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Home›Düsseldorf›Düsseldorf: „Mut-Mach-Telefon!“ für alle, die Rat in Zusammenhang mit einer Demenz-Erkrankung suchen

Düsseldorf: „Mut-Mach-Telefon!“ für alle, die Rat in Zusammenhang mit einer Demenz-Erkrankung suchen

Von Ute Neubauer
19. April 2026
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Das "Mut-Mach-Telefon" von "hallo nachbar!" ist für alle, die beim Thema Demenz einen Rat brauchen, Foto: Symbolbild

Die Initiative „hallo nachbar!“ von vision:teilen bietet Begleitung für vereinsamte und hilfsbedürftige Menschen in Düsseldorf. Dabei gibt es für hilfsbedürftige und einsame Menschen eine Begleitung durch Ehrenamtler*innen. Das Team hat festgestellt, dass es großen Bedarf an einem geschulten „offenen Ohr“ für Menschen gibt, die an Demenz erkrankt sind und für ihre Angehörigen oder Pflegenden.

Denn Demenz ist wie ein leises Verschwinden. Die Betroffenen verlieren nach und nach Erinnerungen, Orientierung und oft auch das Gefühl für die eigene Identität. Das bedeutet für die Erkrankten Verwirrung, Angst und schmerzvolles Erleben, wenn vertraute Gesichter und Orte fremd werden. Für die Familie ist es ein ständiges Abschiednehmen im Alltag, da sich geliebte Menschen verändern und vertraute Gespräche verstummen.

Monika Pigorsch ist Diplom-Sozialpädagogin und auf Demenz spezialisiert. 25 Jahre arbeitete sie in der Altenpflege, zuerst im sozialen Dienst, dann als Leiterin einer Pflegeeinrichtung mit eigenem Wohnbereich für Menschen mit Demenz. Jetzt hat sie für vision:teilen das „hallo nachbar!“-Mut-Mach-Telefon übernommen. Sie weiß, dass zwischen Sorge, Erschöpfung und Trauer der Wunsch bleibt, Nähe und Würde zu bewahren, auch wenn der gemeinsame Weg immer schwerer wird. Demenz reißt Angehörige in einen schmerzvollen Strudel, wenn der geliebte Mensch langsam entgleitet. Es ist, als würde man täglich Abschied nehmen, ohne loslassen zu dürfen.

„Eine Demenz-Erkrankung ist für die Angehörigen eine große Herausforderung“, erklärt Monika Pigorsch. „Man kann mit den zuvor so wohl bekannten Menschen nicht mehr auf einer logischen Ebene sprechen, da muss man sich komplett umstellen. Es ist super wichtig, auf die Gefühle der Erkrankten einzugehen, Verständnis zu zeigen für das, was sie empfinden und stetig im Alltag zu vermitteln. Es ist wie eine andere Realität, auf die man sich einlassen muss. Als Erstes ist mal wichtig, dass ich den Menschen genau zuhöre, die mich anrufen“, sagt sie. „Das können Angehörige sein, die Erkrankte pflegen, Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen, aber tatsächlich auch Betroffene im Anfangs- und auch mittlerem Stadium der Erkrankung. Bei Demenz gibt es ja sehr, sehr unterschiedliche Verläufe. Deshalb ist es auch so extrem wichtig, genau hinzuhören und kreativ Ideen zu entwickeln, wie sich die jeweilige persönliche Situation verbessern lässt.“

Monika Pigorsch bietet seit 20 Jahren sie Fortbildungen für Menschen an, die mit Demenz zu tun haben. Sie schult Pflegepersonal, genauso wie Angehörige. vision:teilen hat Pigorsch für das Mut-Mach-Telefon! gewinnen können. Die Expertin hört zu und unterstützt dabei, gemeinsam Wege zu finden, schwierige Situationen zu erleichtern und den Alltag wieder etwas entspannter zu gestalten – mit konkreten, praktischen Hinweisen.

Mittwochs von 19 bis 20:30 Uhr und samstags von 9 bis 10:30 Uhr ist sie telefonisch unter 0211-17807950 oder per Mail an hallo-nachbar@vision-teilen.org erreichbar. Wer die Belastungen im Alltag sprechen möchte, Rat in Zusammenhang mit einer Demenz-Erkrankung sucht, sich damit alleingelassen fühlt, einsam ist und vielleicht nicht mehr weiter weiß, ist eingeladen anzurufen. Wenn gewünscht, kann das Gespräch anonym geführt werden. Das Angebot ist kostenlos.

Stichworte„hallo nachbar!“Demenzvision:teilen
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