Düsseldorf: Den sicheren Schulweg schon jetzt üben

Die Sommerferien dauern noch drei Wochen, aber viele der künftigen Erstklässler haben bestimmt schon ihren Tornister gepackt und freuen sich auf die Schule. Das bedeutet für die Kinder auch, den Schulweg zu meistern. Eltern sollten die Zeit vor dem Schulstart nutzen und den sicheren Schulweg gemeinsam mit dem Nachwuchs erkunden und dabei auch die Verkehrsregeln einüben.
Die Verkehrswacht Düsseldorf gibt Tipps zum sicheren Schulweg. Die sind nicht nur für die Erstklässler wichtig, auch der Weg in die neue weiterführende Schule sollte geübt werden.

Der neue Schulweg sollte geübt werden, Foto: Symbolbild
In den Kitas werden Vorschulkinder und Eltern meist gut darauf vorbereitet, der individuelle Schulweg sollte jedoch im Vorfeld ebenfalls geübt werden. „Die Kinder sind mit dem Schuleintritt meistens so weit, dass sie den Weg zur Schule alleine meistern können. Dieser erste Schritt in die eigenständige Mobilität kann von den Eltern gut unterstützt werden“, so Simon Höhner, Geschäftsführer der Verkehrswacht Düsseldorf.
Einige Tipps möchte er den Eltern noch mit auf den Weg geben: „Es ist wichtig, den sichersten Weg zur Schule zu ermitteln. Das muss nicht unbedingt der kürzeste sein.“ Schulen verfügen in der Regel über einen Schulwegplan, in dem diese Wege verzeichnet sind. Zudem rät Höhner, den gewählten Schulweg mit dem Kind – im Idealfall an Werktagen zur gleichen Uhrzeit wie später zum Schulbeginn – mehrmals gemeinsam zu gehen. Dabei sollte den Kindern das richtige Verhalten erklärt und auf Gefahren wie Ausfahrten, den toten Winkel oder schlecht einsehbare Stellen hingewiesen werden.
„Bei der Verkehrserziehung in der Kita lernen die Kinder, dass der Bordstein immer als Grenze gesehen werden soll, an der sie stets stehen bleiben müssen. Daran sollten Eltern ihre Kinder in jedem Fall erinnern“, so Höhner. Wenn der Schulweg mehrfach gemeinsam zurückgelegt worden sei, könne das Kind kurz vor Schulbeginn selbst zeigen, ob es sich alles gemerkt habe. Dazu könne das Kind den Weg alleine vorausgehen, während die Eltern ihm mit etwas Abstand folgen.
Mit Beginn der dunklen Jahreszeit sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Kinder durch reflektierende Kleidung oder Reflektoren für andere Verkehrsteilnehmer besser sichtbar sind. „Und wer mit dem Auto kommen muss, sollte sich im Vorfeld über Elternhaltestellen informieren. Damit werden die Kinder geschützt, die zu Fuß zur Schule kommen, und das eigene Kind kann zumindest noch die letzten Meter zu Fuß zurücklegen“, so Höhner. Zudem sollte das Kind unabhängig von der Länge der Strecke stets in einem geeigneten Kindersitz gesichert sein und auf der Gehwegseite aus dem Auto aussteigen.
Vorbild sein
Alle Erwachsenen sollten sich über ihre Vorbildfunktion im Klaren sein – unabhängig davon, ob sie eigene Kinder haben oder nicht. Die jungen Verkehrsteilnehmer orientieren sich an den älteren und warum sollen die Schulkinder bei Rot stehen bleiben, wenn die Erwachsenen trotzdem gehen.
Weitere Infos mit Tipps & Tricks zum sicheren Schulweg findet man hier www.i-doetzchen.de.