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Home›Düsseldorf›Düsseldorf – Gibraltar: Radtour für den guten Zweck

Düsseldorf – Gibraltar: Radtour für den guten Zweck

Von Ingo Siemes
21. Juli 2024
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Die Radler sind wieder zurück in Düsseldorf und berichten nun in Vorträgen über ihre Erlebnisse

Eine Fahrt mit dem Auto nach Gibraltar im Süden Spaniens kann man – wenn man gut durchkommt – in gut 23 Stunden schaffen. So schnell wollten Günter Schilbock und Michael Eckert aber nicht sein. Die beiden Senioren, Eckert ist 64 und Schilbock 70 Jahre alt, machten die Tour im vergangenen Jahr mit dem Fahrrad und wählten als Route auch nicht den direkten Weg. Sie nahmen so einige Umwege, beispielsweise über Portugal, in Kauf. Die beiden extrem fitten Rentner fuhren eine insgesamt 7200 Kilometer lange Strecke in den iberischen Süden und wieder zurück nach Düsseldorf, von denen sie 6311 Kilometer auf ihren Drahteseln zurücklegten.

Gemeinsam mit den Ehefrauen vor der Kathedrale in Santiago de Compostela, Foto: privat

„Wir haben zweimal den Zug genommen, um ein paar Kilometer hinter uns zu bringen. Andernfalls hätten wir unseren Zeitplan nicht einhalten können“, erläutert Schilbock. „Wir wollten ja nach drei Monaten wieder in Düsseldorf sein und auch unbedingt unsere Frauen in Santiago de Compostela treffen.“ Die hatten sich von Porto in Portugal aus auf den Jakobsweg gemacht und waren über 265 Kilometer bis zur Kathedrale in Santiago gewandert. Das kurzzeitige Treffen war einer der Reise-Höhepunkte für das Duo.

Dem folgten noch viele. „Wir haben wunderschöne Landschaften gesehen, einladende Plätze, auf denen Menschen zusammen essen, trinken, quatschen. Sie verlegen das Leben auf die Straße. Die Tapas-Kultur in Spanien ist einfach toll“, schwärmt Eckert. „Aber wir haben auch viele Umweltsünden gesehen, indem Müll einfach in die Natur geschmissen oder Wasser auf den Obst- und Gemüseplantagen verschwendet wird.“

Auf dem Weg nach Lissabon gab es einige Überraschungen …, Foto: privat

Auch einige Probleme galt es zu bewältigen. Nach einem Sturz hatte Schilbock einen blauen Oberschenkel, blieb aber von weiteren Blessuren verschont. Einmal hatte Wasser eine Straße unterspült und die Teerdecke war auf mehr als vier Metern weggebrochen. Im weiteren Verlauf streikte die Vorderrad-Nabe an Schilbocks E-Bike, ein anderes Mal versagten die Pedale den Dienst. Da zahlt man 3700 Euro für ein neues Rad und der Hersteller verbaut zehn Euro-Pedale“, ärgert sich Schilbock.

Schilbock und Eckert hatten sich für ihre Tour für E-Bikes entschieden, die die Fahrt etwas erleichterten. „Es war aber anstrengend genug. Wir hatten einige Steigungen von 20 Prozent dabei. Da muss man sich die ganze Zeit auf den Pedalen stehend weit nach vorne beugen, sonst fällt man hinten rüber“, beschreibt Schilbock. „Unser Navi-System hat uns auch ein paar Mal in Gegenden geführt, da wollten wir gar nicht hin.“ 35 Kilometer über einen Sandstrand wollten sie mit ihrem Gesamtgewicht von 130 Kilo pro Rad nicht fahren. Der Umweg war aber mit 80, 90 Kilometern deutlich länger und wir haben Cadiz verpasst“, ärgert sich Eckert.

Der berühmte Affenfelsen von Gibraltar, Foto: privat

Während ihrer Tour haben die beiden Düsseldorfer nicht nur ihre Fahrt genossen, sondern auch bei vielen Gelegenheiten für die Diakonie Düsseldorf und deren Kampf gegen Altersarmut Spenden gesammelt. Mit ihrer Aktion unterstützen sie unter anderem den Mittagstisch im zentrum plus Benrath. „Wir wollten 2000 Euro während der Fahrt einsammeln. Bisher sind bereits 2360 Euro auf dem Konto eingegangen“, berichtet Schilbock. Das Spendenkonto ist weiterhin geöffnet. Wer noch etwas spenden möchte, kann das im Internet unter https://www.diakonie-duesseldorf.de/spenden/projekte/hilfe-fuer-senioren?2-seniors-go-south#c24014 tun.

StichworteAltersarmutDiakonieRadtourSenioren
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