener Herz“ an Menschen, die sich besonders für die Werstener*innen und die Gemeinschaft im Stadtteil engagieren. Erste Trägerin war im Jahr 2020 die Buchhändlerin Dagmar Westphal, im Jahr 2021 wurde Heidi Dross geehrt. Es folgte die Lebensmittelausgabe, 2023 wurden die Schulweghelfer*innen geehrt und Ellen Hillebrand erhielt 2024 das Herz. Das Team der Stiftung musste nicht lange überlegen, wer das Herz des Jahres 2025 bekommen sollte. Denn bereits seit der Ehrenamtsmesse im Jahr 2024 gibt es eine Frau, die sich mit unermüdlichem Engagement in gleich mehreren Bereichen für die Menschen im Stadtteil einsetzt: Emma Haker.

Als Team-Cheffin von Dynamo Wersten erhielt Emma Haker auf die passende Fahrradtasche von Klaus Lorenz und Magdalena Overberg
Ursprünglich ist sie Kapitänin des Stadtradelteams „Dynamo Wersten“. Seit über zehn Jahren tritt sie gemeinsam mit vielen Mitstreiter*innen in die Pedale und ist seitdem jedes Jahr bei der Prämierung der Stadtradelteams im Rathaus dabei. Aber sie sammeln nicht einfach nur Kilometer. Bei ihren Ausfahrten dokumentieren die Radler*innen auch immer Gefahrenstellen und Missstände, die dann an die Stadt mit der Bitte um schnelles Abstellen gemeldet werden.
Nicht nur auf dem Rad ist Emma Haker fit. Sie schaffte es auch mit Unterstützung anderer Ehrenamtler*innen, den Stadtteilkompass Wersten auf den aktuellen Stand zu bringen. Nachdem der Druck mittlerweile an vielen öffentlichen Stellen ausliegt und nicht nur Neuzugezogenen viele wertvolle Informationen bietet, kümmert sie sich auch darum, dass in die Online-Version Änderungen und Neuerungen eingepflegt werden.
Damit nicht genug ist es Emma Haker außerdem zu verdanken, dass das Rikscha-Team auf 17 Personen angewachsen ist. Die Rikscha „flotte Lotte“ sorgt in Wersten durch Ausfahrten für mehr Teilhabe und gegen Einsamkeit. Doch dafür brauchte es geschulte Ehrenamtler*innen, die die Rikscha fahren konnten und bestenfalls eine weitere Begleitperson auf einem Fahrrad, die bei Bedarf Hilfestellung leistet. Und wieder war es Emma Haker, die nicht nur selber die Rikscha fährt, sondern auch aus ihrem Umfeld weitere Menschen für diesen Einsatz begeisterte. So kommen die Bewohner*innen des DRK Seniorenheims im Wersten bereits jeden Montagnachmittag von März bis Oktober in den Genuss der Ausfahrten, die sehr beliebt sind.

Die Bürgerstiftung „Mit Herz und Hand für Wersten“ hat zum sechsten Mal ihr “Werstener Herz” verliehen
Joachim Schmitz, von allen nur Jojo genannt, ist einer der Rikscha-Fahrer und freut sich jedes Mal, denn es gibt auf allen Seiten lachende Gesichter. Nicht nur die Fahrgäste sind gut gelaunt, auch Passanten, denen man begegnet, winken oft lachend und so strahlen alle Beteiligten. Im nächsten Jahr sollen auch feste Termine für die Bewohner*innen von Pro Seniore und dem Lore-Agnes-Haus angeboten werden.
Viele der Angebote sind dem Organisationstalent und dem Einsatz von Emma Haker zu verdanken. Als sie von Klaus Lorenz das „Werstener Herz“ überreicht bekam, betonte Haker, dies nur stellvertretend für die vielen Menschen entgegenzunehmen, die sich gemeinsam mit ihr engagieren. Ihr ist bei allen Aktionen die Gemeinschaft wichtig, die ein Gewinn für viele Menschen sei.