Fortuna Düsseldorf enttäuscht beim 2:2 (1:1) gegen den SC Verl

Fortuna Düsseldorf hat erneut die eigenen Fans enttäuscht und im Heimspiel gegen den SC Verl gleich zwei Mal eine Führung leichtfertig, schläfrig und unkonzentriert aus der Hand gegeben. Am Ende stand es 2:2 (1:1). Und Fortuna musste eigentlich dankbar sein, wenigstens einen Punkt behalten zu dürfen. Für Düsseldorf trafen Tim Oberdorf und Jorrit Hendrix, für die Gäste lieferten Tim Heike und Janne Berner.
Der völlig überflüssige Niederrheinpokal
Das völlig überflüssige, weil komplett irreführende 10:0 unter der Woche im Niederrheinpokal gegen den DSC 99 sagt gar nichts. Trainer Alexander Ende änderte die Startelf auf drei Positionen. . Louis Lord ersetzte Pokalgnadentorhüter Lasse Rieß und Lukas Bornschein rückte für Marcel Benger in die Innenverteidigung. Das Mittelfeld blieb mit Jorrit Hendrix, Elias Arden, Philipp Förster und Andreas Müller unverändert. Im Sturm begann Anas Slimani für den erkrankten Eric Hottmann an der Seite den durchweg enttäuschenden Fabian Schleusener.
Starker Auftakt der Fortuna
38 Minuten lang spielte die Fortuna so, wie es die Fans erwarten durften: dominant, mit Zug zum Tor, den Gegner tief in der eigenen Hälfte einschnürend. Viel zu spät fiel in der 38. Minute der Führungstreffer – nach einem Freistoß, der von Förster präzise ins Zentrum vor dem Verler Tor geschlenzt und von Verteidiger Tim Oberdorf ins Netz genickt wurde. Wer sich an dieser Stelle fragte, wo der mit vielen Vorschusslorbeeren bedachte Torjäger Fabian Schleusener blieb: Er fand am Sonntagabend auf dem frisch verlegten Düsseldorfer Arena-Rasen (nach zehn Backstreet Boys-Konzerten) schlicht nicht statt, sondern eierte planlos über den Platz.
Das konnte man von der Mannschaft aus Verl nicht behaupten. Sie ließ sich von dem Rückstand nicht beeindrucken, sondern schaltete sofort um auf Angriff, während das Düsseldorfer Team am liebsten nach 38 Minuten vom Platz gegangen wäre. Folgerichtig erzielten die Westfalen noch vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleichstreffer. In der 45. Minute kam Tim Heike völlig frei nach einem Freistoß aus dem Halbfeld zum Abschluss. Die Hereingabe durch Almin Mesanovic geriet halbhoch, kein Fortune warf sich dazwischen und Heike vollendete. Pause.
Bester Start in eine zweite Halbzeit
Die Standpauke in der Kabine zur Halbzeit klang den Spielern von Fortuna Düsseldorf offenbar noch in den Ohren. Denn in der 46. Minute gingen die Gastgeber erneut in Führung. Los ging es mit einem Konter über Erik Wekesser, der sich gegen die Verler Verteidigung durchsetzen konnte, indem er sich den Ball mit dem Kopf vorlegte. Seinen Abschluss ließ Verls Keeper Schlieck abklatschen, Hendrix platzierte den Ball im leeren Tor.
Und dann pennen sie wieder komplett ein
Und wieder schlief Fortuna Düsseldorf nach dem erneuten Führungstreffer komplett ein. Und wieder nutzte Verl diese Bewusstlosigkeit gnadenlos aus. André Leipold stand im Mittelfeld völlig frei und konnte Janne Berner auf die Reise schicken, der aus rechter Position einlief. In der Box angekommen, erwischte er den Ball perfekt – keine Chance für Fortuna Keeper Lord.
In der Schlussphase versuchte Fortuna Düsseldorf vergeblich, noch einmal in Führung zu gehen. Jordi Paulina passte auf Müller, der aus dem Rückraum nur den Pfosten traf. Ein Düsseldorfer Konter in der dritten Minute der Nachspielzeit lief perfekt, bis Totalausfall Schleusener den Ball mittig dem gegnerischen Torwart in die Arme legte. Danke dafür. Wieder keine Drei Punkte aus einem Heimspiel. Und ein enttäuschender Start in die nächste englische Woche der dritten Liga. Doppelabsteiger-Trainer Alexander Ende ist mental und von der Motivation der Mannschaft her fest in der Mitte der Dritten Liga eingeparkt ist. Das reicht nicht – er sollte ausgetauscht werden.
Bereits am kommenden Mittwoch, 14. Oktober, trifft die Fortuna in der englischen Woche auf den SC Preußen Münster in Westfalen. Ab 19 Uhr sind die Fortunen im Preußenstadion gefordert.