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DüsseldorfVerkehr
Home›Düsseldorf›Erste Bilanz: Verkehrsclub Deutschland kritisiert Düsseldorfer Wehrhahnlinie

Erste Bilanz: Verkehrsclub Deutschland kritisiert Düsseldorfer Wehrhahnlinie

Von Dirk Neubauer
28. Februar 2016
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Die Rolltreppen können zum Problem werden. An einigen Auf/Abgängen befindet sich auch keine Treppe gleich nebenan.

Eine eher durchwachsene Bilanz zieht der Verkehrsclub Deutschland, VCD, nach den ersten acht Tagen der Wehrhahnlinie. Still stehende Rolltreppen und Aufzüge, schlechte Schilder stehen in der Kritik und eine schnelle Nachbesserung wird gefordert.

Die hellen, freundlichen Bahnhöfe und die verbesserten Verbindungen auf einigen Routen könnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass der VCD noch erheblichen Verbesserungsbedarf sieht. VCD-Sprecher Jost Schmiedel kritisiert: „Es gab, zumindest in den ersten Tagen, schwerere Mängel, die die Nutzbarkeit für die Fahrgäste massiv beeinträchtigt haben.

"Die neuen Bahnhöfe sind oft nicht barrierefrei"

Die Hauptkritik des VCD gilt den Aufzügen und Rolltreppen in den neuen Bahnhöfen. Sie seien immer wieder ausgefallen. Bei den Aufzügen sei zudem nirgends erkennbar, ob sie gerade funktionieren oder nicht. Deshalb rät der VCD Menschen mit Rollator, im Rollstuhl oder auch jungen Eltern mit Kinderwagen, von der Benutzung der U-Bahn ab. Von einer Barrierefreiheit sei die Wehrhahnlinie derzeit noch weit entfernt.

Die Rheinbahn kennt diese Probleme und spricht von „Kinderkrankheiten“. Besonders zu Beginn eines neuen Betriebs seien Rolltreppen und Aufzüge sehr empfindlich, die Feinjustierung sei noch nicht überall erfolgt. Da reiche manchmal ein fester Tritt eines Benutzers oder ein Bröckchen Bauschutt, um die Notabschaltung zu aktivieren.

"Schrift auf den Schildern zu klein"

Weitere Kritik übt der VCD an der neuen Beschilderung. Zum einen fehlten noch zahlreiche Hinweisschilder auf Ausgänge oder Überwege zur nächsten Linie für Umsteiger. Zudem hätten sich bereits zahlreiche Menschen mit Sehbehinderungen beschwert. Sie könnten die kleinen Buchstaben und rätselhaften Symbole auf den neuen Hinweistafeln nicht entziffern. VCD-Sprecher Jost Schmiedel versteht nicht, warum man nicht bei der großen Schrift der alten Schilder geblieben ist. Er schlägt die einfache Angabe der U-Bahn-Linien vor, anstatt die Umsteigewege mit unverständlichen Symbolen zu versehen. Hinweise in englischer Sprache fehlten völlig. Die Beschilderung muss aus Sicht des VCD dringend optimiert werden. Zudem sollte jeder U-Bahnhof eine eigene Farbe erhalten, um den Fahrgästen die Orientierung zu erleichtern.

"Alte und behinderte Menschen kommen nicht mehr in die Altstadt"

Der größte Verlust aus Sicht des VCD ist der unnötige Abbau der oberirdischen Verbindungen der Linien 706 und 705 (ehemals 715) zur Altstadt. Für ältere und behinderte Menschen sei der Weg zum Rathaus oder Burgplatz mit mehrfachen Umstiegen und längeren Fußwegen aus einigen Stadtteilen wie Unterrath recht beschwerlich geworden. Die Einrichtung eines Shuttlebusses zwischen Schadowstraße, Heinrich-Heine-Allee und Burgplatz / Marktplatz, der direkt an der Straßenbahn-Haltestelle Schadowstraße hält, sollte geprüft werden.

Aber der Verband hat auch Lob für die Rheinbahn. Die zahlreich eingesetzten Infoscouts hätte eine gute Arbeit geleistet und die Fragen zufriedenstellend beantworten können. Außerdem seien die kurzen Wege beim Umsteigen positiv zu erwähnen. Die verbesserten Verbinden zwischen Universität und Innenstadt und von Unterbilk in die Altstadt stellten eine deutliche Verbesserung für die Fahrgäste dar.

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