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Home›Düsseldorf›Aktuelles›No Border – Texte und Lieder von jugendlichen Flüchtlingen

No Border – Texte und Lieder von jugendlichen Flüchtlingen

Von Ute Neubauer
6. Januar 2015
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Haben ihre Flucht nach Düsseldorf beschrieben: (vl.) Ahmad, Ayla, Richard und EviN vor dem Büro von Stay!

Ahmad träumt davon, in 2015 endlich Kontakt zu seiner Familie in Afghanistan zu bekommen. Ayla aus Syrien verzweifelt an der deutschen Bürokratie. Richard hat seine Heimat Ghana erst im Herbst verlassen. EviN hat den Kampf gewonnen: Er darf in Deutschland bleiben und muss nicht zurück in den Iran. Vier Jugendliche von 150 alleinreisenden minderjährigen Flüchtlingen in Düsseldorf. Wer kennt schon die Schicksale, die hinter der Zahl von derzeit 1900 Asylbewerbern in Düsseldorf stehen? Allein im Oktober waren davon 700 Kinder.

Stay! ist eine Flüchtlingsorganisation in Düsseldorf, die sich mit ihrer Gruppe United besonders um Kinder und Jugendliche kümmert, die mutterseelenalleine in Deutschland gestrandet sind. Gemeinsam mit der Jugendorganisation SJD – die Falken und dem Kulturzentrum Zakk… stellte STAY!, im Rahmen des Bundesprogramms „Kultur macht stark“, das Projekt No Border auf die Beine.

Das Wort "Willkommenskultur" mit Leben füllen

Es ist der Versuch die jugendlichen Flüchtlinge aus ihrer Isolation zu holen und den Wort Willkommenskultur Leben zu verleihen. Gemeinsam mit der Autorin Pamela Granderath und dem Musiker Michio Woirgardt hat eine bunt gemischte Truppe von Jugendlichen über Monate gearbeitet und ein beachtliches Ergebnis erzeugt: Das Buch „No Border- keine Grenze“ und die dazugehörigen Lieder werden im Rahmen einer Lesung mit anschließendem Konzert im Zakk am Donnerstag, 8. Janaur, ab 18:30 Uhr, präsentiert.
Ein Ziel hat das Projekt auf jeden Fall erreicht: Ahmad, Ayla, Richard und EviN präsentieren bei der Pressekonferenz in den Räumen von Stay! ihr Buch und geben Auskunft über ihre persönlichen Erlebnisse. Doch beim Lesen des Buches wird dem Leser klar werden, was diese Jugendlichen schon durchgemacht haben. Und dabei erzählt das Buch nicht nur von ihrem Schicksal, sondern ist auch eine Informationsquelle gegen Fremdenhass. Erläuterung über die Asylpolitische Entwicklung in Deutschland, das Dublin2 Abkommen und die Arbeitsweise von Frontex geben Einblicke in das Thema Asyl, dass tief betroffen macht. Wer am Buch interessiert ist, erhält es beim Besuch der Lesung im Zakk am 8. Januar und bei den Organisatoren Stay!, SDJ-die Falken und dem Kulturzentrum Zakk.

  • In diesem Jahr wird es ein weiteres Projekt geben. Beim „Hauswandprojekt“ werden jugendliche Flüchtlinge künstlerisch aktiv. Hausbesitzer, die dafür eine Hauswand zur Verfügung stellen möchten, können sich gerne bei den Organisatoren (Torsten Nagel, SDJ, Tel. 0211/9294411, Mail info@duesselfalken.de) melden.

Foto: Kai Neubauer

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