Düsseldorf Altstadt: Polizei kontrolliert rund 10.600 Personen auf Einhaltung der Waffenverbotszone

Einige Altstadtbesucher*innen kennen das bereits: In der Passage der Haltestelle Heinrich-Heine-Allee war am Freitagabend (31.7.) nur der Ausgang in Höhe der Bolker Straße geöffnet und zeitweise bildete sich dort ein Stau. Denn oben wurden alle Menschen angesprochen, abgetastet und ihre mitgeführten Taschen und Rucksäcke in Augenschein genommen, die in die Altstadt wollen. Die Polizei hatte Drängelgitter aufgebaut. Auf der rechten Seite standen Beamtinnen für die Besucherinnen, links die Beamten für die Männer. Regelmäßig gab es Lautsprecherdurchsagen auf deutsch und englisch, die auf den Einsatz hinwiesen und um Kooperation baten.

Zeitweise staute es sich vor den Kontrollen
Aber nicht nur am Bolker Stern wurde kontrolliert, Einsatzkräfte postierten sich auch an weiteren Zugangsstraßen und -wegen zur Altstadt und führten Personenkontrollen durch. Wer beispielsweise in der Heinrich-Heine-Passage rasch umdrehte, um der Überprüfung zu entgehen, musste damit rechnen von zivilen Kräften angesprochen zu werden.

Taschen wurden kontrolliert und Personen abgetastet
Von 19:30 Uhr bis in die frühen Morgenstunden kontrollieren die Einsatzkräfte rund 10.600 Personen. Die Besucher*innen der Altstadt, die die Kontrollstelle passierten, zeigten Verständnis für den Einsatz und verhielten sich ruhig und kooperativ. Bei den Kontrollen fanden die Beamten insgesamt sieben Messer, zwei Schlagringe, ein Schlagstock, zwei Pfeffersprays und fertigten entsprechende Ordnungswidrigkeiten- und Strafanzeigen.

In einen Zelt wurde die sichergestellten Gegenstände erfasst und Personen näher untersucht

Einige der sichergestellten Gegenstände
Am Rande der Kontrollstelle schritten die Beamten bei einer wechselseitigen Körperverletzung ein, bei der sich ein Jugendlicher mit einer Frau prügelte. Bei der Ingewahrsamnahme leistete der 15-Jährige Widerstand und bespuckte er einen der Polizisten. Um sein renitentes Verhalten zu unterbinden, legten die Beamten ihm eine Spuckhaube an und nahmen ihn mit zur Wache.
Neben den verschiedenen verbotenen Waffen fanden die Polizisten bei zwei Personen geringe Mengen von Drogen. Hier wurden ebenso entsprechende Strafverfahren eingeleitet.

Herbert Reul machte sich selber ein Bild von den Kontrollen
NRW-Innenminister Herbert Reul macht sich am Abend selber ein Bild von den Kontrollen. Er betonte, dass diese regelmäßig erfolgten, um gegen die Gewalttaten mit Messern vorzugehen. Die Maßnahme am Freitagabend sei auch keine Reaktion auf den Anschlag von Berlin, sondern schon länger geplant gewesen. Der Einsatzleiter der Kontrollaktion, Polizeirat Robin Schmidt, und weitere Beamte führten Reul durch die Altstadt und besuchten die verschiedenen Kontrollstellen. Dabei führte Reul immer wieder Gespräche mit den Einsatzkräften, wurde aber auch von Passanten angesprochen und um Selfies gebeten. Robin Schmidt zeigte sich mit dem Einsatz zufrieden: “Jede Waffe, die nicht in die Altstadt gelangt, macht das Feiern sicherer! Die Waffen- und Messerverbotszone ist ein wichtiger Bestandteil des Maßnahmenkomplexes, mit dem wir als Düsseldorfer Polizei der Messergewalt begegnen.”

Herbert Reul suchte immer wieder das Gespräch mit den Einsatzkräften
Die Düsseldorfer Polizei wird auch in Zukunft schwerpunktmäßig die Einhaltung der Waffenverbote kontrollieren und bei Verstößen konsequent und niederschwellig einschreiten.