Düsseldorf: Festzug und Investitur der Schützen von 1316 bei bestem Wetter

Auch wenn den Rhein wegen Niedrigwasser der Kirmesfähre Probleme macht, ist seitens der Schützen großes Aufatmen. Denn das Wetter für ihre Festzüge, die Investitur und die Parade könnte kaum besser sein. Da ist es kein Thema, wegen Hitze Marscherleichterung anzuordenen oder die Pferde im Stall zu lassen.
Zur Freude zahlreicher Passanten zogen die Schützen am Samstagnachmittag (18.7.) vom Hofgarten durch die Innenstadt bis auf den Marktplatz. Oben auf dem Balkon am Jan-Wellem Saal wurden die Schützen bereits von Oberbürgermeister Stephan Keller und zahlreichen Ehrengästen erwartet. Darunter auch Gästekönig Wolfram N. Diener, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf.

Die Schützen versammelten sich zur Investitur auf dem Marktplatz
Keller begrüßte alle und erinnerte an die lange Tradition des Sebastianer, die das Schützenfest und die große Rheinkirmes ehrenamtlich organisieren. Und er stimmte das dreifache „Schützen hoch“ auf Düsseldorf, 1316 und Regimentskönig Jens Linka an.

Oberst Torsten Peters
Dem schloss sich Schützenchef Andreas Paul Stieber an, der am Freitagabend seine neue Kette als Schützenchef vom Oberbürgermeister offiziell umgelegt bekommen hatte. Bei seinen Dankesworten lobte er ausdrücklich Oberst Torsten Peters. Er habe dem Regiment klare Orientierung und Führung vermittelt und mit es Vorbild, Verlässlichkeit und einem untrüglichen Gespür für Kameradschaft geführt. Zur Tradition gehöre es auch, dass das Amts des Regimentskönigs, ein Amt auf Zeit sei. Jens Linka habe das Königsjahr sehr vorbildlich absolviert und verstanden, dass das Königsjahr keine Auszeichnung sei, die man sich an die Wand hängt. Sondern ein Dienst, der Zeit, Verpflichtung und Repräsentation bedeutet. Diese Aufgabe habe er zuverlässig und präsent erfüllt. Schließlich appelliete Stieber an alle Schütz*innen und Zuschauer*innen, friedlich gemeinsam zu feiern. Zusammen solle man Lebensfreude in die Stadt tragen, sich mit Respekt zu begegnen und die demokratische Mitte unserer Gesellschaft zu stärken, denn der Bürgersinn zähle mehr als der Egoismus.

(v.l.) das Regimentskönigbar Heike Kuba und Jens Linka, 1. Chef Andreas Paul Stieber, OB Dr. Stephan Keller, Oberst Torsten Peters, 2. Chef Wolfgang Gehlfuß und Gästekönig Wolfram N. Diener
Es gehört zur Tradition des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316, dass der amtierende Regimentskönig am Schützenfestsamstag bei der Investitur in sein Amt eingewiesen wird. Gleichzeitig ist damit auch das Ende seiner Amtszeit gekommen, denn mit der Parade am Sonntag gibt es den offiziellen Anschluss und am Dienstagabend (21.7.) wird ein neuer König ermittelt. Regimentskönig Jens Linka betonte den Gänsehautmoment, auf dem Rathausbalkon zu stehen und auf die Reihen der versammelten Schützen zu schauen. Gemeinsam mit seiner Königin Heike habe er ein grandioses Königsjahr erlebt. Mit zwei Anekdoten brachte er alle zum schmunzeln. Da seine Frau Heike in einer OGS arbeitet, waren die Kindern dort sehr traurig. Denn sie dachten, dass man als Königin natürlich nicht weiter als Betreuerin arbeitet. Und auch er wurde von einer Kundin geadelt, bei der er einen Wasserschaden behoben hat und die im Anschluss gerne erzählte, dass bei ihr ein echter König die Sanierung vorgenommen hat.

Am Samstag stand Annalena Bosch noch mit dem Stadt-Tambourkorps St. Maximilian auf dem Marktplatz, im nächsten Jahr wird sie auch oben im Jan Wellem Saal sein, denn sie ist die neue Jungschützenkönigin
Den Reden folgte noch das traditionelle Fahnenschwenken und die Musik, bevor die Schützen wieder in Richtung Festwiese zogen. Die Pferde nahmen auch diesmal mit dem Festzug nur bis zum Burgplatz teil und wurde von dort wieder in ihre Ställe transportiert.
Am Sonntag erwartet die Schützen nach Antreten und Gottesdienst der große Festzug durch die Stadt und anschließend die Parade im Hofgarten.
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