Düsseldorf: Benefiz Regatta an Land lockt Hunderte Sportfans in den Hafen

Nicht von der Stelle kommen? Eine reine Trockenübung? Manchmal reicht das, um einen großen Schritt vorwärts zu machen. Die Benefiz Regatta „Düsseldorf am Ruder für Menschen mit Krebs“ bewies das am Samstag (5.9.) im Medienhafen. Eigentlich war geplant, dass 100 Teams von Düsseldorfer Unternehmen und Institutionen ihren Kräftevergleich auf dem Wasser austragen – zum zehnten Mal übrigens. Doch der Hitzesommer mit seinem Regenmangel hat das Hafenbecken bis auf die Schlammschicht geschrumpft. Was tun?

Auf dem Kai war es angesichts von hunderten Zuschauern manchmal sehr kuschelig. Die Fans der aktiven Ruder*innen standen unmittelbar vor den Teilnehmenden.
Die Teams nahmen auf Ruder-Ergometern Platz und trieben mit der ganzen, zusammengerechneten Kraft von vier Teilnehmern pro Team ein virtuelles Boot nach vorn. Moderator Tino Herrmanns hatte am Abend etwa eine Million Worte auf dem Silbenzähler – denn er moderierte über Stunden die Vor-, die Mittel- und die Finalläufe.

Moderierte routiniert und gut gelaunt über Stunden: Tino Hermanns.
Drumherum war alles gerade so wie die neun Male zuvor: Die Teams hatten sich teilweise als Matrosen, Muskelmänner, Nixen oder Aperol-Cocktails verkleidet und nahmen die Herausforderung selbst dennoch mit aller Kraft an. Es gab zahlreiche Infostände. Kinder konnten sich schminken lassen. Ein Volksfest am Düsseldorfer Kai – nur eben mit ganz wenig Wasser im Hafenbecken.

In drei Läufen pro Team vergaßen viele, dass ihnen eine Handbreit Wasser unter dem Rudersitz fehlte und gaben 110 Prozent Leistung.
Kurt Nellessen vom Verein „Düsseldorf am Ruder e.V“, Prof. Dr. Ullrich Graeven, Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. und Dr. Albrecht Müller vom Ruderclub Germania Düsseldorf 1904 e.V. freuten sich über die große Resonanz. „Trotz der besonderen Herausforderungen war es ein ganz wunderbares Fest, dass nachhaltig hilft. Seit der ersten Regatta ist Zahl der Unterstützerinnen und Unterstützer stetig gewachsen und wir freuen uns insgesamt über eine stolze Spendensumme vom 333.000 Euro aus den vergangenen neun Ausgaben. Der Erlös der diesjährigen Regatta wird noch ermittelt und ist hier noch nicht inbegriffen“, so Kurt Nellessen.

Mittags um 12 Uhr im Düsseldorfer Hafen – Hauptsache, der Cocktail sitzt… die Teams kamen teilweise verkleidet.
Abschluss des Tages wurden die siegreichen Ruderteams in feierlicher Runde durch Schirmherr Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller geehrt.
Die Ergebnisse:
Anfänger Damen
1. Nummer 17 Team GETICS
2. Nummer 8 Glow & Row
3. Nummer 18 Altersflitzer
4. Nummer 12 Pulsjäger
Anfänger Herren
1. Nummer 40 Team tecis
2. Nummer 48 Co(pper)Bots
3. Nummer 41 UPS Team 4 – Delivering What Matters
4. Nummer 49 deuKapitän
Anfänger mixed
1. Nummer 56 Ceci Rowing Squad Team 2
2. Nummer 54 Thera Turtles
3. Nummer 50 Patient Rebels – ahoi
4. Nummer 58 The Flash – das strahlende Team der RA 01
Fortgeschrittene Herren
1. Nummer 78 Ceci Rowing Squad Team 1
2. Nummer 68 Sportortho 3.0
3. Nummer 69 EVK ROWMANTICS
4. Nummer 81 die deuka-Optimischer
Fortgeschrittene Damen
1. Nummer 99 HPPy Rowing 1
2. Nummer 97 Ocean Queens
3. Nummer 90 Physio4Stars
4. Nummer 105 RowHKT 3
Fortgeschrittene Mixed
1. Nummer 104 BoatyMcBoatface 4K Edition
2. Nummer 106 Auf der Aperolspur
3. Nummer 100 Ruder Luder
4. Nummer 109 Die Taktlosen Vier
Der erste Platz für das kreativste Outfit ging an die Flying Florence (Kaiserswerther Diakonie).

Den Sonderpreis für das beste Outfit schnappte sich das Schülerteam „Muscle Marines“, Foto: Krebsgesellschaft NRW e.V.
Die Benefiz-Regatta wird jährlich vom Verein Düsseldorf am Ruder e.V. veranstaltet. Für die sportliche Ausrichtung und das Training der Teams ist der Ruderclub Germania Düsseldorf 1904 verantwortlich. Der Erlös kommt der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen zugute. Diese ist Anlaufstelle rund um das Thema Krebs. Sie unterstützt Menschen mit Krebs und ihre Angehörigen mit Informationen und Beratungsangeboten. Darüber hinaus engagiert sich der gemeinnützige Verein für eine wirksame Krebsprävention, damit weniger Menschen an Krebs erkranken.