Düsseldorf Holthausen: Expansion der Spedition Scheren beunruhigt die Bürgerinitiative Hafenalarm

Eine Mitteilung des Speditionsunternehmens Scheren Gruppe beunruhigt die Bürgerinitiative Hafenalarm – und nach deren Hinweis die Anwohner des Industriegebiet am Trippelsberg in Düsseldorf Holthausen. Bereits am 7. Mai teilte Scheren mit, dass die Gruppe zwei weitere Gewerbeflächen „in direkter Nähe zu bestehenden Scheren-Flächen“ erworben und damit den Standort gestärkt habe. Zu Beginn des dritten Absatzes der Unternehmensmitteilung wird die bestehende Genehmigung zur Lagerung von Schadstoffen als besonderer Vorteil ausgelobt.
Dies war der Anlass für die Bürgerinitiative Hafenalarm der Anlass, einen offenen Brief an Scheren zu schreiben. Darin macht die Bürgerinitiative geltend: „Die Straße Am Trippelsberg in Düsseldorf-Holthausen (nicht Reisholz!) mit Schwerlastverkehr, „geparkten“ Gefahrguttransportern, ein- und ausfahrenden Sattelschleppern ist jetzt schon eine Gefahr für die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Viele rad-fahrende Schüler:innen sind auf diese Straße als Schulweg angewiesen. Außerdem ist der Trippelsberg Teil des Eurovelo 5, also des stark frequentierten Internationalen Rheinradwegs und hat keinerlei Fahrradinfrastruktur.“
Zahlreiche Einsätze der Feuerwehr wegen ausgetretener Gefahrstoffe
Zudem verweisen die Aktivisten auf eine ganze Reihe von Einsätzen der Feuerwehr Düsseldorf in den zurückliegenden Monaten und Jahren. Diese galten jeweils dem unkontrollierten Austritts gefährlicher Substanzen aus ihren jeweiligen Lagerbehältern. Ddorf-aktuell meldete zuletzt am 17. April einen Gefahrguteinsatz der Düsseldorfer Feuerwehr bei Scheren Logistik. Nach Informationen der Feuerwehr war ein Gefahrgutbehälter mit einer leicht entflammbaren Substanz beim Verladen undicht geworden. In den vergangenen Jahren brauchte die Feuerwehr Düsseldorf teilweise bis zu sieben Stunden, um Substanzen aufzunehmen und unschädlich zu machen.
Spedition will sich an bestehende Genehmigungen halten
Auf den offenen Brief der Bürgerinitiative Hafenalarm antwortete das Unternehmen Scheren mit dem Hinweis, man nehme die Bedenken sehr ernst. Das Unternehmen benannte weder die Lage der zusätzlich erworbenen Flächen noch die Namen der Kunden, an die ein Teil der Flächen weitervermietet worden seien. Allgemein wird versichert: „Eine Nutzung der Flächen erfolgt ausschließlich im Rahmen der bestehenden Genehmigungen, der baulichen Voraussetzungen und der geltenden gesetzlichen Vorgaben.“