Düsseldorf: Rund 900 Exiliraner*innen protestieren gegen die Mullah-Diktatur in ihrer Heimat

Sie wollen unbedingt in der Aufmerksamkeit der Düsseldorfer*innen bleiben: Rund 900 Exil-Iranerinnen und -Iraner zogen deshalb am Samstag (23.5.) vom DGB-Haus in der Friedrich-Ebert-Straße zum Graf-Adolf-Platz. Sie protestierten gegen die Mullah-Diktatur im Iran.
Der Demozug wurde durch den schweren Straßenbahn-Crashs auf der Kreuzung Berliner Allee/Graf-Adolf-Straßen beeinträchtigt und bahnte sich seinen Weg richtung Rhein, wie auch mehr als eine halbe Millionen Besucher*innen, die zum Japan-Tag wollten.

Liegender Protest: Iranische Flaggen als Leichentücher und die Position der Liegenden sind ein Aufschrei gegen die tägliche Gewalt des Mullah-Regimes gegen die eigene Bevölkerung. Foto: Infozentrale
Die Gräueltaten des iranischen Regimes sollen nicht vergessen werden. Deshalb hatten die Demonstrierenden beispielsweise eine Leichenfigur mit, die symbolisch für abertausend getöteten Oppositionellen und Kritiker im Iran im Düsseldorfer Demonstrationszug stand. In Sprechchören und auf Transparenten wiesen die Teilnehmer*innen auf die Hinrichtungen, die Unterdrückung und die tägliche Gewalt gegen die Bevölkerung im Iran hin. Beinahe jeder habe Familie und Freunde, die immer noch im Iran aushalten und um die man sich täglich Sorgen machen müsse, betonten Redner. Die direkte Kommunikation mit der Heimat sei schwierig, auch weil die aktuellen Machthaber in Teheran das Internet abgeschaltet haben, damit über die Straftaten gegen die Bevölkerung nichts an die Weltöffentlichkeit dringt.

Protest zum Mitlesen: Das sind die Forderungen der demonstrierenden Exil-Iraner. Foto: Infozentrale
Auf großem Transparenten und mit Nationalflaggen wurde den USA und Israel für das Bombardement des Iran gedankt. Und Spruchbänder und Sprecherchöre proklamierten die Alternative, die die Düsseldorfer Demonstant*innen lieber heute als Morgen in ihrem Heimatland an der Macht sehen wollen: Es ist der Sohn, des nicht als Demokrat bekannten Schahs Reza Pachlewi, den sie immer noch wie einen König verehren.

Ein neuer König soll den Iran von seinem derzeitigen Regime erlösen – fordern die Demonstrant*innen.