Düsseldorf: Gedenken an 49 Menschen, die als Folge ihres Drogenkonsums verstorben sind

Der 21. Juli ist der nationale Gedenktag für Menschen, die an den Folgen ihres Drogenkonsums verstorben sind. Aus diesem Anlass hatten die katholische und die evangelische Kirche am Dienstag in die St. Elisabethkirche am Vinzenzplatz zu einem Gedenkgottesdienst eingeladen. Pfarrer Dr. Martin Fricke und Diakon Klaus Kehrbusch hatten den Gottesdienstes gemeinsam mit Menschen gestaltet, die den Verstorbenen nahestanden, sowie Mitarbeitende der Organisationen, die in Düsseldorf Hilfsangebote für Drogenabhängige anbieten: Caritasverband, Diakonie, Drogenhilfe, Flingern mobil, IN VIA und der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer.
„In diesem Gottesdienst nehmen wir Menschen in den Blick, die oft nur als Gruppe wahrgenommen werden. Heute geht es um einzelne, individuelle Menschen mit einer eigenen Geschichte“, so Diakon Klaus Kehrbusch.

49 Kerzen wurden entzündet, Foto: Flingern mobil e. V.
Gewidmet war der Gottesdienst den 49 namentlich bekannten Menschen, die im vergangenen Jahr an den Folgen des Drogenkonsums in Düsseldorf verstorben sind. Die Namen der Verstorbenen wurden einzeln verlesen. Freunde, Angehörige sowie begleitende Sozialarbeiter*innen entzündeten eine Kerze für jeden genannten Namen an der Osterkerze.

Der Schmetterling als Symbol des Gedenkens, Foto: Flingern mobil e. V.
Vor der Kirche verteilten die Sozialarbeiter*innen gepackte Tüten mit Lebensmitteln, Getränken, Hygieneartikeln und Sonnenschutz. Außerdem wurden Schmetterlinge als Symbol des Gedenkens an die Verstorbenen mit Farbspray auf den Boden vor der Kirche gesprüht.