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KulturTanzTop News
Home›Kultur›Düsseldorf Benrath: 120 Tänzerinnen proben für den großen Auftritt

Düsseldorf Benrath: 120 Tänzerinnen proben für den großen Auftritt

Von Ingo Siemes
10. Mai 2026
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Zum großen FInale stehen alle 120 Tänzerinnen gemeinsam auf der Bühne

Die kleinen bunten Pylone auf dem Boden der ehemaligen Sporthalle des Schloßgymnasiums stehen am Samstag (8.5.) auf genau festgelegten Positionen. Wie wichtig das ist, beschreibt die stellvertretende Leiterin des Tanzraums Benrath Maren Meiring: „Wir haben die Bühne des Tanzhauses NRW zentimetergenau vermessen. Das Pylonenrechteck entspricht genau den Bühnenmaßen“. Denn im Tanzhaus NRW werden 120 Tänzerinnen des Tanzraums an Pfingsten (24. und 25. Mai) aufführen, was in sie in vielen Monaten einstudiert haben. „Seit 2007 mieten wir uns alle drei Jahre ins Tanzhaus ein, um öffentliche Auftritte zu zeigen“, erläuterte Tanzhaus-Leiterin Tanja Hofmann. „Dadurch ist es möglich, dass die Mädchen sich mit dem präsentieren, was sie gelernt haben. Und es ist auch eine Art Auszeichnung, das wir im Tanzhaus auftreten dürfen. Das darf dort noch lange nicht jeder.“

Auch die Jüngsten sind Teil der großen Show

Insgesamt drei Durchlaufproben des Tanzraums standen auf dem Programm. Insgesamt 120 Tänzerinnen im Alter zwischen vier und 28 Jahren fiebern den großen Tagen entgegen. Ganz besonders nervös sind die, die im Tanzhaus zum ersten Mal auf den Brettern, die die Tanzwelt bedeuten, stehen. „Ich weiß noch wie aufgeregt ich vor meinem ersten Tanzhaus-Auftritt war. Ich war die jüngste und die kleinste in meiner Gruppe und habe voller Bewunderung zu den Großen aufgeschaut“, erinnert sich die 27-Jährige Carlotta Schneeberger. „Jetzt, wo ich nach mehreren Auftritten, den Überblick habe, was auf und hinter der Bühne passiert, wo alles ist, ist die Aufregung deutlich geringer. Aber auf der Tanzhaus-Bühne zu stehen ist noch immer etwas Besonderes.“

Carlotta Schneeberger, Tanja Hofmann und Lena Gierling

Seit gut einem Jahr arbeitet man im Tanzraum Benrath auf die Pfingstauftritte hin. Das Tanzraum-Dozenteam Tanja Hofmann, Maren Meiring, Tanja Emmerich und Marina Tchijova suchen die Musik aus, erarbeiteten die Choreographien und die jeweilige Lichtstimmungen und studieren die Schritte mit den Tänzerinnen ein. „Wir stülpen niemandem etwas über“, erklärt Hofmann. „Wir wissen, was unsere Mädchen und Damen können und entwickeln danach die Choreographien. Niemand wird überfordert, aber wir fordern schon etwas.“

Eleganz im blauen Tutu

Dabei kommt es auch vor, das individuelle Gegebenheiten besondere Maßnahmen erfordern. Die 17-jährige Antonia Rieger war als Austauschschülerin ab Juli 2025 neun Monate in Neuseeland. „Neuseeland war mega-gut“, erinnert sie sich. „Aber es war auch traurig, weil ich wahrscheinlich nicht an der Aufführung meiner Tanzschule im Tanzhaus NRW würde mitmachen können.“

Charlotte Kukolja und Antonia Rieger

Da sie unbedingt dabei sein wollte, übermittelte ihr das Team des Tanzraums die Choreographien für zwei Tänze über 19.000 Kilometer online ans andere Ende der Welt. „Ich habe die Schritte dann abends in meinem Zimmer in Neuseeland einstudiert“, verrät Rieger. „Das mit den Positionen auf dem Parkett und in der Gruppe haben wir dann nach meiner Rückkehr nach Benrath geübt.“ Bei der letzten der drei großen Bühnenproben konnte sie dann gemeinsam mit den anderen im blauen Tutu tanzen. „Es macht so viel Spaß, es ist unglaublich“, urteilte Rieger.

Große Dynamik bei den modernen Tänzen

Für die meisten Tänzerinnen des Tanzraums bleibt Tanzen ein Hobby. „Ich habe mit fünf Jahren im Tanzraum angefangen und jetzt, wenn die Aufführung 2026 getanzt wird, bin ich 28 und immer noch dabei“, berichtet Lena Gierling. „Der Tanz gehört so zu meinem Alltag, dass er nicht mehr wegzudenken ist. Meine Familie und Freunde wissen, dass sie es gar nicht zu versuchen brauchen, sich mit mir zu verabreden, wenn Tanztraining ist. Tanzen ist die große Konstante in meinem Leben.“

Mit einem klassischen Walzer wird der Autritt des Tanzraums Benrath im Tanzhaus NRW eröffnet

Für wenige ist Tanzen mehr als Hobby, wie für Charlotte Kukolja und Rina Zoucape. Die eine wechselte die Schule, um zu tanzen, die andere sogar das Land. Zoucape studiert derzeit Tanz an der ArtEZ, der Hochschule der Künste in Arnheim (Niederlande). Die 18-Jährige Kukolja hat im August 2025 den Tanzraum Benrath Richtung Essen verlassen. „Mein Hobby soll zum Beruf werden“, erklärt sie. „Deshalb bin ich an das einzige Gymnasium gewechselt, in dem man Tanz als Leistungskurs im Abitur machen kann.“ Im besten Fall soll sich ein Tanzstudium anschließen. Kukolja und Zoucape haben bei der Tanzhaus NRW-Aufführung ihrer „Eleven-Schule“ Gastauftritte. „Es ist mir eine Ehre, bei der Aufführung dabei sein zu dürfen. Es hat mich so gefreut, als ich gefragt wurde“, betont Kukolja. „Die Aufführung im Tanzhaus NRW ist immer noch ein besonderer Punkt in meinem tänzerischen Leben. Ich freue mich drauf.“

StichworteBenrathTanzhaus NRWTanzraum
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