Unikliniken Düsseldorf: Cyberkriminelle erbeuten Patientendaten in mehr als 3000 Fällen

Diebstahl sensibler Daten von Patient*innen der Unikliniken Düsseldorf (UKD): Cyberkriminelle sollen laut einer UKD-Mitteilung in rund 3000 Fällen „allgemeine Daten“ und in weiteren 162 Fällen offenbar Gesundheitsdaten erbeutet haben. Der Datenklau war am Freitagmorgen (22.5.) vom Abrechnungsdienstleiter Unimed mit Sitz im saarländischen Wadern (zwischen Trier und Saarbrücken) bekannt gemacht worden. Er betrifft demnach Krankenhäuser und Unikliniken in ganz Deutschland.
“Daten von Privatpatienten und Selbstzahlern gestohlen”
Laut dem betroffenen Unternehmen Unimed soll der Angriff dem Verschlüsselungssystem des IT-Dienstleisters gegolten haben. Dieser Versuch habe abgewehrt werden können. Zuvor hatten sich die Unbekannten laut dieser Mitteilung jedoch Daten aus einem Bereich heruntergeladen. So grenzt der Dienstleister die Datenpanne ein: „Dieser enthielt auch Kommunikation zu Abrechnungswidersprüchen, ausschließlich von Privatpatienten und Selbstzahlern, die Unimed im Auftrag seiner Kunden bearbeitet.“ Auch nach Angaben der ebenfalls betroffenen Uniklinik in Freiburg sind Kassenpatient*innen nicht betroffen.
Angeblich 2 von 60 Düsseldorfer Institute betroffen
So deutlich äußern sich die Unikliniken Düsseldorf nicht. Dort ist man bemüht, rechtliche Folgen für die Klinik von vorneherein abzuwenden. Bis zum Jahr 2024 habe Unimed „in zwei der 60 Kliniken und Institute des UKD auch zu den Dienstleistern“ gehört. Der Angriff habe bereits am 14. April 2026 stattgefunden. Er habe ausschließlich den externen Dienstleister und nicht die Klinik selbst betroffen. Zu keinem Zeitpunkt seien die klinischen Systeme oder die Patientenversorgung betroffen gewesen – teilt das UKD mit.
Unikliniken wollen Geschädigte in Schreiben informieren
Die Unikliniken Düsseldorf versprechen, dass die betroffenen Patient*innen persönlich und schriftlich darüber informiert werden würden, dass ihre sensiblen Daten in die falschen Hände geraten sind. In der UKD-Mitteilung heißt es wörtlich: „Sofern Patientinnen und Patienten kein Schreiben von der Uniklinik Düsseldorf erhalten, sind ihre Daten nicht kompromittiert worden.“