Düsseldorf Oberbilk: Krisenstab nach Kampfmittelfund nimmt Arbeit auf – Sprengung soll noch heute erfolgen

Bei Sondierungsarbeiten eines Baustellengeländes auf der Harffstraße wurde am Mittwoch (27.5.) eine Artilleriegranate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Diese soll noch heute kontrolliert gesprengt werden.
Dazu müssen bis spätestens 19 Uhr in einem Radius von 300 Metern um die Fundstelle an der Harffstraße bis zu 1.200 Menschen ihre Wohnungen verlassen haben. Die Stadt Düsseldorf appelliert an betroffene Bürger*innen den Evakuierungsaufforderungen im Gefahrenbereich zügig zu folgen, um die Entschärfung nicht unnötig zu verzögern.
Die Artilleriegranate wird, sobald die Evakuierungen abgeschlossen sind, vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf kontrolliert gesprengt. Dazu wird die Granate in eine neu geschaffene Grube versetzt und mit rund 60 Tonnen Sand abgedämpft. Bei der Sprengung kann ein Knallgeräusch zu hören sein.
Wer während der Evakuierungszeit eine Anlaufstelle braucht, kann ab 18.30 Uhr die Räume der Benzenberg-Realschule, Siegburger Straße 38, nutzen. Dort ist eine Betreuung organisiert. Ab 18.30 Uhr stehen an der Ecke Harffstraße/Siegburger Straße Rheinbahnbusse für den Transfer zur Betreuungsstelle zur Verfügung. Menschen, die in der Gefahrenzone wohnen und beispielsweise wegen Bettlägerigkeit oder Behinderung ihre Wohnungen nicht selbst verlassen können, können den Transport ab sofort über die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer 19222 bestellen. Rollstühle, die mitgenommen werden müssen, sollten dabei unbedingt gemeldet werden.
Der Straßenverkehr wird insbesondere im Bereich der Harffstraße von den Sperrungen betroffen sein. Polizei und Ordnungsamt sperren die zuführenden Straßen ab 19 Uhr ab. Es wird empfohlen, die Gefahrenbereiche weiträumig zu umfahren.
Seitens der Rheinbahn müssen die Buslinien 723 und 732 ab sofort ihre Fahrten bis zum Ende der Entschärfung einstellen.
Das Gefahrentelefon der Stadt ist unter der Rufnummer 3889 889 besetzt.
Zeitnah werden Lautsprecherwarnfahrzeuge unterwegs sein, um die betroffenen Bürger aufmerksam zu machen.