Düsseldorf gedenkt der 2.633 jüdischen Opfer des Holocaust

Anlässlich des israelischen Gedenktages “Yom HaShoah” wurde am Dienstag (14.4.) auf dem Marktplatz vor dem Rathaus der 2.633 Düsseldorfer Opfer des Holocaust gedacht. Alle Namen wurden feierlich verlesen. Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf hat die Namen der Opfer im Rahmen ihrer Forschungen ermittelt und immer wieder kommen weitere Schicksale hinzu.

Dr. Oded Horowitz ist Vorsitzender der Jüdsichen Gemeinde Düsseldorf
Die Mahn- und Gedenkstätte hatte gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf unter dem Leitsatz “Jeder Mensch hat einen Namen” zu dem Gedenken eingeladen. In Israel ist “Yom HaShoah” ein nationaler Gedenktag, an dem öffentlich der sechs Millionen ermordeter Juden der Shoah gedacht wird.
Zu der Veranstaltung auf dem Marktplatz waren zahlreiche Menschen gekommen. Unter ihnen auch Sylvia Löhrmann, die Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW, und Wolfgang Rolshoven, der dies Amt für die Stadt Düsseldorf ausübt.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller neben Dr. Oded Horowitz
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller sprach ein Grußwort und las einen Teil der Namen vor: “Die Menschen, derer wir heute gedenken, waren Düsseldorferinnen und Düsseldorfer. Es waren Menschen wie Sie und ich, wie Du und ich. Es waren Menschen, die hier in Düsseldorf zu Hause waren. Die Spuren in Düsseldorf hinterließen. Die sich für die Stadtgesellschaft einsetzten. Die ihre Heimatstadt Düsseldorf liebten.”
Der Oberbürgermeister weiter: “Die Menschen, deren Namen wir heute hören, sind nicht vergessen. Es steht in unserer Verantwortung, der damals verfolgten, entrechteten und umgekommenen Düsseldorferinnen und Düsseldorfer zu gedenken – das tun wir in jedem Jahr, das tun wir heute, mitten in der Heimatstadt dieser Menschen, mitten in unserer Heimatstadt Düsseldorf.”

Viele Menschen nahmen am Gedenken teil
Wie in jedem Jahr lasen Schüler*innen, Politiker*innen sowie Bürger*innen die 2633 Namen der Düsseldorfer Holocaust-Opfer öffentlich vor.