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Home›Politik›Düsseldorf Eller: „IndividuEller“ stärkt Stadtteil und stellt neues Stadtwohnzimmer vor

Düsseldorf Eller: „IndividuEller“ stärkt Stadtteil und stellt neues Stadtwohnzimmer vor

Von Ute Neubauer
21. Juli 2024
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Zum Stadtwohnzimmer gehören auch zwei "Stadtkörbe" - angelehnt an Strandkörbe sind sie mit vielen Funktionen/Fächern ausgestattet

Seit über 50 Jahren engagiert sich die Werbegemeinschaft „IndividuEller“ für die Bürger*innen, die Geschäftsleute und Immobilienbesitzer*innen in Eller, mit dem Ziel den Stadtteil attraktiv und lebenswert zu machen. Nachdem das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Digitalisierung in den Jahren 2020 bis 2023 ein Förderprogramm zur Stärkung der Innenstädte und Zentren finanzierte, erhielt die Werbegemeinschaft in Eller Unterstützung durch ein Kölner Büro für Stadt- und Regionalplanung. Denn auch Eller war von Leerstand und Konkurrenz durch Online-Handel betroffen. Seit 2024 finanziert die Stadt Düsseldorf die Weiterführung des Projekts, das nun von IndividuEller eigenständig vorangetrieben wird. Dazu gehört der seit 2023 bestehende Infopoint auf der Gumbertstraße, der Anlaufstelle für alle in Eller ist.

Vor dem Infopoint lud das Stadtwohnzimmer zum Gespräch ein

Projekt Stadtwohnzimmer

Am Samstag (20.7.) wurde dort die Fortsetzung des Zentrenmanagements gefeiert und gleichzeitig vorgestellt, was aus dem Projekt bereits entstanden ist. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Düsseldorf (HSD), Fachbereiche Sozial- und Kulturwissenschaften sowie Architektur, dem In-Lust Institut der HSD und dem Stadtplanungsamt der Stadt Düsseldorf wurde ein Stadtwohnzimmer entwickelt, gebaut und der Prototyp an der Gumberstraße vorgestellt. Studierende der verschiedenen Fachbereiche hatten im Rahmen der Lehrveranstaltung „Urbane Intervention! Stadtentwicklung und Gestaltung“ das Möbel entworfen.

Rechts im Fach ist der Generator untergebracht, der über Solarmodule geladen wird, und auch den Kühlschrank links mit Strom versorgt

In der Werkstatt der HSD entstand ein dreiteiliges Stadtmöbel mit Sitzmöglichkeiten, Theke, integriertem Stauraum und Schirmen, die bei Sonne und Regen schützen. Die drei Module sind mit Rädern versehen und damit gut zu transportieren. Strandkörben nachempfunden sind die beiden „Stadtkörbe“, die nicht nur Sitzplätze bieten, sondern auf der Rückseite eine nach belieben bestückbare Pinwand haben. Über den Sitzplätzen sind Fächer, in denen Solarmodule untergebracht werden, die auf dem Dach oder seitlich aufgestellt den Strom für das Thekenmodul oder Licht liefern. In der Theke gibt es Stauraum für Sitzhocker, den Akku, einen großen Campingkühlschrank sowie Körbe für Gläser und Sonstiges.

(v.l.) Philine Meckbach und Adam Berecki vom Stadtplanungsamt mit Ralf Hansen und Michael Kölln von der Werbegemeinschaft

Ziel ist es mit dem Stadtwohnzimmer einen flexiblen Ort zu schaffen, der für verschiedenen soziale Aktivitäten genutzt werden kann. Von der Stromversorgung unabhängig können die Module überall platziert werden. Stationiert wird das Ensemble im Infopoint an der Gumbertstraße. Dort kann es von Bürger*innen und Geschäftsleuten aus Eller kostenfrei ausgeliehen werden. Erste Interessenten haben sich bereits gemeldet. Auf dem Gertrudisplatz wird das Stadtwohnzimmer am 18. August beim „Picknick am Platz“ zu erleben sein. Philine Meckbach vom Stadtplanungsamt betont den Pilotcharakter des Stadtmöbels. Es werden jetzt erste Erfahrungen in der Praxis gesammelt, aber es ist durchaus möglich weitere Exemplare für andere Stadtteile herzustellen.

Aktionen für einen lebenswerten Stadtteil

Jürgen Hagendorn, 1. Vorsitzender der Werbegemeinschaft Eller, freut sich auf den Einsatz bei den zahlreichen Aktionen von IndividuEller, wie dem Gumbertstraßenfest, dem Künstlermarkt oder dem Oster- und Weihnachtsmarkt. Die Werbegemeinschaft möchte damit aber auch den Menschen in Eller die Möglichkeit bieten neue Treffpunkte zu schaffen und Aktivitäten zu planen. Bürger*innen, Gewerbetreibende, Immobilieneigentümer*innen, soziale Einrichtungen sowie Vereine in Eller möchte das Zentrenmanagement zusammenzubringen und die Gemeinschaft stärken, um den Stadtteil noch lebenswerter und attraktiver zu machen.

(v.r.) Claudia und Burkhard Albes lassen sich von Jürgen Hagendorn das Stadtwohnzimmer erklären

Der Infopoint an der Gumbertraße 173 dient als zentrale Anlaufstelle und das Team dort hat ein offenes Ohr für Vorschläge, aber auch Probleme. Regelmäßig sind die Bezirksbeamt*innen der Polizei als Ansprechpartner im Infopoint. Aktuell werden Aktionen zur Sauberkeit und Begrünung diskutiert. “Ich bin absolut begeistert davon, welche Ideen unsere Mitarbeitenden zusammen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern im neuen Infopoint entwickelt haben und bin gespannt, welche Projekte sich daraus in den nächsten zweieinhalb Jahren gemeinsam mit unserer Bezirkspolitik und der Stadt Düsseldorf umsetzen lassen. Ich hoffe, dass sich noch mehr Interessierte in diesen Prozess einbeziehen lassen”, erklärt Jürgen Hagendorn.

Der Infopoint in Eller ist Anlaufstelle für Bürger*innen und Geschäftsleute

Der Infopoint in Eller ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

  • Montag 10:30 bis 13:30 und 16 bis 18 Uhr
  • Dienstag und Donnerstag 13 bis 16 Uhr
  • Freitag 12:30 bis 15:30 Uhr
  • Samstag 10 bis 13 Uhr

Telefonisch ist der Infopoint an der Gumbertstraße 173 unter 0211 – 15839201 oder per Mail an infopoint@individueller.de zu erreichen. Informationen über die Werbegemeinschaft und Veranstaltungen gibt es hier.

Finanzierung durch die Stadt

Für das Zentrenmanagement stellt die Stadt von 2024 bis Ende 2026 insgesamt 210.000 Euro zur Verfügung. Zusätzlich zum Zentrenmanagement Gumbertstraße sind in Düsseldorf seit 2022 noch drei weitere Zentren- und Citymanagements aktiv: In der Innenstadt Ost und West, in der südlichen Innenstadt das Zentrenmanagement Friedrichstraße und in Gerresheim das Zentrenmanagement Heyestraße-Süd.

StichworteEllerHSDWerbegemeinschaft
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