Raser und Falschparker bringen der Stadt Düsseldorf Einnahmen von fast 34 Millionen Euro

Nach aktuellen Schätzungen wird die Stadt Düsseldorf aus Geldbußen den den damit verbundenen Verwaltungsgebühren für 2025 rund 33,6 Millionen Euro einnehmen. Dabei kommen 17,6 Millionen Euro aus dem Bereich der Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachung und 16,0 Millionen Euro von Falschparkern. Dem stehen im Haushaltsplan Ausgaben für Personal und Material in einer Höhe von rund 18,6 Millionen Euro (2024: 17,5 Millionen) gegenüber. Die 173 Mitarbeitenden des Ordnungsamt ahndeten 550.307 Falschparker und 330.892 Temposünder.
Ordnungsdezernent Christian Zaum: “Zu schnelles Fahren und Falschparken sind kein Kavaliersdelikt. Sie gefährden Menschen direkt im Straßenverkehr oder behindern Rettungseinsätze, wenn Feuerwehrzufahrten zugeparkt werden. Die weiterhin hohen Fallzahlen verdeutlichen, wie wichtig der tägliche Einsatz der Kolleginnen und Kollegen auf der Straße für die Sicherheit aller ist. Wir werden auch im Jahr 2026 engmaschig kontrollieren und bei schweren Verstößen entschieden durchgreifen.”
Raser*innen
Insgesamt 330.892 Autofahrer*innen fuhren im Düsseldorfer Stadtgebiet zu schnell (2024: 343.216). Dabei gibt es in Düsseldorf verschiedene Hot-Spots.
- Im Kö-Bogen-Tunnel wurden 53.932 (2024: 72.785) Verstöße registriert. Der gravierendste Tempoverstoß wurde mit 117 Stundenkilometern bei erlaubten 50 Stundenkilometern gemessen. Den Fahrer erwartete ein Bußgeld in Höhe von 700 Euro, ein dreimonatiges Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg.
- Im Rheinufertunnel wurden 65.716 (2024: 62.465) Verstöße registriert. Spitzenreiter war ein Autofahrer, der mit 157 Stundenkilometern statt der erlaubten 60 km/h durch den Tunnel raste. Den Fahrzeugführer erwartete ein Bußgeld in Höhe von 800 Euro, ein dreimonatiges Fahrverbot sowie zwei Punkte in Flensburg.
- Auf der Autobahn A44 wurden 40.315 Verstöße registriert (2024: 42.857). Die höchste gemessene Geschwindigkeit wurde mit 204 Stundenkilometer anstatt der erlaubten 100 Stundenkilometer festgestellt. Die Strafe: ein Bußgeld in Höhe von 700 Euro, ein dreimonatiges Fahrverbot sowie zwei Punkte in Flensburg.
- An den zehn weiteren stationären Überwachungsanlagen im Stadtgebiet waren 43.492 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs (2024: 19.226). Diese Steigerung ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass das Tempolimit im Bereich der Josef-Kardinal-Frings-Brücke Mitte Mai auf 30 km/h verringert wurde.
Mobile Blitzer in Messfahrzeugen oder in Anhängern kommen an mehr als 700 möglichen Standorten in der Stadt zum Einsatz. Sie werden vor allem zum Schutz von Schulwegen, der Sicherheit vor Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern oder allgemein um Unfallhäufungsstellen stationiert. Dabei wurden insgesamt 127.437 Verkehrssünder ertappt (2024: 145.883).
Im vergangenen Jahr wurden 12.582 Bußgeldverfahren wegen Rotlichtverstößen eingeleitet (2024: 13.929). Spitzenreiter war dabei erneut der “Nordstern”, wo 11.011 Autofahrer (2024: 12.274) das Rotlicht missachteten.
Um die Beachtung der Gewichtsbeschränkung auf der Josef-Kardinal-Frings-Brücke zu kontrollieren, wurde seit Juli 2025 ein Silhouettenblitzer eingesetzt. Er erfasste insgesamt 8.656 Verstöße.
Falschparker*innen
550.307 Halt- und Parkverstöße mit Verwarn- oder Bußgeldern wurden im vergangenen Jahr vom Ordnungsamt erfasst (2024: 542.521). Häufigste Verstöße waren dabei die Verletzung von Parkscheinpflichten sowie die Überschreitung der Höchstparkdauer: 238.876 Verstöße (2024: 220.956). Das verbotswidrige Parken auf Geh- und Radwegen wurde 57.728-mal (2024: 62.141) geahndet. Verstöße gegen die Bevorrechtigung für Menschen mit Behinderungen wurden 6.492 festgestellt (2024: 6.127).
Auf Parkplätzen für E-Fahrzeuge wurden 6.989 Fahrzeuge (2024: 6.367) kostenpflichtig verwarnt und 719 Fahrzeuge abgeschleppt (Vorjahr: 635). Im Jahr 2025 wurden auf den für Car-Sharing-Fahrzeugen vorgehalten Flächen 1.926 (2024: 2.003) kostenpflichtig verwarnt und bei 93 (2024: 111) eine Abschleppmaßnahme eingeleitet.
Von den gesamten Verfahren (550.308) wurden 21.406 (2024: 23.108) auf Anzeigen von Bürger*innen im Rahmen von Drittanzeigen eingeleitet. Dabei ging es 8.048 Mal um das Parken auf Geh- und Radwegen, 3.921 Mal um Parken im absoluten Haltverbot (Zeichen 283) sowie 1.650 Mal wegen Parken auf Elektroparkplätzen.
In 12.324 Fällen (2024: 11.576) wurden Kraftfahrzeuge so abgestellt, dass sie abgeschleppt wurden. 1.266 Abschleppmaßnahmen erfolgten im Bereich von Feuerwehrzufahrten, da rücksichtslose Verkehrsteilnehmer die Rettungswege blockierten und dadurch im Falle eines Brandes Menschenleben gefährdeten.