Düsseldorf: Feuerwehrleute kehren aus Spanien zurück

Gerade erst hatte die Düsseldorfer Feuerwehr über die ersten erfolgreichen Einsätze des NRW-Waldbrandmoduls in der spanischen Provinz Kastilien und León berichtet, da gibt es am Montagmorgen (3.8.) überraschende Neuigkeiten. Am Sonntagabend sei die Entscheidung gefallen, den Einsatz zu beenden. Offenbar sind die spanischen Behörden überzeugt, alleine klar zu kommen, da sich die Lage entspannt habe. Daher tritt der Konvoi mit Feuerwehrleuten aus Düsseldorf, Bonn, Leverkusen, Ratingen und Königswinter bereits am Montag (3.8.) den Rückweg an. Sie hatten sich eigentlich auf einen 7-tägigen Einsatz eingestellt.
Erst am Samstag (31.1.) waren die Feuerwehrleute aus NRW nach rund 55 Stunden Anfahrt und gefahrenen 2000 Kilomtern mit ihrem Konvoi aus 21 Fahrzeugen in Spanien angekommen. Die spanischen Behörden hatten das sogenannte Waldbrandmodul im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens angefordert. Gleich nach der Ankunft begannen die Feuerwehrleute aus NRW mit der Unterstützung ihrer spanischen Kollegen.
Am Sonntag war der Schwerpunktbereich ein Waldbrand, rund vier Kilometer vom Camp entfernt. Dort kontrollierten die Einsatzkräfte die Feuerfront, verhinderten eine weitere Ausbreitung und löschten verbliebene Glutnester ab. Die enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden gewährleistete einen reibungslosen Einsatzablauf und ermöglichte den Betrieb im Zwei-Schicht-System.
Einsatzteams zur Waldbrandbekämpfung (GFFF-V DE1)
Es handelte sich bereits um den fünften Einsatz des seit 2019 im europäischen Katastrophenschutzverfahren gemeldeten Waldbrandmoduls. Im August 2021 war die Einheit bereits zur Unterstützung am Peloponnes in Griechenland im Einsatz. Eine Unterstützung bei Wald- und Vegetationsbränden im Großraum Bordeaux erfolgte im August 2022. Nach einer mehrtägigen Übung in Portugal wurde das Modul im Mai 2023 von der EU offiziell zertifiziert. Zwei Jahre später war das Modul im Sommer 2025 in Spanien im Einsatz und in diesem Jahr erfolgte bereits ein Einsatz in den Niederlanden. Die Einsätze erfolgen im Rahmen der Amtshilfe des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bundesrepublik Deutschland. Die Finanzierung übernehmen der Bund und die Europäische Union. Die operative Koordination erfolgte in enger Abstimmung mit der Feuerwehr Bonn und den europäischen Partnern. Die Feuerwehr Düsseldorf ist ein fester Bestandteil dieser internationalen Einheit und stellt neben Material auch Personal bereit. Die eingesetzten Feuerwehrkräfte aus Düsseldorf sind ehrenamtliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr.