SPD Düsseldorf legt Kandidierende für Landtagswahl 2027 fest

Es ist zwar noch ein Jahr bis zur NRW-Landtagswahl am 25. April 2027, aber die Vorbereitung dafür laufen bereits. CDU und Grüne treffen sich am 29. April, um ihre Kandidierenden festzulegen, die Düsseldorfer SPD hatte bereits am Samstag (18.4.) zur Wahlkreiskonferenz eingeladen. 153 Delegierte der SPD versammelten sich in der Heinrich-Heine-Gesamtschule an der Graf-Recke-Straße. Es galt die Kandidierenden für die vier Düsseldorf Wahlkreise zu wählen.

153 Delegierte nahmen an der Wahlkreiskonferenz teil
Der Vorsitzende der Düsseldorfer SPD, Aldis Selimi, begrüßte die Delegierten und schwor sie eindringlich auf die Landtagswahl ein. Die Wahlergebnisse und Umfragewerte seien schlecht und das sei nicht Anspruch der SPD. Umso wichtiger sei es, sich jetzt auf das zu besinnen, was die SPD ausmache. „Wir sind keine Schönwetterpartei, sondern wir wollen Fortschritt für Menschen erkämpfen, denen es nicht gut geht. Dazu gehört eine respektvolle Behandlung aller Menschen, das ist unsere Grundüberzeugung, egal wo die Zahlen gerade stehen. Wir werden die Partei nach vorne tragen, wir werden Wahlerfolge feiern und NRW wieder zum sozialen Gewissen des Landes machen“, betonte Selimi. Er dankte allen Kandidierenden, denn dazu bräuchte es Mut und Entschlossenheit, das sei ehrenwert. In der SPD stecke Leben, dass merke er überall in den Ortsvereinen: „Deshalb müssen wir das für die Menschen auf die Straße bringen“.

Der SPD-Vorsitzende Adis Selimi
Düsseldorf ist für die Landtagswahl in vier Wahlkreise aufgeteilt. Das sind:
- 41 Düsseldorf I, der Norden mit den Stadtteilen Altstadt, Carlstadt, Stadtmitte, Pempelfort, Derendorf, Golzheim, Stockum, Lohausen, Kaiserswerth, Wittlaer, Kalkum, Angermund, Lichtenbroich, Unterrath, und Mörsenbroich.
- 42 Düsseldorf II, der Osten mit den Stadtteilen Flingern-Nord, Flingern-Süd, Düsseltal, Rath, Gerresheim, Grafenberg, Ludenberg, Hubbelrath, Knittkuhl, Eller und Lierenfeld
- 43 Düsseldorf III, der Westen mit den Stadtteilen Oberbilk, Unterbilk, Bilk, Friedrichstadt, Hafen, Hamm, Flehe, Volmerswerth, Oberkassel, Heerdt, Lörick und Niederkassel
- 44 Düsseldorf IV, der Süden mit den Stadtteilen Vennhausen, Unterbach, Wersten, Holthausen, Reisholz, Benrath, Urdenbach, Hassels, Itter, Himmelgeist, Garath und Hellerhof.

Vier Wahlgänge für die vier Wahlkreise, da die Ergebnisse alle eindeutig waren, waren keine weiteren Wahlgänge erforderlich
Für den Norden und den Süden gab es keine Kampfkandidaturen. Franca Bavaj wurde mit 98 Stimmen der 153 Delegierten für den Wahlkreis 41 gewählt (46 nein, 9 Enthaltungen). Im Süden trat der Parteivorsitzende Adis Selimi an und freute sich über die Zustimmung von 120 Ja-Stimmen (29 nein, 3 Enthaltungen).
Spannender waren der Osten und der Westen. Gleich drei Herren hatten ihren Hut für den Wahlkreis 42 in den Ring geworfen: Dr. Pascal Geißler, Michael Lehmann und Lars Tönsfeuerborn. Mit ihren Reden, bei denen sie sich auf jeweils fünf Minuten beschränken mussten, formulierten alle drei ihre Ziele für die Partei. Die Delegierten hatten Gelegenheit nachzufragen bevor es in den Wahlgang ging. Das Ergebnis fiel recht eindeutig aus: von 153 abgegebenen Stimmen war eine ungültig, 14 Stimmen erhielt Michael Lehmann, 55 Stimmen Lars Tönsfeuerborn und Dr. Pascal Geißler setzte sich mit 83 Stimmen eindeutig gegen die Konkurrenz durch. Der 43-Jährige ist Beisitzer im Vorstand der Düsseldorfer SPD.
Für den Wahlkreis 43 wollten Daniela Prinz und Maximilian Reeck die Nominierung erreichen. Auch sie stellten sich vor und den Nachfragen. 152 Delegierte gaben ihre Stimme ab. Daniela Prinz, die ebenfalls Beisitzerin im SPD-Vorstand ist, erhielt 101 Stimmen, Maximilian Reeck 48, es gab 3 Enthaltungen.

Die Kandidierenden (v.l.) Maximilian Reeck, Lars Tönsfeuerborn, Daniela Prinz, Dr. pascal Geißler, Adis Selimi, Michael Lehmann und Franca Bavaj
Mit Franca Bavaj (Düsseldorf I), Pascal Geißler (Düsseldorf II), Daniela Prinz (Düsseldorf III) und Adis Selimi (Düsseldorf IV) hat die SPD Düsseldorf ihre Kandidierenden für die Landtagswahl festgelegt. Alle vier haben den Anspruch, politisch wieder stärker an der Lebensrealität der Menschen zu handeln, mit klaren Schwerpunkten bei Bildung, Familienpolitik und wirtschaftlicher Sicherheit. „Gerade bei den Themen, die den Alltag der Menschen prägen, läuft in Nordrhein-Westfalen zu vieles nicht rund“, so Selimi. „Ob bei Kitas, Schulen oder der digitalen Ausstattung: Vieles bleibt Stückwerk. Das merken die Menschen jeden Tag.“ Daniela Prinz betont: „Die Veränderungen in der Arbeitswelt kommen bei den Menschen längst an – oft mit Unsicherheit. Unser Anspruch muss sein, diesen Wandel so zu gestalten, dass niemand zurückgelassen wird. Gute Arbeit, faire Löhne und echte Teilhabe dürfen keine Frage des Zufalls sein.“ Franca Bavaj stellt die Bildungsgerechtigkeit in den Mittelpunkt: „Bildung, Gesundheit, Soziales – in diesen Bereichen entscheidet sich, wie gut unser Zusammenleben gelingt. Die Menschen in Nordrhein-Westfalen verdienen endlich wieder eine verlässliche Landesregierung. Dafür trete ich an. Denn unsere Stärke liegt darin, dass wir füreinander da sind und Verantwortung übernehmen.“ Pascal Geißler rückt die Belastung von Familien in den Fokus: „Viele Familien haben das Gefühl, im Alltag alleine gelassen zu werden. Die Sorgen von Familien sind echte Seismographen für das, was in NRW nicht gut funktioniert. Deren Perspektive will ich im Wahlkampf in den Mittelpunkt stellen und dann in den Landtag einbringen.“
Im nächsten Schritt wird die Landesdelegiertenkonferenz der NRW SPD am 13. Juni 2026 über die Landesreserveliste für den 19. Landtag Nordrhein-Westfalen entscheiden.