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Home›Top News›Düsseldorf: Frühlingsempfang der AWO mit Verleihung der Maria-Nitzschke-Medaille

Düsseldorf: Frühlingsempfang der AWO mit Verleihung der Maria-Nitzschke-Medaille

Von Ute Neubauer
15. März 2026
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Traditioneller Frühlingsempfang mit vielen Gästen im Tanzhaus NRW

Es hat bereits Tradition, dass die AWO Düsseldorf zu ihrem Frühlingsempfang ins Tanzhaus NRW einlädt. In Vertretung von AWO-Kreisvorsitzenden Manfred Abels war es am Sonntag (15.3.) Andreas Rimkus, der die rund 200 Gäste herzlich begrüßte. Er und später die AWO-Kreisgeschäftsführerin Marion Warden hießen zahlreiche langjährige Weggefährt*innen und Vertreter*innen der Politik und Verbänden willkommen.

Andreas Rimkus übernahm die Begrüßung

Auch mit Blick auf die jüngsten Wahlen in Baden-Württemberg betonte Rimkus die Bedeutung einer starken Zivilgesellschaft, die für Demokratie und Menschlichkeit einstehe. Die Awo habe sich schon immer durch eine starke Haltung gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit ausgezeichnet.

Die Jugendlichen von Berufsbildungszentrum boten in limitierter Auflage verschiedene Dinge an

Rimkus lud die Gäste aber auch ein, sich die verschiedenen Dinge anzuschauen und gerne gegen eine Spende mitzunehmen, die in den Berufsbildungszentren der AWO entstanden sind. Die jungen Menschen hatten einen kleinen Stand mit hölzernen Tigerenten, Blumen aus Metall und Makramee-Arbeiten aufgebaut. Als es noch die integrative Ausbildung bei der AWO gab, hatten die Florist*innen immer mit der Blumendekoration im Saal und kleinen frischen Blumengrüßen für die Gäste begeistert – doch diese Ausbildung kann nicht mehr angeboten werden – die Gelder wurden gestrichen.

Oberbürgermeister Keller war als Festredner gekommen

Trotzdem verwies Festredner Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller auf die AWO als verlässlichen Partner in Düsseldorf, mit 1.800 hauptamtlichen Mitarbeitenden und 700 Ehrenamtler*innen, die in rund 150 Einrichtungen oder Projekten tätig sind. Er beschrieb das Engagement als Stütze für Menschen jeden Alters, das zum sozialen Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt beitrage. Gleichzeitig betonte er aber, dass Defizit im Düsseldorfer Haushalt von rund 370 Millionen Euro, das die Gestaltungsmöglichkeiten einschränke. Mit der Liga Wohlfahrt sei der Rahmenvertrag aber bis 2028 fest vereinbart.

Rund 200 Gäste feierten den Frühlingsempfang der AWO mit

Diesen Hinweis nahm Marion Warden auf, denn Projekte wie „Altern unterm Regenbogen“ stehen auf der Streichliste des Haushalts. Sie unterstrich in ihrer Rede die Verantwortung, die mit sozialer Arbeit einhergeht: „Gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Spannungen ist es unsere Aufgabe als AWO, verlässlich an der Seite der Menschen zu stehen. Solidarität ist für uns kein Schlagwort, sondern täglicher Auftrag.“

Warden freute sich beim Frühlingsempfang zum dritten Mal die Maria-Nitzschke-Medaille verleihen zu können. Diese Ehrung war 2021 ins Leben gerufen worden und soll Menschen würdigen, die sich in vorbildlicher Weise mit uneigennützigem Engagement für die AWO Düsseldorf und ihre vielfältigen Anliegen verdient machen. Maria Nitzschke war an der Wiedergründung der Düsseldorfer AWO nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt, von 1951 bis 1968 deren Vorsitzende und schließlich Ehrenvorsitzende.

(v.l.) SKFM-Vorstand Elmar Borgmann, Marion Warden, Julia Sohn, Christina Resch, Burkard Hintzsche und Andreas Rimkus

Über die Verleihung der Medaille konnten sich gleich zwei Frauen freuen, die sich in besonderem Maß für das Projekt „SleepIn“ in Flingern engagieren, eine Notschlafstelle für junge Menschen, die auf der Straße leben. Julia Sohn und Christina Resch haben zahlreiche Spendenaktionen organisiert, um das Projekt, das gemeinsam von der AWO und dem SKFM getragen wird, zu unterstützen. „Das Engagement von Julia Sohn und Christina Resch steht beispielhaft für eine Zivilgesellschaft, die nicht wegschaut, sondern handelt“, betonte Warden. „Sie übernehmen Verantwortung und schenken jungen Menschen Stabilität und Hoffnung. Dafür gebührt ihnen unser herzlicher Dank und höchste Anerkennung.“

Seit November 2023 finden Jugendliche ab 14 Jahren dort einen sicheren Schlafplatz, warme Mahlzeiten, Waschmöglichkeiten und pädagogische Unterstützung. Bisher ist die Anlaufstelle nur nachts geöffnet und das Team hofft, durch eine Tagesöffnung zusätzliche Angebote wie Beratungen, Gruppenaktivitäten und kulturelle Ausflüge realisieren zu können. Den Jugendlichen wird auf Augenhöhe begegnet und sie werden ernst genommen werden, was zum Erfolg des Projektes beiträgt.Julia Sohn und Christina Resch engagieren sich weiter, denn es ist ihnen ein Anliegen junge Menschen in Not zu unterstützen.

Susanne Pätzold wechselte in verschiedene Rollen und begeisterte die Gäste

Sänger enkelson.

Zum Frühlingsempfang der AWO gehörten aber nicht nur Reden und Ehrungen. Für einen kabarettistischen Akzent sorgte die Schauspielerin und Kabarettistin Susanne Pätzold. Sie begeisterte alle Gäste, in dem sie in verschiedene Rollen schlüpfte, zu denen auch Ursula von der Leyen gehörte. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Düsseldorfer Songwriter enkelson.. Das Team von AWO.DUS Catering trug mit zahlreichen Leckereien zu einem gemütlichen Ausklang bei.

Das AWO-Team bereits das Buffet vor

StichworteAWOFrühlingsempfang
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