Düsseldorf: Panzerfäuste aus dem zweiten Weltkrieg am Schiffsanleger Kaiserswerther Markt kontrolliert gesprengt

Das Niedrigwasser des Rheins brachte am Donnerstag (1.10.) im Bereich des Schiffanlegers Kaiserswerther Markt drei Panzerfäuste aus dem zweiten Weltkrieg zum Vorschein.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf überprüfte die Lage vor Ort und beschloss die Waffen kontrolliert zu sprengen. In einem Radius von 100 Metern um die Fundstelle mussten dafür am Nachmittag circa 80 Anwohner*innen ihre Wohnungen verlassen. Zwölf Menschen nutzen das Angebot der Stadt und suchten die Betreuungsstelle im Theodor-Fliedner-Gymnasium an der Kalkumer Schlossallee auf. Das Gefahrentelefon der Stadt war für Fragen geschaltet, 18 Anrufe gingen dort ein.
Die Stadt Düsseldorf appelliert an betroffene Bürgerinnen und Bürger, den Evakuierungsaufforderungen im Gefahrenbereich zügig zu folgen, um die Entschärfung nicht unnötig zu verzögern.
Als Vorbereitung der Sprengung wurden die Panzerfäuste mit 200 Sandsäcken abgedämpft.
Der Straßenverkehr im Bereich des Kaiserswerther Markts wurde gesperrt, auch der Schiffsverkehr wurde für den Zeitpunkt der kontrollierten Sprengung kurzzeitig eingestellt.
Um 14.35 Uhr gelang Sprengmeister Julian Granzow und Kampfmittelbeseitiger Michael Hoff die Sprengung. Unmittelbar nach der Sprengung wurden alle Sperrungen aufgehoben.
Insgesamt waren rund 100 Kräfte des Ordnungsamtes, der Feuerwehr, Polizei, Stadtwerke, Rheinbahn, Hilfsorganisationen sowie des Amtes für Verkehrsmanagement im Einsatz.