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Home›Düsseldorf›Düsseldorf: Chanukka-Fest auf der Schadowstraße

Düsseldorf: Chanukka-Fest auf der Schadowstraße

Von Ute Neubauer
19. Dezember 2025
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In diesem Jahr erstrahlte der Leuchter vor Karstadt

War der Grabbeplatz sonst immer der Ort, an dem die öffentliche Chanukka-Feier stattfand, war der große Menora-Leuchter bereits im vergangenen Jahr auf die Schadowstraße umgezogen. Um dem Trubel des Weihnachtsmarktes etwas aus dem Weg zu gehen, stand der sechs Meter große Chanukka-Leuchter am Donnerstagabend (18.12.) auf dem Platz vor Karstadt.

Rabbiner Chaim Barkahn

Während die Passanten Richtung Weihnachtsmärkte schlenderten, feierte die jüdische Chabad Lubavitch Gemeinde Düsseldorf das Entzünden des fünften Lichts am Meonara-Leuchter. Zahlreiche Menschen und Ehrengäste fanden sich ein, um unter dem Motto „Mit viel Licht vertreiben wird die Dunkelheit“ dabei zu sein.

Der kostümierter Dreidel (Kreisel) gehört zur Chanukka-Tradition

Neben dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Dr. Oded Horowitz, war Personal-Dezernent der Stadt Düsseldorf Olaf Wagner als städtischer Vertreter anwesend. Auch der kostümierter Dreidel (Kreisel), der immer wieder Jungen und Männer zum Tanz motivierte, war in diesem jahr wieder dabei.

Das fünfte Licht wird entzündet

Ein DJ sorgte für flotte Musik

Schon vor Beginn der Veranstaltung schallte Musik durch die Fußgängerzone und Passanten blieben stehen und schauten, von wem die flotte Techno Musik kam. Chaim Barkahn begrüßte die Gäste und erklärte das diesjährige Motto „Zusammen sind wir stark“. Überall stehen die Chanukka-Feiern unter dem Eindruck des Attentats am Bondi Beach im australischen Sydney. Dort kam es am Sonntag (14.12.) im Rahmen der Feierlichkeiten zu einem Anschlag, bei dem 15 Menschen getötet wurden.

Die Ehrengäste des Festes

Nachdem Rabbiner Chaim Barkahn die Lichter der Leuchters entzündet hatte, erleuchteten die Gäste mit ihren Handylampen den Platz. Anschließend gab es die traditionellen Krapfen und Tanz unter dem Leuchter.

Chanukkafest

Chanukka wird immer ab dem 25. Tag des jüdischen Monats Kislew gefeiert und erinnert an die Zeit, in der Israel unter der griechischen Herrschaft leiden musste. Eine kleine Gruppe frommer Juden siegte über die Griechen, doch diese hatten den Tempel zerstört. Bei der Einweihung des wieder aufgebauten Tempels war nicht mehr genügend geweihtes Öl vorhanden, um die Lichter des Menora-Leuchters brennen zu lassen, die nie erlöschen sollen. Acht Tage dauerte die Herstellung neuen geweihten Öles, aber wie durch ein Wunder erloschen die Lichter dennoch nicht. Daran erinnern die acht Lichter des Chanukka-Leuchters, bei dem zum Chanukkafest jeden Tag ein Licht mehr angezündet wird. Der Leuchter hat neun Arme, da das neunte Licht als Diener genommen wird, um die andere Lichter damit anzuzünden.

StichworteChanukka
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