Düsseldorf: Warnstreik bei der Rheinbahn am Freitag und Samstag

Im Rahmen der bundesweiten Tarifverhandlungen im Nahverkehr ruft die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der Rheinbahn, der Stadtwerke Solingen Sparte Mobil, der Stadtwerke Remscheid und der Bahnen der Stadt Monheim am Freitag (27.2.) und Samstag (28.2.) ganztägig zu Arbeitsniederlegungen auf. Start ist der Betriebsbeginn am Freitag, das Ende das Betriebsende in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Dadurch wird es von Betriebsbeginn am Freitag bis Betriebsende am Samstag zu erheblichen Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr in der Region kommen.
In der ersten Verhandlungsrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW (KAV NW) wurde seitens der Arbeitgeben kein Angebot vorgelegt. Am 2. und 3. März wird weiter verhandelt und ver.di möchte vorher den Druck erhöhen. Verhandelt werden Entlastungen für die Beschäftigten. Dabei fordert ver.di insbesondere die Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich von 39 auf 37 Stunden, verlässliche Ruhezeiten zwischen den Schichten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit.
„Der Personalmangel im ÖPNV ist gravierend. Bis 2035 werden 70 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer das Renteneintrittsalter erreichen. Um in Zukunft einen attraktiven und zuverlässigen Nahverkehr anbieten zu können, braucht es Personal. Und das gewinnt man nur mit guten Arbeitsbedingungen, nicht mit Überlastung und Einsparungen auf Kosten der Beschäftigten. Ohne Menschen, die Fahrzeuge fahren, warten, reparieren oder den Betrieb organisieren, kann das Nahverkehrsangebot nicht aufrechterhalten werden “, erklärt Stephanie Peifer, Bezirksgeschäftsführerin des ver.di-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper. „Die Kolleginnen und Kollegen erwarten in der kommenden Verhandlungsrunde ein verhandlungsfähiges Angebot, das ihrer Belastungssituation Rechnung trägt. Es liegt nun in der Hand der Arbeitgeber.“
Bereits am 2. Februar fand ein Warnstreik statt, an dem sich sich landesweit tausende Beschäftigte beteiligten. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen der Deutschen Bahn ist nicht betroffen – dort endet die Friedenspflicht erst am Wochenende. Die Rheinbahn wird voraussichtlich auf einigen Buslinien einen Notbetrieb einrichten, wir berichten, sobald es dazu Informationen gibt.