Düsseldorf: Für das Ja-Wort nach 22 Jahren sollte es für Frank und Sandra ein besonderer Ort sein

Die Niederlage der DEG beim Heimspiel am 8. Oktober 2004 gegen den den Kölner EC mit 3:5 bildete den Start der Beziehung von Frank Breuers und Sandra Herstix. Denn die beiden trösteten sich zuerst unabhängig voneinander im Knoten über das verlorene Spiel hinweg. Da geteiltes Leid ja sprichwörtlich halbes Leid ist, machten die beiden 22 Jahre später daraus doppeltes Glück. Und kein anderer als DEG-Urgestein Walter Köberle führte Sandra am Freitag (9.10.) zum Standesbeamten Josef Hinkel und dem bereits wartenden Frank.
Doch bis es so weit kam, mussten noch einige Unwegbarkeiten beseitigt werden. Denn nach dem Kennen- und Lieben-Lernen, vielen gemeinsamen Reisen, Besuchen von Sport- und Musikveranstaltungen und leckerem Essen, wählte Frank Breuers am 29.09.2011 die Eingangsstufen des Tempels von Abul Simbel in Ägypten, um Sandra die Frage aller Fragen zu stellen – und sie hat ja gesagt. Die richtige Gelegenheit dieses vor einem Standesbeamten zu wiederholen dauerte dann allerdings nochmal 15 Jahre und wäre fast an einer geeigneten Location gescheitert. Denn nach der grandiosen Kulisse Ägypten wollte Frank natürlich auch für die Trauung ein besonderes Ambiente. Ins Auge hatte er den 10. Oktober 2026 gefasst – genau 22 Jahre nach dem Kennenlernen. Doch das gewünschte Schloss Benrath war nicht zu bekommen und andere Orte waren nicht besonders genug.

Im Gespräch mit dem Standesamt ergaben sich dann aber neue Optionen, denn mit Josef Hinkel hatte das Paar bereits die Zusage „ihres“ Standesbeamten. Der sagte spontan mit dem Hinweis zu: „sagt mir bloß wo ich hinkommen soll, dann machen wir das so“. Damit war der Ort quasi frei wählbar und es kam Wolfgang Wöhler, Franks Trauzeuge, ins Spiel. Der Betriebsleiter im „Goldenen Kessel“ der Brauerei Schumacher eröffnete eine Möglichkeit, die eine absolute Premiere sein würde. Denn noch nie hatte eine standesamtliche Trauung in einer Düsseldorfer Hausbrauerei stattgefunden. Nach Rücksprache mit den Schumacher-Chefinnen gab es grünes Licht und das Kesselstübchen im „Goldenen Kessel“ wurde zum Trauzimmer.

So erlebt man das Ehepaar Breuers desöfteren: im Ehrenamt gemeinsam für die gute Sache im Einsatz
Gefeiert wurden im engsten Kreis und die Gäste waren langjährige Wegbegleiter von Frank und Sandra mit Familie und ihren großen Engagement. So ist Frank Mitglied in den Sportvereinen Fortuna Düsseldorf, Borussia Düsseldorf, Tennisclub Schiefbahn, Ski-Club Willingen, wo er gemeinsam mit Sandra die ehrenamtliche Pressearbeit beim Weltcup-Skispringen inne hat. Außerdem ist er Mitglied der Düsseldorfer Jonges in der Tischgemeinschaft „Us d`r Lamäng“. Vielen Bekannt ist Frank als Blindenreporter bei Fortuna, beim Rosenmontagszug und diversen Sport- und Brauchtumsveranstaltungen, bei denen ihm auch Sandra als Co-Moderatorin zur Seite steht.

Die fröhliche Hochzeitsgesellschaft feierte noch lange – da waren Pressevertreter schon längst zum nächsten Termin unterwegs
So gehörten zu den Gästen auch Giuseppe Saitta, der Inklusionsbeauftragte von Fortuna Düsseldorf Stefan Felix, Freunde aus Willingen, Familie und Arbeitskolleg*innen. Mareike Schöers begleitete die Trauung musikalisch.