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Home›Düsseldorf›Düsseldorf: Pro Mädchen freut sich über dicken „jecken“ Scheck

Düsseldorf: Pro Mädchen freut sich über dicken „jecken“ Scheck

Von Ute Neubauer
17. März 2026
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(v.l.) Jasmin Lichteveld, Marcus Hülscher, Nicole Nothen, Sarah Pastor, Tobias Büchner, René Falkenberg und Frank Haak

Den Verein ProMädchen gibt es seit 1989. Der Verein wurde damals aus der Frauenberatungsstelle heraus aufgebaut und hat das Ziel feministische Mädchenarbeit zu leisten. Die Beratung von Mädchen* und jungen Frauen* von 10 bis 27 Jahren sowie der Mädchentreff „Leyla“ sind Schwerpunkte der Arbeit. Daneben ist der Bereich Zuflucht wichtig, der in akuten Krisensituationen eine Anlaufstelle für 14- bis 21-Jährige bietet. Das weibliche Team von ProMädchen versucht hier mit den Betroffenen neue Perspektiven zu erschließen. Das Angebot gilt auch für trans* Jugendliche mit weiblichem Geschlechtseintrag. Für weiterführende Schulen und interessierte Gruppen bietet das Team Präventions- und Aufklärungsarbeit zu den Themen Gewalt, sexualisierte Gewalt und Essstörungen an. Das Angebot wird vor Ort vermittelt, in der Beratungsstelle oder den Räumen des Mädchentreffs an der Corneliusstraße.

Finanziert wird die Arbeit des Vereins zu großen Teilen von der Stadt, aber viele der Angebote können nur ermöglicht werden, wenn eigene Mittel zur Verfügung gestellt werden. Dafür ist Pro Mädchen auf Spenden angewiesen, denn rund 30.000 Euro pro Jahr werden benötigt. Und da kommen jetzt die Karnevalisten der Gerresheimer Bürgerwehr ins Spiel.

Jecke Idee zieht Kreise

Es wird wohl kein zweites Stofftier geben, dass so eine ereignisreiche Karnevalssession erlebt hat, wie Gerry Kus, der kleine Tanzbär der Gerresheimer Bürgerwehr. Er wurde dem 1. Vorsitzenden René Falkenberg von der damals noch designierten Venetia Nicole am Tag des Tanzes des CC geschenkt. Mit den Worten „ein Tanzbär für den Tanzbären“ wurde er mit der Auflage überreicht, ihn bei allen Auftritten dabei zu haben. Sollte Gerry Kus einen Auftritt verpassen, müssten als Entschädigung Süßigkeiten am die Tanzgarde spendiert werden. Nach der Session solle der Bär dann zugunsten des Vereins Pro Mädchen versteigert werden.

Mentor Falkenberg war sehr gewissenhaft und natürlich an der Gesundheit der Tänzerinnen interessiert, daher erlebte der kleine Bär unendliche viele Veranstaltungen und sammelte dabei weit über 30 verschiedene Karnevalsorden vieler Gesellschaften des Düsseldorfer Karnevals sowie einige ortsfremde Orden großer Gesellschaften aus dem Umland und aus Köln.

Großer Scheck für kleinen Bären

Nach der Session startete die Versteigerung. Neben dem Bären und all seinen Orden, durfte sich der/die Höchstbietende außerdem über eine Einladung zum Abendessen für zwei Personen gemeinsam mit dem Ex-Prinzenpaar Marcus Hülscher und Nicole Nothen sowie den aktuellen Schumacher „Bützkes Kalender“ freuen. Es gab einige Gebote, doch den Zuschlag erhielt bei Auktionsende am 22.02.2026 um 23:59 Uhr Tobias Büchner. Er ist bei der Gerresheimer Bürgerwehr aktiv und die Tochter tanz in der Garde. 1956 Euro hatte er geboten und erhielt damit den Zuschlag. Den Betrag hatten die Büchners nicht zufällig gewählt, denn 1956 ist das Gründungsjahr der Bürgerwehr.

Am Montag (16.3.) konnte er den Bären mit all seinen Orden in den Räumen von Pro Mädchen entgegennehmen – im Tausch gegen den Scheck für den Verein. Das Ex-Prinzenpaar Marcus und Nicole war persönlich gekommen, um auch die Extras zu überreichen. Sarah Pastor gab interessante Einblicke in die Arbeit von Pro Mädchen und auch dass die Geschäftsstelle umziehen muss, da ihnen die Räumlichkeiten gekündigt wurden. Die Karnevalisten sind sicher, dass es nicht der letzte Kontakt zum Verein war, der eine so wichtige Arbeit leistet.

Wer mehr über die Arbeit von ProMädchen erfahren möchte oder die Möglichkeit hat etwas zu spenden, findet hier weitere Informationen. 

StichworteGerresheimer BürgerwehrPro Mädchen
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