Düsseldorf: “Ein Abend für Herz und Ohr“ mit Jazzklängen für den Verein Löwenstern

Wie heißt es so schön in Düsseldorf: Ab dem dritten Mal ist es Tradition. Damit dürfte feststehen, dass die dritte Auflage des Benefits-Konzerts der “Positiven Musikschule” am Freitagabend (6.3.) in der Franz von Sales Kirche an der Siegburgerstraße nicht die letzte gewesen sein dürfte. Die Besucher*innen waren auf jeden Fall so begeistert, dass ihnen eine Zugabe des Ensembles nicht reichte.

Der Saal der Kirche war sehr gut gefüllt

Sarah Bouwers moderierte nicht nur, sie begeisterte auch mit ihrem Gesang
Die Musiker*innen des Abends besuchen alle die Musikschule von Nikolay Kasakov, wo auch diejenigen unterrichtet werden, die erst im gehobenerem Alter ihre Liebe zu Saxophon & Co entdecken. Dabei setzt die “Positive Musikschule” nicht nur auf Unterricht, sondern auch auf soziales Engagement. Immer wieder treten sie für den guten Zweck auf, sei es auf der Bühne des Weihnachtsmarktes, in der Düsseldorfer Fußgängerzone oder einfach zum Spaß im Park.

Bei der Zugabe spielten auch drei Nachwuchs-Saxophonistinnen mit
Für ihr drittes Konzert zugunsten des Vereins Löwenstern hatten sie neben Sarah Bouwers, die bereits seit der Premiere dabei ist, auch Saxophonspieler Nicolas Simion und Sängerin Chantal Jansen als Unterstützung gewonnen. So gab es neben den bunten instrumentalen Stücken auch Gesangseinlagen von Chantal Jansen und Sarah Bouwers. Die Stücke des Abends deckten einen weiten Bogen von Bach, den Blues Brothers über Bossanova bis hin zu Mission Impossible ab. Das Publikum war begeistert und nutzte rege die aufgestellten Spendenboxen.

(v.r.) Nivolas Simion und Nikolay Kasakov bei einer speziellen Einlage

Chantal Jansen erhielt viel Beifall für das Lied Skyfall von Adele
Denn der Erlös des Abends geht an den Förderverein der Stiftung Löwenstern e.V. für krebskranke Kinder am Universitätsklinikum Düsseldorf. Prof. Dr. med. Arndt Borkhardt Direktor der Klinik für Kinder-Onkologie, Dr. Friedhelm Schuster und seine Frau Stephanie waren zum Konzert gekommen und berichteten über die Arbeit des Vereins.

(v.l.) Sarah Bouwers, Nikolay Kasakov, Stephanie und Friedhelm Schuster und Arndt Borkhardt
So erfuhren die Besucher*innen beispielsweise, wie den Kindern mit dem Miniroboter „Avatar“ aus der sozialen Isolation geholfen wird. Nicht selten müssen krebskranke Kinder aus Infektionsgründen für mindestens sechs Monate in Isolation und damit fallen Schulbesuch, Treffen mit Freunden oder anderen Menschen aus. Durch den Mini-Roboter ist die Teilnahme am Unterricht, aber auch der virtuelle Kontakt zu Freunden möglich. Durch die kleine Größe des Roboters ist dieser mobil und kann mitgenommen werden. Ermöglicht wird die Anschaffung der Geräte durch Löwenstern.

Der Eintritt zum Konzert war frei, es wurde um Spenden für den Verein Löwenstern gebeten
Aber auch Therapien, die den Kindern gut tun, aber nicht von den Krankenkassen finanziert werden, übernimmt der Verein. Dazu gehören Aromatherapie, Sport- und Tanztherapie und auch die Möglichkeit für Eltern, während der Therapie der Kinder kostenfrei in einem Haus auf dem Gelände der Klinik untergebracht zu werden. Wie Stephanie Schuster erklärte, setzt sich der Name des Vereins aus „Löwen“ und „Sternen“ zusammen. Denn die jungen Patient*innen kämpfen alle wie die Löwen, leider schaffen es nicht alle und die werden dann die Sternen. Weitere Informationen über den Verein und die Möglichkeit zu Unterstützen gibt es hier.
Weitere Eindrücke des Abends
