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Home›Düsseldorf›Düsseldorf: Die ersten heißen Tages des Jahres kommen – Warnung vor Baden im Rhein

Düsseldorf: Die ersten heißen Tages des Jahres kommen – Warnung vor Baden im Rhein

Von Ute Neubauer
21. Mai 2026
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So sehen die neuen Schilder aus, Foto: Infozentrale

Die Wetteraussichten für das lange Wochenende sind ideal: Temperaturen von bis zu 30 Grad. Die Düsseldorfer Freibäder haben dann alle geöffnet, aber sicherlich wird es wieder viele an den Rhein ziehen. Dort gilt seit August 2025 eine Badeverbot und die Stadt weist erneut eindringlich auf die Gefahren hin. Wer sich nicht an das Verbot hält, riskiert neben dem Leben auch ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro. Starke Strömungen, wechselnde Wasserstände und der Schiffsverkehr stellen Gefahren dar, die auch für geübte Schwimmer lebensbedrohlich sein können.

Die Schilder zeigen das Badeverbot an

“Viele Menschen unterschätzen die Gefahr des Rheins massiv”, betont Feuerwehr-Chef David von der Lieth. “Bereits wenige Schritte ins Wasser können durch Strömungen oder den Sog vorbeifahrender Schiffe lebensgefährlich werden – auch im flachen Uferbereich. Gerade an heißen Tagen appellieren wir eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, zur Abkühlung ausschließlich sichere und freigegebene Badeorte zu nutzen und keinesfalls im Rhein schwimmen zu gehen.”

Baden im Sinne der Verordnung bedeutet: „Als Baden gilt das planmäßige Verweilen mit dem Körper in mehr als jeweils knöcheltiefem Wasser des Rheins zu Erholungs-, Sport- oder Freizeitzwecken, insbesondere das Schwimmen, Waten oder Spielen im Wasser. Ausgenommen von dem Verbot sind ausschließlich Maßnahmen von Behörden oder Rettungsdiensten im Rahmen ihrer Aufgaben, Übungen und Einsätze von Wasserrettungsdiensten oder der Feuerwehr und genehmigte Veranstaltungen mit ausdrücklicher Erlaubnis der Landeshauptstadt Düsseldorf. Gestattet ist außerdem das kurzzeitige Ein- und Aussteigen beim An- und Ablegen von Wasserfahrzeugen, das Zuwasserlassen oder Herausziehen von Wasserfahrzeugen an dafür vorgesehenen Stellen sowie das Ausüben von Angelsport und Watfischerei.“ Die ordnungsbehördliche Verordnung ist hier zu finden.

Grund für das Badeverbot sind die oft unsichtbaren Gefahren, die im Rhein lauern. Ein scheinbar niedriger Wasserstand verlockt besonders Kinder, in den Fluss zu waten. An Kribben, den ins Wasser ragenden Kiesflächen, bilden sich jedoch oft tückische Strudel und Strömungen. Eine besonders starke Strömung herrscht in der Fahrrinne. Wenn ein Schiff vorbeifährt, entsteht ein Sog, der Badende ins Wasser ziehen kann. Dabei ist trügerisch, dass die Schiffe meist schon viele hundert Meter weitergefahren sind, bis der Sog oder die anschließenden Wellen am Ufer ankommen.

Das Ordnungsamt kontrolliert die Einhaltung des Badeverbots im Rhein

Um die Bevölkerung über die Gefahren aufzuklären sind unter anderem am Rheinufer 70 fest installierte Warnschilder in den Sprachen Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch und Ukrainisch sowie mit Piktogrammen aufgestellt worden, die die Lebensgefahr und das Badeverbot informieren. Auch die Notrufnummer und der Rheinkilometer sind angegeben, damit im Falle eines Notrufs der konkrete Standort angegeben werden kann. Außerdem enthalten die Schilder Verhaltenshinweise, damit sich alle Besucher*innen am Rheinufers wohl fühlen. Etwa durch das Entsorgen von Müll oder den Verzicht auf ein offenes Feuer. Posts auf Social Media und digitalen Werbeflächen sowie mehrsprachige Informationen online unter www.duesseldorf.de/ertrinken sollen die Bürger*innen zusätzlich über die Gefahren aufklären. Das Ordnungsamt macht regelmäßige Streifengänge am Rheinufer.

StichworteBadeverbotLebensgefahrRhein
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