Düsseldorf ist fassungslos: Fortuna rauscht aus eigenem Unvermögen ab in die Dritte Liga

Am Ende retten sich manche Fortuna Fans in Sarkasmus: „Herzlichen Glückwunsch an Klaus Allofs“, schreibt ein Fan auf Facebook. „Das von ihm ausgegebene Saisonziel, dass Fortuna die zweite Liga verlässt, hat er ja mit dem zusammengestellten Kader erreicht. Die drei Trainer konnten nichts dafür. Eine Mannschaft, die so auf die Leistungen von Kaste und Itten angewiesen war, konnte man nie Mannschaft nennen. Aber wir bleiben Fortunen. ❤️🤍 Egal in welcher Liga!“
Fortuna Düsseldorf steigt direkt ab in die dritte Liga. Die Altstadt trägt Trauer, Fassungslosigkeit in den Gesichtern der Fans, die das Spiel in den Kneipen angeschaut haben. Auch in den Kasematten wurde es ganz still. In Punkto Fußball und Eishockey liegt die Sportstadt Düsseldorf am Boden. Lasst uns Borussia Düsseldorf im Tischtennis pflegen.
Kapitän Kastenmeier weint
In Fürth auf dem Platz rang Mannschaftskapitän Florian Kastenmeier um Worte. Im Interview mit Sky verbarg er ein ums andere Mal sein Gesicht hinter einer Hand und hatte Tränen in den Augen. Mit seinen Vorderleuten ging Kastenmeier hart ins Gericht – ohne Namen zu nennen. Es habe sich niemand an den Spielplan gehalten. Eigentlich sei Düsseldorf mit sehr, sehr guten Chancen in das letzte Spiel gegangen. Und muss nun direkt runter in die Dritte Liga. Zu Kastenmeier gibt es das Gerücht, dass der in Bremen erfolgreiche Trainer Daniel Thioune ihn abwerben will.
Greuther Fürth setzte den eigenen Plan konsequent um
Das Spiel ist schnell erzählt. In der ersten Hälfte war von der Fortuna gar nichts zu sehen. Dafür hatte Greuther Fürth einen Plan, den die Gastgeber gnadenlos umsetzten. Felix Klaus brachte sie bereits in der 2. Minute in Führung. Zwei-Meter-Mann Egouli wurde in der 16. Minute zum Pechvogel, als er in die eigenen Tormaschen traf. Futkeu sorgte in Minute 36 für den Drei-Tore-Vorsprung, den Fürth zum Erreichen des Relegationsplatzes brauchte. Den gaben sie nicht wieder her, auch als Fortuna Düsseldorf deutlich präsenter in die zweite Halbzeit startete. In der 53. Minute traf Rasmussen nur das Außennetz des Fürther Kastens. In der 59. Minute schoss Paulina aus sehr spitzem Winkel knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite traf Futkeu sogar zum 4:0 für Fürth. Das Tor wurde von Videoassistenten jedoch wegen Abseits wieder einkassiert.
Fan-Wut in den Sozialen Medien
In den Sozialen Medien schimpfen die Fans auf Vorstand, Mannschaft und auch auf Trainer Alexander Ende, der eben noch als Retter gefeiert wurde und dem nun vorgeworfen wird, mit Preußen Münster und Fortuna Düsseldorf gleich zwei Mannschaften in den Abstieg getrieben zu haben. So launisch ist der Fußball.
Wenn die Abkotzphase überwunden ist, sollte so rasch wie möglich die Operation Wiederaufstieg beginnen.