Düsseldorf: Mehrheit stimmt für Beteiligung an Olympia-Bewerbung

Um 21:08 Uhr stand das vorläufige Endergebnis des Bürgerentscheids in Düsseldorf fest: die Mehrheit der gültigen Stimmen entfiel auf “Ja” und das erforderliche Quorum wurde erreicht.
Rund 471.768 Düsseldorfer*innen waren gebeten auf den Stimmzetteln auf die Frage: “Sind Sie dafür, dass sich die Landeshauptstadt Düsseldorf an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein/Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligt?” mit “Ja” oder “Nein” zu antworten. 158.985 der Stimmberechtigten, 33,7 Prozent, beteiligten sich.
Nach Auszählung der Stimmen entfielen von den gültigen Stimmen 106.587 (67,24 Prozent) auf “Ja” und 51.936 (32,76 Prozent) auf “Nein”. Das erforderliche Abstimmungsquorum von zehn Prozent (47.177 Abstimmungsberechtigte) wurde erreicht.
Damit hat sich eine Mehrheit der Abstimmenden für eine Beteiligung der Landeshauptstadt Düsseldorf an einer Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ausgesprochen.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: “Das Ergebnis ist ein starkes Signal für Düsseldorf und NRW. Die Bürgerinnen und Bürger haben sich für die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spielen ausgesprochen. Dieses klare Votum ist Rückenwind und Verpflichtung zugleich. Jetzt geht es darum, gemeinsam mit unseren Partnerstädten den nächsten Schritt zu gehen – für nachhaltige, moderne und verantwortungsvolle Spiele. Wir setzen auf bestehende Infrastruktur, kurze Wege und eine Planung im Dialog mit den Menschen vor Ort. Düsseldorf ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und Teil eines starken, gemeinsamen Auftritts der Rhein-Ruhr-Region zu sein.”
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf stellt das amtliche Endergebnis in seiner Sitzung am 7. Mai 2026 fest. Mit dieser Feststellung erlangt der Bürgerentscheid die Wirkung eines Ratsbeschlusses und tritt in Kraft. Die Landeshauptstadt Düsseldorf wird sich folglich an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein/Ruhr beteiligen.
Neben Düsseldorf waren es 16 weitere Städte in der Region Rhein-Ruhr, in den rund vier Millionen Bürger*innen bis zum 19. April ihre Stimme abgeben sollten. Denn Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim am Rhein, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal wären Austragungsorte, sollte die Bewerbung erfolgreich sein. Sollten sich die Bürger*innen in einer der 17 Kommunen gegen die Bewerbung aussprechen oder würde das Quorum nicht erreicht, würde dort nichts stattfinden und alternative Austragungsplätze gesucht werden. Aber auch wenn überall zugestimmt wird, bedeutet das nicht, dass es wirklich Olympische Spiele in der Region geben wird. Denn auch die Städte München, Hamburg und Berlin haben sich beworben. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet final am 26. September, mit welcher deutschen Stadt man sich bewerben wird. Die Entscheidung des Internationalen Olympische Komitees (IOC) fällt dann in 2027.