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Home›Top News›Düsseldorf: Erneuter Streik im Nahverkehr – Dienstag keine Busse und Straßenbahnen

Düsseldorf: Erneuter Streik im Nahverkehr – Dienstag keine Busse und Straßenbahnen

Von Ute Neubauer
15. März 2026
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Die Betriebshöfe der Rheinbahn werden am Dienstag (17.3.) bestreikt, Foto: Archivbild

Die Streiks im ÖPNV gehen weiter und diesmal ist ganz NRW betroffen. Ver.di hat die rund 30.000 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen für Montag (16.3.) und Dienstag (17.3.) zu einem 48-Stunden-Streik aufgerufen. Am Montag werden die Beschäftigten in den Verwaltungen und Kundenzentren der Nahverkehrsunternehmen streiken. Am Dienstag werden dann die Busse und Straßenbahnen von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht stillstehen. In Düsseldorf und dem bergischen Dreieck sind Beschäftigte der Rheinbahn, WSW mobil, Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Remscheid sowie der Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Solingen zum Warnstreik aufgerufen. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist von der Tarifrunde nicht betroffen.

Mit dem Streik soll Druck auf die Arbeitsgeber ausgeübt werden, die auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot zu den Forderungen der Beschäftigten vorgelegt haben.

Heinz Rech, Verhandlungsführer Tarifvertrag Nahverkehr NRW

„Der Nahverkehr funktioniert nur, weil jeden Tag viele Berufsgruppen zusammenarbeiten – in den Leitstellen, in den Werkstätten, in den Kundenzentren und im Fahrdienst. Wenn ein Rad ins andere greift, läuft der ÖPNV“, erklärt Heinz Rech, ver.di-Verhandlungsführer in NRW. „Unsere Forderungen liegen seit November auf dem Tisch. Statt mit einem Angebot auf die Forderungen der Beschäftigten bekommen wir bislang nur Gegenforderungen präsentiert. Das wird der Situation der Beschäftigten nicht gerecht.“

Von der Tarifrunde betroffen sind in Nordrhein-Westfalen über 30 kommunale Verkehrsunternehmen. ver.di verhandelt mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen über Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im Nahverkehr. Im Mittelpunkt der Forderungen steht eine spürbare Entlastung der Beschäftigten. Dazu gehören insbesondere Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und den Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit. ver.di fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich von derzeit 39 auf 37 Stunden.

Der Personalmangel führt in vielen Städten bereits zu Ausfällen und Einschränkungen im Betrieb. „Wenn sich an den Arbeitsbedingungen nichts ändert, wird der Nahverkehr auch ohne Streiks künftig spürbar häufiger ausfallen. Deshalb brauchen wir jetzt endlich Bewegung in den Verhandlungen“, so Rech weiter.

ver.di zeigt zugleich Verständnis für den Unmut vieler Fahrgäste über die Einschränkungen. „Ein Streik ist für die Beschäftigten kein Selbstzweck. Aber wenn die Arbeitgeber weiterhin kein Angebot vorlegen, bleibt uns kein anderes Mittel, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Der Ball liegt jetzt bei den Arbeitgebern, eine weitere Eskalation des Konflikts zu verhindern“, betont der ver.di-Verhandlungsführer.

Die Tarifverhandlungen werden ab dem 24. März in dritter Runde fortgesetzt.

Folgende Linien sollen laut Rheinbahn halbwegs nach Fahrplan fahren:

  • Linie 722: Stadthalle – Messe – Nordfriedhof – Düsseldorf Hbf – Schlesische Straße – Vennhauser Allee
  • Linie 730: Freiligrathplatz U – Unterrath – Gerresheim – Eller – Reisholz – Benrath – Josef-Kürten-Platz
  • Linie 746: Velbert ZOB – Wülfrath – Mettmann, Jubiläumsplatz – Mettmann-Stadtwald S
  • Linie 751: Ratingen-Hösel S – Ratingen-Lintorf – Angermund S – Kaiserswerth, Klemensplatz
  • Linie 770: Velbert ZOB – Heiligenhaus – Ratingen-Hösel S
  • Linie 771: Velbert ZOB – Heiligenhaus – Ratingen Ost S – Ratingen Mitte
  • Linie 782: Heinrich-Heine-Allee – Uni-Kliniken – Hilden, Gabelung – Hilden, Süd S – Solingen Hbf
  • Linie 785: Heinrich-Heine-Allee – Reisholz S – Hilden Mitte – Hilden Süd S – Langenfeld-Richrath – Langenfeld S
  • Linie 831: Krefeld, HPZ Uerdingen – Krefeld, Uerdingen Bf – Meerbusch, Lank-Latum – Meerbusch, Haus Meer
  • Linie 834: Theodor-Heuss-Brücke – Derendorf S – Engerstraße – Düsseldorf Hbf
  • Linie 835: Comeniusplatz – Kirchplatz – Universität Mitte – Holthausen – In der Steele
  • Linie 836: Am Seestern – Belsenplatz – Bilk S – Universität Süd
  • Linie SB50: Rheinterrasse – Heinrich-Heine-Allee – Haan Kellertor – Haan, Markt – Haan Nachbarsberg
  • SB52: Flughafen Bahnhof – Freiligrathplatz – Meerbusch Schillerstraße, Meerbusch Osterath Bf
  • Linie O5: Erkrath S – Erkrath-Hochdahl S – Trills – Hochdahler Markt – Sandheide – Willbeck – Erkrath-Millrath S
  • Linie O6: Erkrath, Haus Brück – Erkrath S – Unterfeldhaus – Kempen – Hochdahler Markt – Erkrath-Millrath S
  • Linie O13: Mettmann, Schellenberg – Jubiläumsplatz – Dresdner Straße – Champagne – Mettmann-Zentrum S – Mettmann-Stadtwald
  • Linie O14 (TaxiBus mit Anmeldung): Ratingen-Breitscheid, Am Kessel – Mintarder Weg – An der Pönt – Krummenweg – Ratingen-Hösel S
  • Linie O19 (TaxiBus mit Anmeldung): Ratingen, Fliedner Krankenhaus – Lintorf, Rathaus – Ratingen-Lintorf, Mörikestraße
  • On-Demand-Service flexy fährt
    Das kostenpflichtige Mobilitätsangebot auf Bestellung – der On-Demand-Service flexy – ist vom Streik nicht betroffen. Das Bediengebiet und die Uhrzeiten, in denen flexy fährt, bleiben während des Streiks gleich. Mehr Informationen dazu finden die Fahrgäste hier: www.rheinbahn.de/flexy
StichworteÖPNVRheinbahnStreik
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