Düsseldorf wird am Freitag vom ÖPNV-Streik verschont

Die Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW) waren am Dienstag (3.3.) in der zweiten Runde erneut ohne Ergebnis geblieben. Die Arbeitgeberseite hat kein Angebot vorgelegt. Bevor es am 24. März in die dritte Verhandlungsrunde geht, wird der Druck auf die Arbeitgeber durch weitere Warnstreiks erhöht.
Doch wenn am Freitag (6.3.) der ÖPNV bestreikt wird, ist die Rheinbahn in Düsseldorf diesmal nicht dabei. ver.di ruft die Beschäftigten des Nahverkehrs in Köln, Bonn und Monheim zum Streik auf. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist nicht betroffen.
In der Tarifrunde für die rund 30.000 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen geht es ver.di um Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im Nahverkehr. Im Mittelpunkt der Forderungen steht eine spürbare Entlastung der Beschäftigten. Dazu gehören insbesondere Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und den Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit. ver.di fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich von derzeit 39 auf 37 Stunden.
ver.di-Verhandlungsführer Heinz Rech: „Unsere Forderungen liegen seit November auf dem Tisch, und noch im Februar haben wir die offene Frage der Arbeitszeitreduzierung konkretisiert. Trotzdem liegt bis heute kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber zu den Forderungen der Beschäftigten vor. Statt die anhaltend hohe Belastung der Beschäftigten anzuerkennen, legen sie einen Katalog von Verschlechterungen zur Krankengeldregelung, bei Nachtarbeitszuschlägen und weiteren Punkten vor. Das wird dem Ernst der Lage nicht gerecht. Die Arbeitgeber riskieren damit eine weitere Eskalation des Konflikts.“